Jena, 15. Mai 2024. Eine aktuelle Medienstudie der oncgnostics GmbH belegt, dass Publikumsmedien zwar das Thema Gebärmutterhalskrebs redaktionell behandeln, hier aber nicht auf die damit verbundenen psychischen Belastungen der betroffenen Frauen eingehen. Frau Dr. Martina Schmitz, Gründerin und Geschäftsführerin von oncgnostics zur Studie: „Wir sind überrascht, dass die psychische Belastung kaum thematisiert wird. Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Gebärmutterhalskrebs sind omnipräsent. Es scheint noch immer ein Tabu zu sein, über psychische Auswirkungen zu sprechen. Denn bereits ein erhöhtes Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, belastet Frauen sehr.“

Das Team untersuchte über ein Jahr lang alle redaktionellen Veröffentlichungen in Publikumsmedien, die über die Suchmaschine Google gefunden wurden zum Schlagwort Gebärmutterhalskrebs. Lediglich ein einziger Artikel nannte Empfehlungen für geeignete Ansprechpartner bei seelischem Druck.

Studie

Im Zeitraum von über einem Jahr, von Anfang Januar 2023 bis Ende März 2024, recherchierte das Team von oncgnostics über die Suchmaschine Google insgesamt 162 Treffer redaktioneller Art zum Thema Gebärmutterhalskrebs, also Onlineveröffentlichungen von Tageszeitungen, Zeitschriften, Radiosendern und TV-Beiträgen sowie reinen Onlineredaktionen. Ausgenommen waren werbliche Texte wie beispielsweise Praxiswebsites oder Wissensportale wie Wikipedia. Das Team analysierte dann jeden Artikel, welche Themen darin behandelt wurden, also nach den Kategorien Diagnosen und Früherkennung, Ursachen, HPV-Impfung, Promis, Behandlungsmöglichkeiten oder seelische Belastungen, wobei auch mehrere dieser Punkte pro Artikel zutreffend sein konnten.

Studienergebnis

66 Artikel behandelten das Thema HPV-Impfung, wobei davon 37 Artikel die HPV-Impfung als Hauptthema behandelten, und 29 die HPV-Impfung ergänzend beschrieben. Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wurde in insgesamt 55 Artikeln aufgegriffen, wovon 45 das Thema priorisierten. 46-mal fand das oncgnostics-Team Artikel, die sich mit Promis beschäftigten, die entweder an Gebärmutterhalskrebs erkrankten und sich dazu öffentlich äußerten, oder daran starben. 20 Artikel, und damit etwa jeder achte, widmeten sich restlichen Themen, wie dem Fall der indischen Influencerin, die den eigenen Tod durch Gebärmutterhalskrebs vortäuschte. 15 Artikel konzentrierten sich auf die Behandlungsmöglichkeiten, wovon 12 diese auch als Hauptthema innehatten. 5 Artikel behandelten die Gebärmutterhalskrebsursachen, wovon nur ein Artikel die Ursachen als Hauptthema hatte.

Seelische Belastung nicht thematisiert

Die seelische Belastung fand sich in nur einem Artikel als Hauptthema wieder, der lediglich berufliche Personengruppen nannte, die bei einer Erkrankung aufgesucht werden können, wie beispielsweise Therapeuten. In 18 weiteren Artikeln wurde zwar das Thema Ängste behandelt, aber diese Artikel basierten überwiegend auf Aussagen von Teilnehmern in Doku-Soaps, wie Dschungel-Camp, es wurden aber keine Lösungen oder Empfehlungen gegeben, diesen Ängsten und den seelischen Belastungen zu begegnen.

Psychische Belastungen in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Drei Monate für unnötige seelische Belastung

„Frauen“, so Schmitz, „leiden ab dem Moment unter seelischem Druck, sobald die konkrete Gefahr der Gebärmutterhalskrebserkrankung zum Beispiel bei der Routineuntersuchung im Raum steht. Die Belastung beginnt meistens, wenn der HPV-Test positiv ist und Frauen einen PAP-Abstrich erhalten, der dann auch auffällig ist. Nun muss die Patientin beispielsweise mindestens drei Monate warten, bis die Untersuchung wiederholt wird. Und wenn dieses Ergebnis noch nicht eindeutig ist, muss die Patientin nicht selten mit weiteren Testwiederholungen bis zu zwei Jahren warten, bis eine klare Aussage möglich ist. Das ist eine unnötige seelische Folter. Warum mutet man Frauen viele Monate Ungewissheit zu, wenn es auch in drei Tagen geht?“

Möglichkeiten der schnellen Diagnose und damit Gewissheit

Schmitz sieht in Diagnoseverfahren, die auf krebsspezifischer DNA-Methylierung beruhen, die beste Möglichkeit, um Frauen bei Unsicherheit einer Gebärmutterhalskrebserkrankung ein schnelles Ergebnis zu liefern. Schmitz: „Es gibt einfache Möglichkeiten für rund 150,- Euro, um Frauen mindestens drei Monate psychische Belastung zu ersparen. Doch das thematisieren die Medien leider nicht.“

