Auch langjährige Raucher senken ihr Krebsrisiko, wenn sie mit dem Rauchen aufhören. Die Sucht zu überwinden ist nicht einfach, doch die Aussicht auf gewonnene Lebensjahre kann motivieren. Im besten Fall senken auch späte Tabakabstinenzler ihr erhöhtes Krebsrisiko komplett.

Die meisten Menschen fangen bereits im Jugendalter mit dem Rauchen an. Rauchen gehört zum freien Lebensgefühl, die Gedanken kreisen um das Hier und Jetzt, unmerklich wandelt sich das gelegentliche „Mal-Ziehen“ in eine Sucht. Plötzliche ist der Raucher oder die Raucherin 30 Jahre alt und kann auf eine mehr als zehnjährige Tabakkariere zurückblicken. Der naheliegende Gedanke: Nun lohnt sich das Aufhören auch nicht mehr – ist falsch!!!

Das erhöhte Krebsrisiko lässt sich senken

Wie der Deutsche Krebsinformationsdienst schreibt, können ehemalige Raucher, die mit 30 Jahren mit dem Rauchen aufhören, ihr erhöhtes Krebsrisiko wieder auf ein normales Risiko senken. Dieser Umkehreffekt kann jedoch einige Jahre dauern. Selbst wer erst mit 40 Jahre das Rauchen einstellt, senkt sein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken.

Tabakkonsum verursacht nicht nur Lungenkrebs

Da Tabak inhaliert wird, verbinden viele dessen Konsum mit der Entstehung von Lungenkrebs. Tatsächlich ist diese nur eine von vielen Krebsarten, die in Verbindung mit dem blauen Dunst steht. Ebenso verursacht Rauchen Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Krebs der Gallenblase und Gallenwege, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Vulvakarzinom, Blasen- und Harnleiterkrebs oder Nierenkrebs. Dazu ist der Tabakkonsum für fast alle Kopf-Hals-Tumor verantwortlich. Hierzu zählen Krebs der Mundhöhle, des Mund- und Nasenrachenraums, der Nasenhöhle, der Nasennebenhöhle sowie des Kehlkopfes.

Früh erkannter Krebs rettet Leben

Auch wer früh mit dem Rauchen aufhört oder nie einen Glimmstängel anrührte, sollte regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen. Denn grundsätzlich gilt: Je früher Krebs erkannt wird, desto besser ist er behandelbar. In Deutschland gibt es unterschiedliche organisierte Programme zur Krebsfrüherkennung. Diese sind Geschlecht und Alter angepasst und werden von den Krankenkassen übernommen. Allerdings decken die Programme nicht alle Krebsarten ab.

Spät erkannte Tumoren

Insbesondere Tumoren im Kopf-Hals-Bereich werden oft spät erkannt. Die Symptome sind diffus und die Diagnose ist häufig sehr aufwendig. Zudem gibt es noch kein einheitliches und durch die Krankenkassen bezahltes Programm zu Früherkennung von Kopf-Hals-Tumoren. Deswegen forschen wir derzeit an einem Krebstest, der nur anhand einer Speichelprobe erkennt, ob ein Tumor im Kopf-Hals-Bereich vorliegt.

Mit der Entwicklung des Pap-Tests legte der Pathologe George Nicholas Papanicolaou den Grundstein für eine systematische Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung. Nach rund 100 Jahren hat sich die Gebärmutterhalskrebsvorsorge weiterentwickelt.

In den 1920ern forschte George Nicholas Papanicolaou intensiv und veröffentlichte dann 1928 seine Ergebnisse zum Papanicolaou-Test, kurz Pap-Test genannt. Der Pap-Test machte eine frühe Untersuchung des Zellgewebes am Gebärmutterhals möglich und damit auch eine frühe Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland gibt es eine systematische Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung mit Verwendung des Pap-Tests seit 1971. Der Erfolg konnte sich sehen lassen: Die Neuerkrankungs- und Sterblichkeitsrate sank um etwa 60 bis 70 Prozent.

