Bionection Jena

Heimspiel für oncgnostics : Bionection am 17. und 18. Oktober in Jena

Für uns ein Heimspiel: die Bionection, eine Partnering-Konferenz für Technologietransfer in den Life Sciences, findet jedes Jahr in einer anderen Stadt Mitteldeutschlands statt. Dieses Jahr war sie am 17. und 18. Oktober in Jena zu Gast und wurde vom InfectoGnostics Forschungscampus mit Unterstützung des sächsischen Biotechnologie- und Medizintechnik-Verbands biosaxony organisiert. Unsere Geschäfstführerin Dr. Martina Schmitz konnte den ersten Vortrag am 17. Oktober über unseren Abklärungstest GynTect halten.

Neben Vorträgen zu verschiedenen Themen wie Diagnostik, digitale Medizin, Biomarker, Point-of-Care Tests oder Photonik gab es einen Austausch zu den Rahmenbedingungen des Life-Science-Standorts Mitteldeutschland. Zudem wurde sich über aktuelle Trends aus der Branche sowie über Technologieangebote und -gesuche ausgetauscht. Viele nutzten außerdem das Partnering-Tool, um gezielt mit Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.

Die Bionection 2017 war eine rundum gelungene und bereichernde Veranstaltung. Wir freuen uns schon auf die nächste 2018 in Dresden!

Dr. Martina Schmitz (2.v.re.) mit portugiesischen Mitarbeiterin von Unilabs

oncgnostics auf der Eurogin 2017 in Amsterdam

Unsere Geschäftsführerin Dr. Martina Schmitz hat in Amsterdam auf der Eurogin 2017 (8. bis 11. Oktober) dem Fachpublikum die neuesten Daten zu unserem Abklärungstest GynTect vorgestellt.

Anwesend waren unter anderem auch Vertreter des portugiesischen Labors Unilabs. Sie präsentierten eine Studie, die sie mit GynTect durchgeführt haben. Für Martina Schmitz eine schöne Gelegenheit, sich über GynTect auszutauschen.

Die Eurogin (European Research Organisation on Genital Infection and Neoplasia) ist ein internationaler und multidisziplinärer Kongress zu Infektionen mit HPV (humane Papillomviren) und dadurch ausgelöste Erkrankungen. Der Kongress findet jedes Jahr in einem anderen Land statt, mehr als 2000 Teilnehmer aus den Bereichen Klinik, Industrie und Forschung nahmen in Amsterdam teil.

Weiterführende Informationen auf der Homepage: www.eurogin.com

Eurogin 2017 Amsterdam

Zur Verbesserung und Automatisierung des GynTect Assays: oncgnostics ist Teil des Projekts „ASSURER“, gefördert durch das BMBF

Ab Oktober 2017 wird ein neuer automatisierter Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs am InfectoGnostics Forschungscampus in Jena entwickelt. Bis 2020 soll im Forschungsprojekt „ASSURER“ ein Vor-Ort-Test entstehen, mit dem Ärzte schnell und sicher entscheiden können, ob eine zuvor diagnostizierte Auffälligkeit therapiert werden muss.

Gemeinsam mit der BLINK AG, der biotechrabbit GmbH, der Quantifoil Instruments GmbH und der Frauenklinik des Universitätsklinikums Jena (UKJ) arbeitet oncgnostics am neuen InfectoGnostics-Projekt zusammen. Das ASSURER-Projekt wird dabei durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des „KMU-NetC“-Programms gefördert.

Der Gebärmutterhalskrebs zählt zu den vier häufigsten Krebserkrankungen von Frauen weltweit. In fast allen Fällen ist eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) die Ursache für den Krebs. Auch wenn eine HPV-Infektion schnell und sicher nachgewiesen werden kann, bleibt ungeklärt, ob der Infekt auch tatsächlich zu behandlungsnotwendigen Gewebeveränderungen führt. Diese Ungewissheit bei der Diagnose ruft oftmals Übertherapien und unnötige operative Behandlungen hervor. Damit diese zusätzliche Belastung vermieden werden kann, hat oncgnostics bereits den Krebstest „GynTect“ auf den Markt gebracht, der innerhalb des „ASSURER“-Projekt weiterentwickelt werden soll.