Fazit

162 Artikel beschäftigten sich von Januar 2023 bis einschließlich März 2024 mit dem Thema Gebärmutterhalskrebs, wobei die HPV-Impfung mit 66 Artikeln am stärksten behandelt wurde. Die Möglichkeiten der Früherkennung fanden in 55 Artikeln auf Platz zwei Beachtung. Die seelische Belastung bei Gebärmutterhalskrebsverdacht oder Erkrankung daran ist in nur einem einzigen Artikel zu finden, welcher Berufsgruppen als Gesprächspartner nannte, wie Psychologen. Neue medizinische Möglichkeiten einer schnellen Aussage, ob eine Gebärmutterhalskrebserkrankung vorliegt oder nicht, wurden nicht genannt, obgleich genau diese den betroffenen Patientinnen und Angehörigen nach Ansicht von Frau Dr. Schmitz am besten helfen würden.

 

Bildnachweise:

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Grafik: oncgnostics GmbH

Jena, 6. Dezember 2023. Das Jenaer Unternehmen Oncgnostics GmbH stellte zusammen mit der Medizinischen Hochschule Hannover im Rahmen einer dreijährigen Studie fest, dass Frauen trotz kostenfreier Selbsttests von zuhause die Gebärmutterhalskrebsvorsorge zunehmend vernachlässigen. In der zweistufigen Studie erhielten die Frauen einen HPV-Selbsttest zugesandt, der nach Anwendung an die Hochschule zur Untersuchung gesendet wurde. Die HPV-positiven Testergebnisse untersuchte Oncgnostics im zweiten Schritt auf eine Gebärmutterhalskrebserkrankung. 20.000 Frauen erhielten den Selbsttest, aber weniger als jede fünfte Frau nutzte diese Möglichkeit.

Die Studie

In dem Studienprojekt erhielten 20.000 Frauen von Juni 2021 bis Juni 2023 von der Medizinischen Hochschule Hannover die Möglichkeit auf einen kostenlosen HPV-Selbsttest. Die Patientinnen konnten wählen zwischen einer Urin-Probe oder einem Abstrich, welche sie dann an die Hochschule per Post sendeten. Oncgnostics war die Kooperations-Partnerin, die dann die 133 Proben von der Hochschule erhielt, welche HPV positiv waren, um diese mit “GynTect” zu analysieren, ob dort eine unerkannte Krebserkrankung vorliegt. Tatsächlich identifizierte das Labor von Oncgnostics mit dem eigenen entwickelten Testverfahren  11 Frauen, die positiv waren. Neben dem Ziel herauszufinden, wie hoch die Quote der unerkannten Gebärmutterhalserkrankungen ist, lag den Wissenschaftlern ein weiter Aspekt im Fokus: Kann ein kostenloser Selbsttest von zuhause ohne die Notwendigkeit eines Praxisbesuchs die Bereitschaft zu einer Gebärmutterhalskrebsvorsorge erhöhen?

Die Überraschung

Dr. Martina Schmitz, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin bei Oncgnostics: „Wir waren fassungslos. Nicht einmal 20 Prozent der Frauen nutzten diese einfache, moderne Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung.“ Schmitz vermutet zwar, dass viele Frauen einem Selbsttest mit Abstrich per Versand nicht die seriöse Qualität zuschreiben, wie bei einer Facharztpraxis vor Ort. Dabei, so Schmitz, sei es oft das gleiche Labor und exakt das gleiche Diagnoseverfahren, und wundert sich: „Menschen bestellen ihre Medikamente von zuhause in Onlineapotheken. Warum nutzen Frauen keinen Vorsorge-Selbsttest per Post bequem von zuhause?“ Sie sieht aber noch einen weiteren Aspekt: „Die einfachste Vorsorge ist die, die ohne Aufwand in den Tagesablauf integriert werden kann. Ein Abstrich zuhause durchzuführen, der das Leben retten kann, und per Post versendet werden kann, ist aktuell die einfachste Möglichkeit der Früherkennung. Anscheinend wird die Gefahr von Gebärmutterhalskrebs unterschätzt. Dabei kann eine Vorsorgeuntersuchung Leben retten!“

Warum diese Studie?

Um eine repräsentative Aussage treffen zu können, wurde per Zufallsstichprobe aus der Region Hannover Frauen im Alter von 30 bis 65 Jahren ein HPV-Selbsttest zur Verfügung gestellt. Die wissenschaftliche Frage war: Kann die Quote der teilnehmenden Frauen für eine Gebärmutterhalskrebsvorsorge erhöht werden, wenn der typische Gang zur Arztpraxis wegfällt? Diese Frage basiert auch auf der Beobachtung, dass durch die Corona-Pandemie die Zahl der Krebsvorsorgeuntersuchungen rückläufig war, und die Zahl der nun diagnostizierten Krebserkrankungen steigt. Schmitz: „Durch Corona stiegen die Essenlieferungen nach Hause, es gibt mehr Homeoffice, der Onlineeinkauf nimmt zu. Also wäre doch eine Krebsvorsoge von zuhause der logische Schritt. Jetzt sehen wir die Befürchtung bestätigt, dass die Notwendigkeit einer Krebsvorsorge nicht allen klar ist. Noch einfacher als in dieser Studie ist eine Vorsorgeuntersuchung nicht möglich. Und dennoch nutzen sehr viele Frauen diese Chance nicht.“

HPV = HPV steht für “Humanes Papillomavirus”. Bei Menschen sind HPV-Infektionen mit mehr als 200 verschiedene Arten weit verbreitet. HPV ist hauptverantwortlich für Gebärmutterhalskrebs.