Wie funktioniert der Pap-Test?

Beim Pap-Test werden Gewebeproben unter dem Mikroskop auf Zellveränderungen untersucht. So können Krebsvorstufen oder bereits Gebärmutterhalskrebs früh erkannt werden. Dafür entnimmt der Frauenarzt eine Abstrichprobe vom Gebärmutterhals. Die Ergebnisse des Pap-Tests werden in verschiedene Gruppen Pap I bis Pap V eingeteilt und weisen auf den Schweregrad der Veränderung hin.

Kritik am Pap-Test

Ohne Zweifel stellt die Erfindung des Pap-Tests vor fast 100 Jahren und dessen systematische Einführung vor rund 50 Jahren einen Meilenstein in der Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung dar. Doch gibt es auch Kritik am Pap-Test. Denn sein Ergebnis kann falsch negativ sein. Das bedeutet, dass Zellveränderungen übersehen werden. Ebenso kann ein Pap-Test falsch positiv sein. Das bedeutet, dass eigentlich gesunde Frauen einen auffälligen Befund erhalten. Der falsche Alarm ist nicht nur nervenaufreibend für die Patientin, sondern kann auch zu Übertherapien führen.

Pap-Test in der aktuellen Gebärmutterhalskrebsvorsorge

In der aktuellen Gebärmutterhalskrebsvorsorge ist der Pap-Test noch immer nicht wegzudenken. Doch wurde Anfang 2020 ein neues Programm zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung etabliert. Frauen ab 20 Jahren haben noch immer jährlich Anspruch auf einen Pap-Test, bei Frauen ab 35 Jahren bekommt der Pap-Test dann jedoch Verstärkung durch einen HPV-Test, in Form des Co-Testings. Dieser weist eine Infektion mit Humanen Papillomviren nach, denn bestimmte HPV-Typen können Gebärmutterhalskrebs verursachen. Und auch wir von der oncgnostics GmbH erforschen und entwickeln intensiv neue Möglichkeiten, um Gebärmutterhalskrebs schonend und sicher zur erkennen.

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Normalerweise spielt sich in einem Labor vieles hinter verschlossenen Türen ab. Strenge Qualitäts- und Hygieneregeln gewähren nur Mitarbeitern Eintritt. Doch anlässlich des Welttages des Labors öffnen wir heute unsere Tür – in Form unseres brandneuen Videos zur Durchführung von GynTect, unseres Tests auf Gebärmutterhalskrebs.

Schritt für Schritt leitet unser Tutorial interessierte Laboranten durch die Abläufe unseres molekularbiologischen Tests GynTect zur Abklärung von Gebärmutterhalskrebs. Endlich können nun auch Gynäkologen sehen, was mit der zervikalen Abstrichprobe passiert, die sie für GynTect zum Labor geschickt haben.

Der Videodreh: ein nachgebautes Labor

Während das Video in wenigen Minuten die wichtigsten Informationen auf den Punkt bringt, war dessen Dreh ein aufwendiges und aufregendes Ereignis für uns. Einen ganzen Tag lang drehte Kameramann Eberhard Schorr – nein, nicht im Labor, sondern an einem separaten Set. Platz- und Lichtverhältnisse wären im Labor nicht ausreichend gewesen.

Videodreh für die Anleitung zur Durchführung von GynTect

Applikationsspezialistin vor der Kamera

Normalerweise führt unsere Applikationsspezialistin Kristin Eichelkraut die Arbeitsschritte im Labor routiniert und zügig aus. Für den Video-Dreh galt es aber plötzlich ganz neue Dinge zu beachten: „Für den Dreh hatte ich nur das nötigste Labor-Equipment zur Verfügung und es stand auch nicht alles am gewohnten Platz. Das war notwendig, denn wir haben die Geräte so drapiert, dass sie für die Kamera gut erkennbar sind. Ich musste außerdem die Arbeiten viel langsamer durchführen als gewohnt“, erzählt Kristin Eichelkraut. „Zudem habe ich darauf geachtet, dass meine Finger bei der Arbeit keine wichtigen Details verdecken.“