Dr. Martina Schmitz, Laborleiterin von oncgnostics, erklärt: „Mit unserem molekularbiologischen Test können wir epigenetische Veränderungen der DNA nachweisen, die typisch für Krebszellen sind. Mit ASSURER soll dieser Test automatisiert und für Labor-Roboter sowie für Point-of-Care-Anwendungen nutzbar gemacht werden. Darüber hinaus wollen wir mit neuen Markern die Früherkennung auch auf Eierstockkrebs erweitern und die Analyse aus Blutserum und Blutplasma ermöglichen“.

Die direkte Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen und Medizinern soll die Entwicklungsdauer bis zum einsatzfähigen Test verkürzen. Die entwickelten Tests werden auf die neuartige Produkt-Plattform der BLINK AG übertragen, um möglichst schnell die Patientinnen zu erreichen. GynTect wird so einer der ersten Tests sein, der auf dem vollautomatischen Diagnose-System der BLINK AG angeboten wird.

Hier können Sie die vollständige Pressemitteilung des InfectoGnostics Forschungscampus lesen.

Bei oncgnostics läuft’s…kilometerweise

Der September ist bei oncgnostics der Monat, in dem die Mitarbeiter am fittesten sind – schließlich haben wir innerhalb von einer Woche an zwei Läufen erfolgreich teilgenommen.

Unsere Damen kamen zum 2. progesund Frauenlauf unter dem Motto „Frauen ins Paradies“ am 20. September zum Einsatz. Über 5 km ging es durchs „Paradies“, dem Stadtpark von Jena. Intention des Laufs ist es, Frauen zu sportlichen Aktivitäten zu animieren und ihnen zu zeigen, wie viel Spaß es macht, wenn Frau sich im meist stressigen Alltag zwischen Beruf und Familie einen Zeitraum für das eigene Wohl erkämpft.

Die Teilnahmegebühren wurden für ein Projekt, das Mädchen auf dem Weg zur Frau begleitet, verwendet.

Wir waren sehr dankbar, dass das Wetter auf unserer Seite war und genossen die Atmosphäre unter allen Teilnehmern.

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf: auch die nächste Veranstaltung diente einem guten Zweck. Am 27. September nahmen wir am 11. Lauf gegen Krebs teil. Dieser wird jedes Jahr vom Interdisziplinären Brustzentrum am Universitätsklinikum Jena organisiert. Entgegen des trüben Wetters am Morgen erschien die Sonne pünktlich zum Start der Veranstaltung und über 500 Teilnehmer konnten unbeschwert den Nachmittag im Paradiespark verbringen.

Besonders freute uns, dass gemeinsam mit uns das Jenaer Bündnis für Familie im oncgnostics-Shirt antrat. Gemeinsam bildeten wir ein großes oncgnostics-Team, das den Lauf mit viel Spaß bewältigte. Dabei lief jeder innerhalb von einer Stunde so viele 1000-Meter-Runden, wie er schaffte. Der Erlös des Laufes geht an die regionale Gruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs Landesverband Thüringen e.V.

Beide Ereignisse werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben, da wir im Team viel Spaß hatten und nicht nur für uns, sondern auch für wirklich förderungswürdige Projekte etwas tun konnten.

Leben mit Krebs

Diagnose Krebs: Wie geht das Leben weiter? Ein Überblick über Beratungsstellen und -möglichkeiten

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache der Deutschen. Dabei steigt die Zahl derjenigen, die eine Krebserkrankung überleben, durch die immer besser werdende medizinische Versorgung stetig an.

Dafür setzt sich auch oncgnostics mit dem Abklärungstest GynTect® ein. GynTect® klärt frühzeitig ab, ob bei einer Patientin Gebärmutterhalskrebs entsteht oder vorliegt.

An Gebärmutterhalskrebs erkranken jährlich fast 5000 Frauen, von denen etwa 3400 die Krankheit überleben. Nicht zuletzt durch die Vorsorge, die vom Gynäkologen durchgeführt wird, ist die Zahl der Frauen, die daran sterben, stark zurückgegangen. Durch die HPV-Impfung, die vor 10 Jahren eingeführt wurde, kann außerdem die Zahl der Frauen, die überhaupt daran erkranken, stark gesenkt werden. Leider gibt es immer noch zu wenig Mädchen, die diese Möglichkeit in Anspruch nehmen.[1]

Durch die verbesserten medizinischen Gegebenheiten wird das Leben mit oder nach einer Krebserkrankung immer allgegenwärtiger.