Gebärmutterhalskrebs: Die Erkrankungshäufigkeit liegt bei etwa 5.000 Frauen in Deutschland pro Jahr, etwa 1500 Frauen sterben jährlich daran. Gebärmutterhalskrebs ist zudem in Deutschland die dritthäufigste Krebserkrankungen bei Frauen unter 60 Jahren.

Das aus dem Universitätsklinikum Jena heraus gegründete Biotech-Start-up Oncgnostics GmbH bietet mit GynTect eine Neuheit im Bereich der Krebsdiagnostik an. Der seit 2015 marktfähige Gebärmutterhalskrebsnachweis GynTect stellt über einen Abstrich Erbgutveränderungen in den untersuchten Zellen fest. Für betroffene Patientinnen bietet der Test ohne Risiken schnell und zuverlässig Gewissheit. Derzeit entwickelt das Start-up weitere Tests für Krebsarten im Kopf-Hals-Bereich. Das Kollegium aus Forscherinnen um die Gründer Dr. Alfred Hansel (CEO) und Dr. Martina Schmitz (CSO) gewann für seinen Diagnoseansatz unter Anderem zweimal den Innovationspreis Thüringen (2014, 2017).

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Molekularbiologische Krebs-Diagnostik - oncgnostics auf der MEDICA
  • Zwei Tests auf Gebärmutterhalskrebs mit unterschiedlicher Zielstellung in der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge
  • Flüssigbiopsie für eine schnelle und schonende Diagnostik für Kopf-Hals-Tumore
  • Aktuelle Studien: Methylierungstest GynTect sensitiver als zytologische Untersuchung
  • Neuer Investor ermöglicht vertrieblichen Ausbau in den ASEAN-Staaten
  • Auf der MEDICA am Gemeinschaftsstand des medways e.V. in Halle 3, Stand G74

Jena / Düsseldorf, 02. November 2023Die oncgnostics GmbH stellt auf der MEDICA, der größten Messe der Medizinbranche, ihre molekularbiologische Krebsdiagnostik, ihre Produkte und aktuellen Studienergebnisse vor. Oncgnostics entwickelt patentierte, hochinformative Biomarker. Diese Technologie verbessert die bestehende Gebärmutterhalskrebsdiagnostik und legt außerdem, unter Verwendung von Flüssigbiopsie, den Grundstein für eine Früherkennung von Kopf-Hals-Tumoren.

Molekularbiologische Krebsdiagnostik

DNA-Methylierungen bilden die Grundlage der Arbeit von oncgnostics. Diese spezifischen Veränderungen treten auf, wenn Krebs entsteht oder bereits vorhanden ist. Die Tests von oncgnostics weisen diese Veränderungen nach.

Tests auf Gebärmutterhalskrebs: Vorsorge verbessern

Der Abklärungstest GynTect wird in der Gebärmutterhalskrebsdiagnostik eingesetzt und in mehreren europäischen Ländern sowie unter exklusiver Lizenz in China vertrieben. In China ist es der erste Methylierungstest zur Triage von HPV-positiven Fällen. In Deutschland und Europa schließt GynTect durch seine schnellen und sicheren Ergebnisse Lücken in der Abklärung von Screening-Auffälligkeiten.

ScreenYu Gyn ist eine Weiterentwicklung von GynTect. Der Abklärungstest nutzt nur eine methylierte DNA-Region, wohingegen mit GynTect sechs methylierte DNA-Regionen nachgewiesen werden. Damit ist ScreenYu Gyn für die Automatisierung geeignet, was neue Anwendungsgebiete eröffnet.

Flüssigbiopsie als Schlüssel für eine Kopf-Hals-Tumor-Diagnostik

Tumore im Kopf-Hals-Bereich gehören weltweit zu den fünf häufigsten Krebserkrankungen. Dennoch gibt es keine etablierte Früherkennung für diese Tumorart. Die meisten Diagnostikmethoden sind teuer und aufwendig und mit einer invasiven Biopsie verbunden.

Um das Ziel einer etablierten Früherkennung für Kopf-Hals-Tumore zu erreichen, setzt oncgnostics auf molekularbiologische Diagnostik unter Verwendung von Flüssigbiopsien wie Speichel- oder Abstrichproben. In der aktuell laufenden Studie OncSaliva wird die Tauglichkeit epigenetischer Tumormarker zur Erkennung von Kopf-Hals-Tumoren erprobt.