Laborarbeit aus einem anderen Blickwinkel

Der Videodreh ließ die erfahrene Applikationsspezialistin die Abläufe des GynTect-Tests aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen. Zwar weiß Kristin Eichelkraut wie sie Kunden und interessierten Laboranten die Arbeitsschritte verständlich erklärt, doch beim Videodreh wurden die einzelnen Schritte noch einmal ganz genau unter die Lupe genommen. „Manche Szenen mussten wiederholt werden, damit die Kamera unterschiedliche Perspektiven einnehmen konnte. Da galt es, die einzelnen Arbeitsschritte gut im zu Blick zu behalten.” Auch musste Kristin Eichelkraut gleichzeitig an die Interessen unserer Kunden, also den zukünftigen Zuschauern des Videos, denken. „Da der Kameramann natürlich die Abläufe im Labor nicht kannte, entschied ich, was besonders wichtig ist und was wir im Video zeigen wollen.“

GynTect-Video ab sofort verfügbar

Das Video zur Durchführung von GynTect soll bestehende Kunden und Partner bei der Laborarbeit unterstützen. Interessierte Laboranten oder Ärzte erhalten durch das Video einen Einblick in unseren molekularbiologischen Test zur Abklärung von Gebärmutterhalskrebs. Wer nur einen schnellen Überblick benötigt, kann sich diesen in rund 50 Sekunden verschaffen. Wer genau wissen will, wie GynTect durchgeführt wird, dem steht unser gut sieben minütiges Tutorial zur Verfügung. Beide Videos sind auch in Englisch (kurz/lang) verfügbar.

Frohe Ostern! Wir verabschieden uns aus dem coronabedingten Homeoffice und begrüßen den Osterhasen … nun ja, zu Hause! Die letzten Wochen waren besonders, verrückt und zugleich war es auch toll zu sehen, wie wir alle an einem Strang gezogen haben. Während einige Kolleginnen ins Homeoffice abtauchten, hielt der Rest im Labor und Büro die Stellung – natürlich mit Mindestabstand! Nun freuen wir uns auf ein ebenso besonderes und verrücktes Osterfest mit vielen familiären Videokonferenzen. Wir wünschen schöne Tage und viel Gesundheit!

 

Das Gesundheitssystem in Kuba schaute sich Dr. Alfred Hansel Anfang März genau an. Der oncgnostics Geschäftsführer reiste zum „Cuban-German Healthtech Summit“ nach Havana. Gebärmutterhalskrebs und seine Früherkennung ist auch in Kuba ein großes Thema.

Oncgnostics Geschäftsführer Dr. Alfred Hansel machte sich vor Ort ein Bild sowohl vom kubanischen Gesundheitssystem als auch vom dazugehörigen Markt. Im Rahmen einer vom Bundeswirtschaftsministerium organisierten Delegationsreise trafen die Vertreter von 10 deutschen Unternehmen aus der Medizinbranche mit Vertretern der kubanischen Gesundheitswirtschaft zusammen. Letztere gaben einen Einblick in ihre Arbeit und in das kubanische Gesundheitssystem, während die deutschen Unternehmen sich in Kurzvorträgen dem kubanischen Publikum vorstellten. In anschließenden bilateralen Gesprächen wurden dann Kooperationsmöglichkeiten diskutiert. Besonders intensiven Austausch hatte Dr. Hansel mit dem Clinical-Surgical Hospital „Hermanos Ameijeiras“ das sich sehr für den von der oncgnostics GmbH entwickelten Gebärmutterhalskrebs-Früherkennungstest GynTect interessierte und Dr. Hansel zu Einzelgesprächen einlud.