 

 

Welche Hilfen gibt es in Deutschland und wie wird geholfen?

Die Hilfe ist so vielfältig wie die Krebserkrankungen selbst.

Wichtig ist, dass Sie sich fundiert informieren. Scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt zu fragen. Ärzte stehen häufig in gutem Kontakt zu örtlichen Organisationen.

Umfangreiche Informationen, wie man mit der Diagnose Krebs sowie mit der Krankheit während und nach der Therapie umgehen kann, findet man hier:

Krebsinformationsdienst

Deutsche Krebsgesellschaft

Deutsche Krebshilfe

 

 

Beratung rund um das Thema Krebs

Unter der Telefonnummer 0800 80708877 kann man sich montags bis freitags 8-17 Uhr rund um das Thema Krebs kompetent beraten lassen. Oder Sie senden eine Mail an:

krebshilfe@infonetz-krebs.de.

Unter Infonetz Krebs können Sie vorab nachlesen, zu welchen Themen Sie sich beraten lassen (Diagnose, Therapie, Krankengeld, Zuzahlungen, seelische und soziale Belastungen…) und was sie von einem Gespräch erwarten können.

Wenn Sie eine zusätzliche Meinung zu derjenigen ihres behandelnden Arztes einholen wollen, können Sie dies z.B. einfach über „Zweitmeinung Krebs“ tun. Das ist ein Service, der von der Felix Burda Stiftung ins Leben gerufen wurde und mittlerweile alle Krebsarten abdeckt.

Tel: 089/231 414 747

 

 

Austausch über Internetforen

Die oft sehr individuellen Erfahrungsberichte sollten nicht verallgemeinert werden und dienen nicht unbedingt als Orientierung. Oft beunruhigen emotionale Erfahrungsberichte eher, als dass ein Informationsgewinn und sinnvolle Verhaltensregeln abgeleitet werden können.

Wer dennoch das Bedürfnis hat, sich im Internet auszutauschen, kann dies zum Beispiel gut im „Krebskompassforum“ tun. Der Deutsche Krebsinformationsdienst stellt das Forum bereit.

 


Selbsthilfegruppen

Zugegeben, der Begriff „Selbsthilfegruppe“ ist negativ belastet. Jedoch bietet der Austausch mit gleichermaßen Betroffenen einen hohen Mehrwert. Dabei steht die emotionale Seite nicht immer im Vordergrund – es geht oftmals um viele alltagspraktische Dinge, die sich besser regeln lassen, wenn man andere Beispiele und Lösungen kennt.

Über den Sinn und Inhalte von Selbsthilfegruppen bei Krebspatienten allgemein informiert die Deutsche Krebshilfe ausführlich hier.

 

Das „Netzwerk statt Krebs“ ist vor allem eine Online-Selbsthilfegruppe. Auf der Webseite gibt es viele Möglichkeiten, sich auszutauschen und in Aktion zu treten. Das Netzwerk plant in Zukunft Treffen von Selbsthilfegruppen vor Ort.

 

Bundesweit aktiv ist auch die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). Sie ist nach eigenen Angaben eine der ältesten und größten Krebs-Selbsthilfeorganisationen in Deutschland und zudem nicht nur für an Krebs erkrankte Frauen, sondern richtet sich ebenso an betroffene Männer.

Die FSH hat viele Selbsthilfegruppen vor Ort, an die Sie sich jederzeit wenden können.

Orientierung im Dschungel der Selbsthilfegruppen bietet außerdem der Krebsinformationsdienst.

Du bist kostbar

Eine schöne Initiative, bei der Betroffene andere an Krebs Erkrankte mit ihrer Geschichte motivieren, ist „du bist kostbar„. Sie wurde 2012 von der Hessischen Krebsgesellschaft ins Leben gerufen. Eindrucksvoll sind die Videos, in denen die persönlichen Geschichten erzählt werden. Auch eine von Gebärmutterhalskrebs Betroffene ist dabei.