Studie: GynTect ist sensitiver als Pap-Test

GynTect erkennt alle Krebsfälle, während die zytologische Untersuchung zwei Fälle übersieht. Zu diesem Ergebnis kam eine großangelegte Studie, die als Grundlage für die Zulassung des Tests in China diente. Des Weiteren war in der Studie die Spezifität und die Sensitivität für die Erkennung hochgradiger Krebsvorstufen ebenfalls besser bzw. gleichwertig. Somit hat GynTect eine bessere klinische Performance als der sogenannte Pap-Test.

Chinesischer Investor eröffnet neue Möglichkeiten in Vertrieb und Forschung

Als weiterer starker Partner investierte im Juli das in Hong Kong ansässige Unternehmen Grande Bio-tech Co. Ltd. in die oncgnostics GmbH. Ein Ziel dieser Partnerschaft ist der vertriebliche Ausbau der von oncgnostics entwickelten Tests in den ASEAN-Staaten.

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Über oncgnostics:

Das aus der Universitätsklinik Jena ausgegründete Biotech-Start-Up Oncgnostics GmbH entwickelt basierend auf epigenetischen Veränderungen im Erbgut molekularbiologische Tests für die Krebsdiagnostik. Mit GynTect brachte das Unternehmen eine Neuheit im Bereich der Gebärmutterhalskrebsvorsorge auf den Markt. Derzeit entwickelt das Start-Up weitere Tests für Krebsarten im Kopf-Hals-Bereich. Das Kollegium aus Forscher:innen um die Gründer Dr. Alfred Hansel (CEO) und Dr. Martina Schmitz (CSO) gewann für seinen Diagnoseansatz unter Anderem zweimal den Innovationspreis Thüringen (2014, 2017).

 

Kostenfreies Bildmaterial: www.oncgnostics.com/downloads

 

Kontakt:
Ines Sommer
Löbstedter Straße 41
07749 Jena
Tel.: 03641/55485 51
pr(at)oncgnostics.com

2023 PM Oncgnostics Investment

Jena, 5. September 2023. Das in Hong Kong (China) ansässige Unternehmen Grande Bio-tech Co. Ltd. investiert in Millionenhöhe in das Jenaer Unternehmen für Diagnostik Oncgnostics GmbH. Oncgnostics entwickelte den Krebstest Gyntect zum schnellen Nachweis von Gebärmutterhalskrebs. Dieser Test wird seit 2022 in Kooperation auch in China mit ansässigen Geschäftspartnern vertrieben und eingesetzt. Nach diesem erfolgreichen Einsatz des Tests von Oncgnostics in China entscheidet sich das Unternehmen Grande Bio-tech Co. Ltd. für ein finanzielles Engagement. Ziel ist nun der vertriebliche Ausbau auch in den ASEAN-Staaten für die von Oncgnostics entwickelten Tests.

Oncgnostics in China seit 2022

Der Test Gyntect erhielt nach langjähriger enger Zusammenarbeit mit Oncgnostics‘ chinesischem Partner im Jahr 2022 die Zulassung für den chinesischen Markt. Seitdem wird der Test in China unter dem Namen Gong An Li eingesetzt. Die in Hong Kong ansässige Holding Grande Bio-tech Co. Ltd realisiert nun eine Investition in Millionenhöhe. Dr. Alfred Hansel, Geschäftsführer bei Oncgnostics und verantwortlich für die internationale Geschäftsentwicklung: „Nicht jedes medizinische Produkt erhält eine Zulassung für China. Wir haben es geschafft. Nun kommt der nächste Schritt, nämlich ganz Asien. So ein Erfolg ist nur mit starken Partnern möglich.“ Einer dieser Partner ist jetzt das Unternehmen Grande Bio-tech Co. Ltd. mit Herrn Hu Mu als Geschäftsführer: „Oncgnostics ist für uns der richtige Partner, um in der Krebsfrüherkennung große Schritte gehen zu können.“

bm-t und HTGF ermöglichen Mega-Deal

Herr Michael Thiele, Senior Investment Manager bei der bm-t, Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH, sagt: „Oncgnostics ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Unternehmen aus Thüringen auf Weltniveau arbeiten und neben Kunden auch Investoren begeistern können. Deswegen bauen wir unser Engagement mit Hinblick auf die Pipeline Produkte bei Oncgnostics weiter stark aus.“ Dr. Bernd Goergen, Partner HTGF, High-Tech-Gründerfonds: „Als Investor der ersten Stunde kennen wir das Potenzial der Technologie von Oncgnostics. Daher haben auch wir an dieser Finanzierungsrunde teilgenommen.“

Der GynTect-Test

Gyntect ist ein Abstrichtest, der binnen weniger Stunden sehr genau klärt, ob eine Krebsvorstufe oder ein Tumor am Gebärmutterhals vorliegen. „Mit diesem Test ist es möglich geworden, Aussagen über eine mögliche Krebserkrankung schnell und sicher zu treffen. Eine sonst übliche monatelange Unsicherheit bis zur Folgeuntersuchung gibt es somit nicht mehr,“ sagt Dr. Martina Schmitz, Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin von Oncgnostics. Gleichzeitig kann im Falle eines erhöhten Krebsrisikos oder Krebserkrankung schneller behandelt werden. Der Nachweis ermittelt Veränderungen am Zellerbgut und kommt ohne operative Gewebeentnahme aus.