Früherkennung auf Gebärmutterhalskrebs

Das kubanische Gesundheitssystem ist fortschrittlich. Der Pap-Test wird bereits seit Ende der 1960er Jahre für die Gebärmutterhalskrebsvorsorge eingesetzt. Alle drei Jahre können kubanische Frauen den Test durchführen lassen. Mit Erfolg: Die Zahl der Neuerkrankungen und auch die Todesrate sank stetig. Doch seit den 1990er Jahren wendet sich der Trend. Es erkranken wieder mehr Frauen an Gebärmutterhalskrebs und es sterben auch mehr Frauen daran. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt. Möglicherweise ist das Untersuchungsintervall von drei Jahren nicht ausreichend. Außerdem gehen nur etwa 70% der Frauen tatsächlich regelmäßig zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung.

Zusammenarbeit an Studie

Das Clinical-Surgical Hospital „Hermanos Ameijeiras“, größte Klinik in ganz Kuba und Referenzzentrum für Forschung und Lehre, möchte in Kürze mit einer Studie dazu beitragen, die Gebärmutterhalskrebsvorsorge in Kuba zu verbessern.

„Vertreter der Klinik zeigten großes Interesse an unserem Test auf Gebärmutterhalskrebs GynTect. Aktuell haben sie eine Studie in den Startlöchern, die die Überlegenheit des HPV-Tests gegenüber dem Pap-Abstrich aufzeigen soll. Wir haben intensiv über eine Erweiterung der Studie durch den Einsatz von GynTect gesprochen. In den nächsten Tagen arbeiten wir die in Kuba angestoßenen Überlegungen aus, um diese möglicherweise bald umzusetzen,“ erzählt Dr. Alfred Hansel.

Seit diesem Jahr ist neben dem Pap-Test auch der HPV-Test Teil des geregelten Programms zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung. Dieses Vorgehen wird Co-Test oder auch Kombinationsuntersuchung oder Kombinationstest genannt. Welchen Nutzen bringt die zusätzliche Untersuchung??

Während Frauen ab 20 Jahre weiterhin einmal jährlich bei ihrem Frauenarzt den Pap-Test erhalten können, kommt für Frauen ab 35 Jahre seit Januar 2020 der HPV-Test hinzu. Wahrscheinlich merkt kaum eine Frau den Unterschied bei ihrem Gynäkologen, denn für beide Tests nimmt dieser mit einem kleinen Bürstchen eine gynäkologische Abstrichprobe. Um beide Tests zu verstehen, lohnt ein Blick auf die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

Gebärmutterhalskrebs entsteht aus einer HPV-Infektion

Für Gebärmutterhalskrebs ist praktisch immer eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) verantwortlich. Die Viren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Selbst Kondome bieten keinen hundertprozentigen Schutz. In den meisten Fällen heilt diese Infektion aber von selbst aus. Die betroffenen Frauen merken noch nicht einmal etwas davon. In wenigen Fällen ist die HPV-Infektion jedoch hartnäckig und hält mehrere Jahre an. Dann können sich Zellveränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses entwickeln. Auch diese können sich von selbst zurückbilden. In seltenen Fällen entwickelt sich aber daraus Gebärmutterhalskrebs. Diese Entwicklung dauert allerdings mehrere Jahre.

Der Pap-Test oder die zytologische Untersuchung

Zellveränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses können mit dem Pap-Test entdeckt werden. Dabei nimmt der Frauenarzt mit einem speziellen Bürstchen eine Abstrichprobe am äußeren Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhalskanal. Diese Probe wird dann an ein Labor geschickt. Dort wird sie eingefärbt und unter dem Mikroskop untersucht.

Frauen mit auffälligen Pap-Befunden haben nicht automatisch Krebs. Viele Zellveränderungen heilen von selbst aus. Je nach Schweregrad des Pap-Befundes entscheiden sich Arzt und Patientin für eine Wiederholung des Pap-Testes nach einigen Monaten, oder der Arzt empfiehlt eingehendere Untersuchungen, wie eine Kolposkopie mit gegebenenfalls Gewebeentnahme, also Biopsie.