Die Initiative bietet an, Postkarten zu verschicken mit dem zu ergänzen Spruch: „Du bist mir kostbar, weil…“

 

 

 

 

Hilfe speziell für an Gebärmutterhalskrebs Erkrankte Frauen und deren Angehörige

Es gibt unzählige Hilfegruppen und Vereine für Menschen, die an Krebs erkrankt sind und deren Angehörige. Es gibt aber auch Hilfen, die sich speziell an Frauen, welche an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind, richten.

Umfangreiche und seriöse erste Informationen erhalten Sie vom Krebsinformationsdienst unter der Überschrift „Gebärmutterhalskrebs: Leben mit und nach der Erkrankung„.

 

 

Eine außergewöhnliche Frau – Myriam von M

Myriam von M erkrankte zunächst an Vulvakrebs und schließlich an Gebärmutterhalskrebs. Sie beschloss, Ihren Kampf gegen Krebs öffentlich zu machen mit der Kampagne „Fuck Cancer“, die mittlerweile seit über drei Jahren läuft. Myriam ist zur Ansprechpartnerin für viele Betroffene geworden. Mittlerweile gibt es einen Film, der sogar im Kino lief und in dem auch viele weitere Betroffene zu Wort kamen mit dem Titel „Wir Helden gegen Krebs“.

Besonders aktiv ist Myriam auf ihrer Facebookseite.

 

 

Zervita – die Aufklärungsstelle für HPV und Gebärmutterhalskrebs

ZERVITA ist eine bundesweite Aufklärungsstelle über Gebärmutterhalskrebs und Humane Papillomviren (HPV). Sie wurde vor elf Jahren vom Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg, dem Deutschen Grünen Kreuz e.V. und dem Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gegründet. ZERVITA besteht aus wissenschaftlichen Fachverbänden, Berufsverbänden und Krebsorganisationen.

Der Name setzt sich übrigens aus den Begriffen „Zervix“ (Gebärmutterhals) und „vita“ (Leben) zusammen. Zervita klärt unermüdlich über HPV und Gebärmutterhalskrebs auf, damit die Krankheit und die Zahl der Todesfälle weiter zurückgehen. Gebärmutterhalskrebs lässt sich früh erkannt gut behandeln bzw. lässt sich das Risiko einer Ansteckung mit den krebsauslösenden Viren durch die HPV-Impfung sehr stark vermindern.

 

[1] Quelle: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/article/940694/hpv-impfung-oft-versaeumte-chance-krebs.html

IQ_Innovationspreis Mitteldeutschland 2017

Porträt anlässlich des IQ Innovationspreis‘ veröffentlicht

Anlässlich des IQ Innovationspreis‘ Mitteldeutschland 2017, den wir am 20.06. im Cluster Life Sciences verliehen bekommen haben, wurden wir und unser Abklärungstest GynTect noch einmal porträtiert.

Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Unsere Pressemeldung dazu finden Sie hier

Die neue IVDR - Bürokratie oder Innovation

Neue IVD-Verordnung (In-Vitro-Diagnostik Verordnung) verschärft Regularien

Das EU-Parlament hat eine neue Verordnung zur In-Vitro-Diagnostik (IVD) verabschiedet. Damit wird die deutsche IVD-Richtlinie (IVDD) von der europäischen Verordnung (IVDR) abgelöst. Bislang gab es drei europäische Richtlinien (eine für Medizinprodukte, eine für aktive implantierbare Geräte und eine für In-Vitro-Diagnostika). Diese mussten jeweils in nationales Recht umgesetzt werden. Die neuen Regularien „Medical Device Regulation“ (MDR) und In-Vitro-Diagnostic Regulation (IVDR) müssen nicht mehr nationalisiert werden und sind sofort in Kraft getreten.

Es beginnt nun für die IVDR eine fünfjährige Übergangsfrist. Ab dem 26. Mai 2022 ist die neue IVDR dann für alle verbindlich. In dieser Zeit müssen Hersteller von derzeit auf dem Markt befindlichen IVD die Einhaltung der neuen Anforderungen nachweisen. Generell verschärfen sich die Regularien für alle Medizinprodukte und wir möchten hier einen kurzen Überblick über die wesentlichen Änderungen geben.