 Das aus der Universitätsklinik Jena ausgegründete Biotech-Start-Up Oncgnostics GmbH entwickelt basierend auf epigenetischen Veränderungen im Erbgut molekularbiologische Tests für die Krebsdiagnostik. Mit Gyntect brachte das Unternehmen eine Neuheit im Bereich der Gebärmutterhalskrebsvorsorge auf den Markt. Derzeit entwickelt das Start-Up weitere Tests für Krebsarten im Kopf-Hals-Bereich. Das Kollegium aus Forscherinnen um die Gründer Dr. Alfred Hansel (CEO) und Dr. Martina Schmitz (CSO) gewann für seinen Diagnoseansatz unter Anderem zweimal den Innovationspreis Thüringen (2014, 2017).

Versorgungslücken schließen – so lautet das Motto des diesjährigen Weltkrebstages am 4. Februar. Durch Vorsorge können Krebserkrankungen verhindert und Leben gerettet werden. Noch immer werden Vorsorgemöglichkeiten zu selten wahrgenommen. Die oncgnostics GmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, die Krebsdiagnostik zu optimieren und mehr Fälle mittels molekularer Tests frühzeitig zu erkennen.

In Deutschland werden deutlich weniger Vorsorgetermine wahrgenommen, als möglich. Dabei ist nachgewiesen, dass Vorsorge äußerst sinnvoll ist. Denn immer wieder werden Auffälligkeiten entdeckt, die unbehandelt zu Krebs führen können.

Beispiel Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs lässt sich durch Vorsorge verhindern. Jedes Jahr sterben trotzdem etwa 300.000 Frauen daran.[1] In Deutschland sind es etwa 1.600 Frauen jährlich.[2] Und das, obwohl es eine geregelte Vorsorge gibt:

Zum einen können sich Mädchen und Jungen – möglichst vor dem ersten Sexualkontakt – gegen Humane Papillomviren (HPV) impfen lassen. Diese sind der Hauptauslöser von Gebärmutterhalskrebs. Zum anderen können Frauen regelmäßig die Vorsorge beim Frauenarzt wahrnehmen. Und das sollten sie auch. Denn das Problem bei Gebärmutterhalskrebs, aber auch bei Vaginal-, Scheiden- und Gebärmutterkörperkrebs: Symptome treten erst sehr spät und unspezifisch auf.

Die WHO hat das Ziel ausgerufen, Gebärmutterhalskrebs zu eliminieren.[3] Hinter diesem Ziel steht auch die oncgnostics GmbH: „Wir haben das nötige Wissen und die Mittel, Gebärmutterhalskrebs zu verhindern. Die Vorsorge muss konsequent umgesetzt werden, um Leben zu retten“, so Dr. Martina Schmitz, Geschäftsführerin der oncgnostics GmbH.

Früherkennungstests revolutionieren die Krebsdiagnostik

Die oncgnostics GmbH wurde 2012 gegründet, um die Krebsdiagnostik auf molekularbiologischer Basis zu revolutionieren. Bereits 2015 kam der Früherkennungstest GynTect auf den Markt. Er erkennt nicht nur Gebärmutterhalskrebs zuverlässig, sondern erlaubt auch bei Auffälligkeiten zu erkennen, ob sich diese zu Gebärmutterhalskrebs weiterentwickeln. In diesem Jahr kam ein weiterer Test hinzu. ScreenYu Gyn hat dieselbe Funktionsweise. Es können aber mehr Tests gleichzeitig und schneller im Labor ausgewertet werden. Er ist deshalb besonders für unterversorgte Regionen der Welt geeignet.

Auch für die Früherkennung und Nachsorge bei Kopf-Hals-Tumoren entwickelt oncgnostics einen Test, der mit einer Speichelprobe oder einem Mundabstrich durchgeführt wird. Der Test wird derzeit in Studien geprüft.

Wie kann ein Test vorhersagen, dass Krebs entstehen wird?

Die Tests von oncgnostics erkennen Veränderungen in der DNA, die nur auftreten, wenn sich Zellen zu Tumorzellen entwickeln – auch wenn der Krebs noch gar nicht vorliegt. Das Unternehmen hat bestimmte Biomarker patentieren lassen. Biomarker sind spezifische Merkmale und Eigenschaften im menschlichen Körper. Die von oncgnostics definierten Biomarker, Veränderungen in der DNA, erlauben zu erkennen ob eine Gewebeveränderung gutartig ist oder sich weiter zu Krebs entwickeln wird.

 

Wir schauen in die kleinste Einheit des Körpers: die DNA in den Zellen. Mit unseren hier definierten Biomarkern können wir sehr genaue Vorhersagen treffen“, erklärt Dr. Martina Schmitz, Geschäftsführerin der oncgnostics GmbH.