Test auf HPV ab 35 Jahre

Da sich Gebärmutterhalskrebs aus einer HPV-Infektion entwickelt, werden Frauen ab 35 Jahre außerdem auf Humane Papillomviren getestet. Jüngere Frauen infizieren sich sehr viel häufiger mit HPV, so dass bei ihnen ein positives Ergebnis nicht so aussagekräftig wäre. Bei Frauen ab 35 Jahre sind dagegen HPV-Infektionen sehr viel seltener. Damit kann im Fall eines unauffälligen Befundes beim Pap-Test zusammen mit einem negativen Ergebnis aus dem HPV-Test auch der Abstand der Untersuchungen auf drei Jahre verlängert werden, denn: Frauen mit einem negativen HPV-Test, können sich sehr sicher sein, zum aktuellen Zeitpunkt und auch in den folgenden 3 Jahren kein Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu haben.

Liegt bei Frauen ab 35 Jahre eine HPV-Infektion vor, wird meist viel häufiger eine Gewebeveränderung festgestellt. Diese muss wiederum mit Maßnahmen wie Kolposkopie und gegebenenfalls Biopsie abgeklärt werden. Trotzdem ist auch bei ihnen ein positiver HPV-Test noch kein Grund zur Panik. Wie bereits beschrieben, heilen die meisten Infektionen von allein aus. Diejenigen mit ernsthafter Erkrankung werden mit dieser Methode aber gegebenenfalls viel früher entdeckt und haben damit sehr viel bessere Chancen auf vollständige Heilung.

Co-Testing aus Pap- und HPV-Test

Da kein Test zu einhundert Prozent sicher ist, soll die Kombination aus Pap- und HPV-Test diese Lücke schließen. Wie es nach dem Co-Test, auch Co-Testing genannt,  weiter geht, hängt von den unterschiedlichen Ergebnissen ab.

Liegt beispielsweise keine HPV-Infektion vor, der Pap-Befund ist aber leicht auffällig, wird die Co-Testung nach etwa 1 Jahr wiederholt. Ebenso wird der Kombinationstest wiederholt, wenn die betroffene Frau zwar HPV-positiv ist, aber der Pap-Befund keine oder nur eine leichte Auffälligkeit aufweist.

Hat eine Frau eine HPV-Infektion und bekommt gleichzeitig einen stärker auffälligen Pap-Befund, wird über eine Kolposkopie gegebenenfalls mit Biopsie der Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs abgeklärt.

Humane Papillomviren sind eine Gruppe von Viren, die weit verbreitet sind. In den meisten Fällen bemerken die Betroffenen von ihrer Infektion gar nichts. Bestimmte HPV-Typen sind jedoch für die Entstehung von Tumoren, wie Gebärmutterhalskrebs, verantwortlich.

Fast jeder Mensch infiziert sich irgendwann in seinem Leben mit HPV. Übertragen werden die HP-Viren hauptsächlich über Hautkontakt, aber auch durch Geschlechtsverkehr. Oft bleibt die Infektion unentdeckt, da keine Symptome bemerkt werden und die Infektion heilt von selbst wieder aus. Es können jedoch auch harmlose oder unangenehme Warzen, wie beispielsweise Genitalwarzen, entstehen. In wenigen Fällen und bei bestimmten HPV-Typen kommt es zu einer chronischen HPV-Infektion, die mehrere Jahre andauern kann. Dabei können bösartige Zellveränderungen entstehen. Krebsvorstufen oder Krebs können die Folge sein. HP-Viren sind insbesondere für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Aber auch Tumore im Mundbereich sowie an Scheide, Penis und im Analbereich sind auf Humane Papillomviren zurückzuführen.

HPV-Hochrisiko-Typen

Nicht alle HP-Viren verursachen Krebs. Bisher sind laut dem Robert Koch-Institut über 200 HPV-Typen vollständig identifiziert. Sie lassen sich in fünf verschiedene Arten einteilen: Alpha-, Beta-, Gamma-, Mu- und Nu-HPV. Nur die Gruppe der Alpha-HPV kann beim Menschen die Haut und Schleimhaut infizieren.