Zuallererst: Was ist In-Vitro-Diagnostik?

In-Vitro kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „im Glas“. Gemeint sind alle organischen Vorgänge, die außerhalb eines lebenden Organismus ablaufen. Darunter fällt auch unser Abklärungstest GynTect, da der Test Ergebnisse anhand eines Gebärmutterhals-Abstriches liefert und außerhalb des Körpers, d.h. im Labor durchgeführt wird.[1]

Wichtige Änderungen durch die IVDR

Je nachdem, welcher Risikoklassifizierung die Produkte unterliegen, werden bestimmte Verfahren verlangt, wie der Hersteller die Sicherheit, Leistung und Qualität der Produkte belegen muss. Diese Verfahren werden Konformitätsbewertung genannt. Bisher unterschied die IVDD die Klasse A und B, Produkte zur Eigenanwendung sowie sonstige IVD.

Die IVDR unterscheidet nun die Klassen A (unkritisch) bis D (hochkritisch). GynTect fällt dabei in die Klasse C (risikoreich), vorher fand man Tests wie GynTect unter „Sonstiges“. Von dieser neuen Einordnung sind sehr viele Medizinprodukte betroffen, gerade Produkte zur Krebsdiagnostik werden vorwiegend in der Kategorie „C“ eingestuft.

Mit der neuen Klassifizierung sind neue und höhere Anforderungen verknüpft, die kosten- und zeitaufwendig sind. Diese Anforderungen, die zeitgleich bei vielen Produkten gestiegen sind, werden an den Behördenstellen wie den „Benannten Stellen“ (staatlich ernannte und überwachte Prüfstellen) zu massiven Verzögerungen führen, da nun mehr Produkte durch „Benannte Stellen“ kontrolliert und geprüft werden müssen und daher die neuen Regelungen längere Zulassungsdauern erfordern. Auch Optimierungen eines Produktes werden somit langwierige Prozesse durchlaufen müssen.

Zusätzlich zur stärkeren Einbindung der Behörden beim Zulassungsprozess sollen verstärkt unangekündigte Audits der Firmen mit IVD Produkten am Markt durch die „Benannten Stellen“ durchgeführt werden. Eine Forderung der IVDR, bei der die praktische Umsetzung noch unklar ist.

Eine sinnvolle Neuregelung ist die Einführung von „UDIs“ (Unique Device Identification). Es gibt nun einheitliche und eindeutige Produkt- und Chargennummern, die in das System „Eudamed“ eingetragen werden müssen und die eigene Dokumentation muss auf dieses Verfahren umgestellt werden. So ist für die Patienten ein besserer Schutz durch eindeutige Rückverfolgbarkeit vom Endanwender bis hin zu sämtlichen Einzelkomponenten des IVD garantiert.

Fazit

Die IVDR hat die bisherigen Regularien deutlich verschärft. Die Intention der neuen Verordnung ist in erster Linie der Schutz des Patienten. Jedoch wird durch den hohen Aufwand gerade kleinen und innovativen Firmen der Marktzugang erschwert. Außerdem ist fraglich, inwieweit der Patientensicherheit genüge getan wird, wenn Hersteller einige ihrer Produkte vom Markt nehmen anstatt sie unter hohen Kosten erneut zuzulassen.

Ob die IVDR zu mehr Sicherheit für Patienten, Anwender und Dritte führt, muss sich nun herausstellen. Sicherlich führt sie jedoch zu mehr Bürokratie und weniger Innovation.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie hier.

 

[1] Eine genauere Definition, was unter In-Vitro Diagnostik fällt, liefert die Medizinprodukterichtline MDD (93/42/EWG)

Laborjournal

Dr. Martina Schmitz im Interview mit dem Laborjournal

In der aktuellen Ausgabe des Laborjournals ist ein zweiseitiges Interview mit oncgnostics-Geschäftsführerin Martina Schmitz zum Thema Crowdfunding zu finden. Kein Wunder, ist doch unsere Crowdinvesting-Kampagne im letzten Jahr sehr erfolgreich gewesen. Im Interview wird außerdem oncgnostics und unser Produkt GynTect kurz vorgestellt.