 

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Titelbild: shutterstock.com/irkus

 

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[1] https://hpvcentre.net/statistics/reports/XWX.pdf?t=1660558071464

 

[2] Robert Koch-Institut (2019): Zentrum für Krebsregisterdaten. Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom): www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Gebaermutterhalskrebs/gebaermutterhalskrebs_node.html

[3] https://www.who.int/europe/de/news/item/12-09-2022-the-cancer-we-can-eliminate—who-europe-urges-member-states-to-consign-cervical-cancer-to-history

The team of oncgnostics

oncgnostics auf der Medica 2022:

  • Abklärungstest auf Gebärmutterhalskrebs erobert China

  • Früherkennung von Kopf-Hals-Tumoren etablieren

  • Erste Studienergebnisse für Abklärungstest auf Vulva- und Vaginalkrebs

  • Am Gemeinschaftsstand des medways e.V. in Halle 15, Stand K10

Jena / Düsseldorf, 08. November 2022 – Die oncgnostics GmbH präsentiert auf der größten Messe der Medizinbranche ihre Technologie, Produkte und aktuelle Studienergebnisse. Das Unternehmen ist Experte für molekulare Krebsdiagnostik. Mit den von oncgnostics entwickelten, auf patentierten Biomarken basierenden Krebstests ist eine lebensrettende Früherkennung möglich.

Krebsdiagnostik aus der Biotechnologie

DNA-Methylierungen bilden die Grundlage der Arbeit von oncgnostics. Diese spezifischen Veränderungen treten auf, wenn Krebs entsteht oder bereits vorhanden ist. Die Tests von oncgnostics weisen diese Veränderungen nach.

Innovation in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Der Abklärungstest GynTect ist das erste Produkt des Unternehmens. Eingesetzt in der Gebärmutterhalskrebs-Diagnostik, wird er bereits in mehreren europäischen Ländern vertrieben. Im August dieses Jahres erfolgte die Zulassung in China unter exklusiver Lizenz. Es ist der erste Methylierungstest zur Triage bei HPV-positiven Fällen auf dem chinesischen Markt.

Der Methylierungstest in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Für die Durchführung genügt ein Abstrich, wie er auch für die Dünnschichtzytologie oder den HPV-Test entnommen wird. Der Test ist eine Entscheidungshilfe, wie nach einem auffälligen Vorsorgeuntersuchungsergebnis am besten weiterverfahren wird. GynTect kann nicht nur eine zuverlässige Aussage darüber treffen, ob ein Tumor bereits vorliegt, sondern auch darüber, ob Gebärmutterhalskrebs entstehen wird – und das Jahre im Voraus. Die Risikoeinschätzung wird stark erleichtert: Einerseits können unnötige, vorschnelle Operationen vermieden, andererseits die Chancen auf frühzeitige und damit erfolgversprechende Therapiemaßnahmen erhöht werden.

ScreenYu Gyn ist eine Weiterentwicklung von GynTect. Der im Mai dieses Jahres zugelassene Abklärungstest nutzt nur eine methylierte DNA-Region, wohingegen mit GynTect sechs methylierte DNA-Regionen (Biomarker) nachgewiesen werden. Er ist damit besonders gut für die Automatisierung geeignet. Mit einer vereinfachten und automatisierten Testversion können Länder und Regionen bedient werden, in denen eine Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge bisher kaum stattfindet. Die meisten Krebsneuerkrankungen treten in diesen Ländern auf.

Früherkennung für Kopf-Hals-Tumoren etablieren

Kopf-Hals-Tumoren zählen weltweit zu den fünf häufigsten Krebserkrankungen. Sie entwickeln sich häufig über lange Zeit unbemerkt, da die Symptome für die Betroffenen meist unspezifisch sind. Für diese Tumorgruppe ist bisher keine Frühdiagnostik etabliert. oncgnostics entwickelt einen Test, der das ändern soll. Bei diesem Test erkennen von oncgnostics entwickelte DNA-Methylierungsmarker Krebszellen im Speichel des Patienten. Der Test soll zunächst in der Nachsorge verwendet werden, da Tumormarker, die bereits im Primärtumor auftreten, bei erneut auftretenden Tumoren ebenfalls nachweisbar sind.

Vulva- und Vaginalkrebs: Früherkennung ebenfalls überfällig

Auch bei Vulva- und Vaginalkrebs ist die Früherkennung durch unspezifische oder gar nicht auftretende Symptome schwierig. In ersten Studien wurde bestätigt, dass auch hier ein Methylierungstest mit denselben Biomarkern wie für Gebärmutterhalskrebs einsetzbar ist. oncgnostics arbeitet auf dieser Grundlage weiter an einer Diagnostik für die Früherkennung von Vulva- und Vaginalkrebs.

Über oncgnostics GmbH:

Die Jenaer oncgnostics GmbH hat sich auf die Früherkennung von Krebs spezialisiert. Ihre Tests weisen Veränderungen nach, die für die DNA von Krebszellen charakteristisch sind. Das 2012 gegründete Unternehmen brachte 2015 GynTect auf den Markt. Im Rahmen der Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung klärt der Test ab, ob bereits Gebärmutterhalskrebs oder Vorstufen davon vorliegen. Die oncgnostics GmbH forscht außerdem an Abklärungstests für weitere Krebsarten. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.oncgnostics.com.