Generell lassen sich die Typen in Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen einteilen. Die Niedrigrisikotypen („low-risk“ Viren) können zu Warzen im Genitalbereich führen. Eine lebensbedrohliche Erkrankung ist durch sie jedoch kaum zu befürchten. Hochrisikotypen (high-risk Viren) können bösartige Zellveränderungen, also Krebs, verursachen.

Schutz vor einer HPV-Infektion

Eine Impfung gegen HPV ist der wirksamste Schutz vor einer HPV-Infektion. Denn auch Kondome schützen beim Sex nicht ausreichend. Kinder ab neun Jahre können gegen bestimmte Hochrisiko-HPV-Typen geimpft werden. Generell gilt: Am besten sollte die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Das gilt sowohl für Jungen als auch für Mädchen. Denn die Impfung schützt nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs. Auch andere Krebsarten stehen in Verbindung mit HPV. Zusätzlich zur Impfung sollten Frauen regelmäßig zu ihrem Frauenarzt zur Krebsvorsorge gehen.

Unternehmen in Ostthüringen

Wir sind das Unternehmen des vierten Quartals 2019 in Ostthüringen! Die Leser der Ostthüringer Zeitung haben uns gewählt! Vielen Dank dafür!

Anfang Dezember war spannend für uns. Die oncgnostics GmbH wurde in der Reihe „Unternehmen in Ostthüringen“ der Ostthüringer Zeitung (OTZ) vorgestellt. Wöchentlich werden unter dieser Rubrik spannende Unternehmen aus der Region porträtiert. Am Ende jedes Quartals wählt eine Fachjury einen Gewinner. Außerdem dürfen die Leser der OTZ über den Publikumspreis abstimmen. Wir freuen uns, dass sich die Leser für uns entschieden haben! Im Februar besuchte uns dann OTZ-Chefredakteur Jörg Riebartsch höchstpersönlich und überreichte uns unsere Urkunde.

Chancen auf das Unternehmen der Dekade

Im Mai steigt noch einmal die Anspannung! Denn in diesem Jahr gibt es bei der OTZ eine Besonderheit. Es wird nicht nur das Unternehmen des Jahres 2019 aus allen Quartalsgewinnern gekürt, außerdem wird das Unternehmen der Dekade ermittelt! Wir hoffen auf zahlreiche Stimmen und freuen uns auf die feierliche Festveranstaltung zu diesem Anlass.

Abstimmen für oncgnostics

Ab sofort kann auf der Gewinnspielseite der OTZ für das Unternehmen des Jahres abgestimmt werden. Wer auf den Link oder beistehenden Button klickt, landet direkt auf der Gewinnspielseite. Hier muss bis zur Rubrik “Unternehmen in Ostthüringen” herunter gescrollt werden. Allen Teilnehmern ist nicht nur unser Dank gewiss, wer abstimmt sichert sich außerdem die Chance auf einen Reisegutschein. Mitmachen lohnt sich also in jedem Fall!

 

J.P. Morgan - oncgnositcs GmbH

Die „38th Annual J.P. Morgan Healthcare Conference“ brachte in San Francisco wieder Vertreter der Biotech-, Pharma- und Diagnostikindustrie zusammen. Vom 13. bis 16. Januar nutzten viele Unternehmen das weltweit größte Branchentreffen als Netzwerkplattform. Für die oncgnostics GmbH reiste Dr. Peter Haug in die USA.