 

Den Artikel können Sie hier lesen.

Family Day 2017

oncgnostics beim Family Day 2017

Kein Licht, kein Mikro, kein Beamer, keine Klimaanlage funktioniert bei der Hitze, kein Zugang zum Parkhaus, weil die Schranken nicht öffnen…

Der Family Day 2017 begann mit einem kleinen Schreck, denn genau zum Start gab es einen Stromausfall im gesamten Stadtviertel von Bonn. Die Veranstalter setzten aber alles daran, zügig Generatoren heran zubekommen, so dass die Aufregung schnell vergessen war und sich auf das Wesentliche konzentriert werden konnte. Schließlich ist der Family Day Deutschlands führende Start-Up Konferenz, ausgerichtet vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF).

Dieses Jahr gab es mehr als 1.000 Teilnehmer, davon werden über 300 vom HTGF gefördert. Außerdem waren über 400 Investoren anwesend, über 100 Industrievertreter sowie andere Gäste wie Consultants, Rechtsanwälte und viele mehr. Die Veranstaltung wächst jedes Jahr und gewinnt jedes Mal an Internationalität.

Jedoch weniger das zweitägige Rahmenprogramm, sondern die Möglichkeit zum Netzwerken steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Bereits im Vorfeld konnte man dazu 1:1 Meetings mit anderen Teilnehmern vereinbaren.

Für uns war die Veranstaltung nicht nur eine Bereicherung an Wissen, sondern auch eine gute Gelegenheit, sich weiter zu vernetzen im Bereich der Gründer, Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft.

Wir freuen uns schon auf neue Gesichter und Gespräche im nächsten Jahr!

Kleine Pause beim Family Day

Die Mitarbeiter von CJMT im Labor von oncgnostics

Chinesische Sinopharm-Tochter CJMT lernte in Jena alles rund um GynTect kennen

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen oncgnostics und Changchun Jienuo Medical Technology (CJMT), Tochter des chinesischen Pharmakonzerns Sinopharm, verbrachten chinesische Mitarbeiter drei Wochen in Jena, um die Herstellung, Durchführung und Auswertung von GynTect kennenzulernen und in Zukunft selbst anwenden zu können.

GynTect ist ein Testverfahren zur frühzeitigen Diagnose von Gebärmutterhalskrebs, welches die Untersuchung und Behandlung der betroffenen Frauen nicht nur erleichtert, sondern auch sicherer macht. Die Gäste der chinesischen Firma CJMT lernten hierbei nicht nur den Aufbau und die Herstellungsprozesse kennen, sondern auch regulatorische Aspekte bei der Herstellung und dem Verkauf des in Europa bereits zugelassenen Medizinprodukts.

oncgnostics führte als Gastgeber insgesamt vier Mitarbeiter aus den Bereichen Laborleitung, Qualitätsmanagement und Medizintechnik in die Welt von GynTect ein. Die Gäste durften selber bei der Produktion des Testverfahrens mitwirken und bekamen sowohl ein Briefing in der Labororganisation unter der Medizinproduktenorm, als auch in den Qualitätskontrollen der eingekauften Waren.

Gemeinsame Wanderung

Außerdem beinhaltete der Aufenthalt anregende Diskussionen und die Planung von klinischen Studien und Marketingstrategien, beispielsweise die Inhalte von Werbematerialien wie Flyer und Broschüren. Während des dreiwöchigen Projekts tauschten wir uns auch auf kultureller Ebene aus und besichtigten mit Wanderungen und Abendessen gemeinsam die Stadt und Region.

„Wir schätzen sehr, dass wir mit oncgnostics zusammenarbeiten dürfen. Die vergangenen Wochen bei dem jungen und dynamischen Unternehmen waren aufregend und eindrucksvoll“, teilten unsere neuen chinesischen Bekannten mit, als sie wieder gut in Shanghai angekommen waren.

Die chinesische Firma CJMT hatte zuvor eine exklusive GynTect-Lizenz für China erhalten. Die Pressemeldung zur Vertriebspartnerschaft finden Sie hier.