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Kontakt:
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Löbstedter Str. 41
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GynTect erhält Zulassung in China

Jena, 25. August 2022 – Der Abklärungstest in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge GynTect steht ab sofort Ärzten und Patientinnen im bevölkerungsreichsten Land der Erde zur Verfügung. Damit ist das Produkt der erste zugelassene Methylierungstest zur Triage bei HPV-positiven Fällen in China. GynTect wurde von der oncgnostics GmbH entwickelt und ist bereits in Europa zugelassen.

Seit 2017 besteht eine Kooperation zwischen der oncgnostics GmbH und dem chinesischen Partner GeneoDx, ein Tochterunternehmen der Sinopharm Group. Nun erfolgte die Zulassung des von oncgnostics entwickelten Abklärungstests GynTect durch die chinesische Behörde National Medical Products Administration (NMPA). Wichtige Voraussetzung für die Zulassung in China war eine großangelegte, mehrjährige Studie mit etwa 10.000 Teilnehmerinnen, die erneut die sehr gute klinische Leistung von GynTect gezeigt hat.

„Unsere Partner in China haben mit ihrer aufwendigen Studie bemerkenswerte Arbeit geleistet. Die Zulassung auf dem chinesischen Markt ist ein wichtiger Meilenstein sowohl für uns als auch für unseren Partner. Der Startschuss für den Verkauf in China ist somit gefallen,“ erklärt Dr. Alfred Hansel, Geschäftsführer der oncgnostics GmbH.

So funktioniert GynTect

Der von oncgnostics entwickelte, molekularbiologische Test GynTect klärt frühzeitig ab, ob bei einer Patientin mit einem auffälligen Befund in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge ein zu behandelndes Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs) entsteht oder vorliegt.

Der Abklärungstest weist epigenetische Veränderungen, sogenannte Methylierungen, nach. Für die Durchführung des Tests genügt ein Abstrich, wie er auch für die Dünnschichtzytologie oder den HPV-Test entnommen wird. GynTect weist eine hohe Sensitivität auf – bisher wurden alle Krebsfälle in Studien erkannt. Zudem hat der Test eine sehr gute Spezifität – nur sehr wenige Frauen mit unauffälligen Befunden sind GynTect-positiv. Dies hat auch die chinesische Zulassungsstudie erneut belegt.

GeneoDx vertreibt GynTect in China unter exklusiver Lizenz

“Wir freuen uns, dass wir von GeneoDx mit GynTect das erste auf DNA-Methylierung basierende Produkt für die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung in China zulassen konnten. Dies ist ein großer Meilenstein für GeneoDx, aber auch für alle chinesischen Frauen, die nun Zugang zu einem solch innovativen Produkt erhalten können!“, so Xiaokai Xia, Geschäftsführer von Shanghai GeneoDx.

China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde. Hier leben mehr als 400 Millionen Frauen zwischen 25 und 64 Jahren, die alle das Risiko haben, Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln. Jährlich werden mehr als 100.000 Krebsfälle und fast 60.000 Todesfälle neu gemeldet. GynTect kann durch die Zulassung jetzt bei Frauen ab 30 Jahren eingesetzt werden, die mit Krebs auslösenden Hochrisiko-HPV-Typen infiziert sind. In Screeningstudien zeigte sich, dass etwa 17% der Frauen in China mit einem der Hochrisiko-HPV-Typen, die den Krebs auslösen können, infiziert sind. Das entspricht etwa 70 Millionen Patientinnen, die abgeklärt werden müssen. Jedoch entwickeln nur wenige Frauen mit einer HPV-Infektion Gebärmutterhalskrebs. Genau diese Fälle soll GynTect erkennen.

Vorteile von GynTect

GynTect liefert schnelle und sichere Untersuchungsergebnisse und betroffenen Frauen somit ebenso schnell Gewissheit, wie nach einem auffälligen Vorsorgeuntersuchungsergebnis am besten weiterverfahren wird. Die Risikoeinschätzung wird stark erleichtert: einerseits können unnötige, vorschnelle Operationen vermieden, andererseits die Chancen auf erfolgreiche Therapiemaßnahmen erhöht werden. Laut GeneoDx kann die Zahl der Überweisungen zur Kolposkopie durch den Einsatz von GynTect um mehr als 60% gesenkt werden.

Neben zahlreichen EU-Staaten und der Volksrepublik China wird GynTect bereits in Brasilien und Mexiko vertrieben. Die oncgnostics GmbH arbeitet stetig daran, geeignete Kooperationen für weitere Länder weltweit abzuschließen.