„Um das eigene Netzwerk auszubauen sind die Veranstaltungen rund um die J.P. Morgan optimal. In der Zeit der Konferenz sind die großen Unternehmen in San Francisco gezielt auf der Suche nach neuen Firmen, neuen Produkten oder potentiellen Partnern. Die weltweite Branche befindet sich wenige Tage an einem Ort“, erzählt Dr. Peter Haug, bei oncgnostics zuständig für Business Development & Licensing. „Wer plant, ein Produkt auf den US-Markt zu bringen, kann hier den passenden Partner oder das passende Know-how finden.“

Ab dem 1. Januar finden Frauen ab 20 Jahre eine Einladung der besonderen Art in ihrem Briefkasten: Dann startet das neue Krebsfrüherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs. Kurz vor Start war umstritten, ob die neuen Richtlinien von den Frauenärzten und Krankenkassen umgesetzt werden können.

Neuerungen in der Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung

Die Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs soll in ein organisiertes Screening überführt werden. Bisher hatten Frauen jährlich Anspruch auf einen sogenannten Pap-Test. Ein auffälliger Befund weist auf eine mögliche Krebserkrankung hin, der behandelnde Frauenarzt musste jedoch selbst entscheiden, wie die Befunde abgeklärt werden. Eine einheitliche Regelung gab es nicht. Ab 2020 jedoch sollen Frauen mit verdächtigen Befunden eine Kolposkopie erhalten.

Neu ist außerdem, dass Frauen ab 35 Jahre eine Co-Testung aus Pap- und HPV-Test zusteht. Letzterer weist eine Infektion mit Humanen Papillomviren nach. Gebärmutterhalskrebs wird von Humanen Papillomviren ausgelöst, doch nicht jede Infektion zieht eine Krebserkrankung nach sich. Ein negativer HPV-Test gibt Frauen eine echte Entwarnung. Frauen mit einem positiven HPV-Test hingegen gehören zu einer Risikogruppe. Da sich Gebärmutterhalskrebs aus einer HPV-Infektion nicht in jedem Fall entwickelt, bzw. der Prozess mehrere Jahre andauert, findet die Co-Testung alle drei Jahre statt.

Kritik an Umsetzung

Kurz vor Start des neuen Gebärmutterhalskrebsscreenings sorgte eine öffentliche Debatte für Verwirrung. Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. forderte eine Verschiebung des Beginns. Der Verband kritisierte, dass wesentliche Fragen der Umsetzung noch nicht ausreichend geklärt seien und veröffentlichte einen offenen Brief an Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit. Die Kritik betrifft unter anderem folgende Punkte:

  • Kolposkopie: Aktuell seien noch nicht ausreichend Gynäkologen dazu qualifiziert, eine Kolposkopie durchzuführen. Entsprechend sind auch nur wenige Praxen mit einem Kolposkop ausgestattet. Mit der neuen Regelung werden deutlich mehr Kolposkopien durchgeführt werden müssen als bisher.
  • Fehlende Software: Um den Erfolg des Programms bewerten zu können, müssen alle Gynäkologen die Ergebnisse der Untersuchungen, die im Rahmen des neuen Screenings generiert werden, dokumentieren. Eine entsprechende Software fehlt bislang allerdings.

Das neue Krebsfrüherkennungsprogramm startet ab 2020

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) reagierte auf die Kritik des Berufsverbandes der Frauenärzte. Zwar wird am Start des Screening-Programms zum 1. Januar 2020 festgehalten, jedoch müssen die Arztpraxen die Ergebnisse des Programms für einen bestimmten Zeitraum nicht gesondert dokumentieren. Auf die weiteren Kritikpunkte des Berufsverbandes der Frauenärzte reagierte der G-BA bisher nicht öffentlich.

Die Richtlinien für das neue Gebärmutterhalskrebsscreening wurden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossen und erarbeitet.

Es gibt bereits spezifische Testverfahren, die den befürchteten Andrang auf eine kolposkopische Untersuchung auffangen könnten. Bereits seit 2015 ist GynTect auf dem Markt. Der Krebstest arbeitet auf Basis von epigenetischen Biomarkern und unterscheidet, ob sich Veränderungen am Gebärmutterhals zu Krebs entwickeln können oder ob diese von allein ausheilen. Der Test ist jedoch nicht Teil des neuen Früherkennungsprogramms auf Gebärmutterhalskrebs.

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