Über GeneoDx und SINOPHARM Group:

GeneoDx ist eine Tochtergesellschaft der Sinopharm Group (China National Pharmaceutical Group Co Ldt.). Als eines der führenden Gesundheitsunternehmen des Landes hat Sinopharm ein landesweites Logistik- und Vertriebsnetz für Arzneimittel, medizinische Geräte und Ausrüstungen aufgebaut. Angefangen bei der Forschung und Entwicklung, über die Herstellung, den Vertrieb bis hin zu technischen und finanziellen Dienstleistungen, deckt der Konzern die gesamte Bandbreite der Branche ab.

Über oncgnostics GmbH:

Die Jenaer oncgnostics GmbH hat sich auf die Früherkennung von Krebs spezialisiert. Ihre Tests weisen Veränderungen nach, die für die DNA von Krebszellen charakteristisch sind. Das 2012 gegründete Unternehmen brachte 2015 GynTect auf den Markt. Im Rahmen der Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung klärt der Test ab, ob bereits Gebärmutterhalskrebs oder Vorstufen davon vorliegen. Die oncgnostics GmbH forscht außerdem an Abklärungstests für weitere Krebsarten. Ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.oncgnostics.com.

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Kontakt:
oncgnostics GmbH
Löbstedter Str. 41
07749 Jena
Tel.: 03641/5548550
pr@oncgnostics.com
www.oncgnostics.com

team of oncgnostics celebrates 10th anniversary

Das 2012 gegründete Biotech-Unternehmen oncgnostics GmbH brachte bereits 2015 sein erstes Produkt auf den Markt: Den Abklärungstest auf Gebärmutterhalskrebs „GynTect“. Dieser wird inzwischen in über zehn Ländern in Europa und Asien vertrieben. Zudem forscht oncgnostics im Bereich Krebsvorsorge an Kopf-Hals-Tumoren. Das Unternehmen wächst stetig und zählt rund 20 Mitarbeiterinnen, die ihm bisher alle treu geblieben sind.

 

Die Erfolgsgeschichte der oncgnostics GmbH begann im Februar 2012. „Uns wurde klar, dass wir unsere Forschungsergebnisse an der Universitäts-Frauenklinik Jena über die Wissenschaft hinaus nutzen wollen. Die Gebärmutterhalskrebsvorsorge hatte dringenden Verbesserungsbedarf – und wir eine Lösung“, beschreibt CEO Dr. Alfred Hansel den Ursprungsgedanken. Damit gründete sich das kleine Team um die Geschäftsführer Dr. Martina Schmitz und Dr. Alfred Hansel aus der Gynäkologischen Molekularbiologie des Universitätsklinikums Jena (UKJ) aus.

Krebs mithilfe von Biomarkern erkennen

Herzstück des Unternehmens sind molekularbiologische Marker, mit denen Krebszellen zuverlässig erkannt werden können. Diese Marker werden für spezifische Tests gebündelt. So klärt der Test GynTect bei auffälligen gynäkologischen Befunden ab, ob Gebärmutterhalskrebs entsteht oder die Auffälligkeiten von allein ausheilen.

Zudem forschen die Wissenschaftlerinnen an der Früherkennung von Kopf-Hals-Tumoren. Denn im Gegensatz zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge gibt es hier noch kein geregeltes Vorgehen. Das Jenaer Unternehmen ist an der Entwicklung eines Tests beteiligt, der Krebserkrankungen im Mund- und Rachenraum nachweisen soll.

Oncgnostics’ übergeordnetes Ziel ist, die Krebsvorsorge zu verbessern und unnötige Krankheitsfälle zu vermeiden. „Gebärmutterhalskrebs müsste es mit den heutigen Diagnose- und Vorsorgemöglichkeiten gar nicht mehr geben“, so Dr. Martina Schmitz, CSO.

Wichtige Unterstützung durch Wissenschaft und Investoren

„Ohne unsere Investoren und Wegbegleiter wären wir nicht, wo wir heute stehen. Deshalb möchten wir uns bei allen, die uns in den letzten zehn Jahren unterstützt haben, herzlich bedanken“, ergänzt Dr. Martina Schmitz. Unterstützt wird das Unternehmen nach wie vor von der Frauenklinik am UKJ, weiteren Partnern aus der Wissenschaft sowie von den Investoren. Auch Privatanleger sowie Kleinanleger haben in zwei sehr erfolgreichen Crowdinvesting-Kampagnen in das Unternehmen investiert.

 

Pressemitteilung
Krebsvorsorge bleibt Herzensangelegenheit:
oncgnostics feiert 10-jähriges Jubiläum

Ein Großteil der Frauen, die in einkommensstarken Ländern wie Deutschland an Gebärmutterhalskrebs erkranken, ist nicht regelmäßig zur Vorsorge gegangen. Das ist besonders alarmierend, da Krebsvorsorgeuntersuchungen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich seltener wahrgenommen werden. Eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Biotechnologieunternehmen oncgnostics GmbH prüft Selbsttests als mögliche Lösung, um mehr Personen zu erreichen. Denn auch für Gebärmutterhalskrebs gilt, dass bei früher Erkennung die besten Heilungschancen bestehen. Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass spezifische Vorsorgeuntersuchungen zukünftig von Zuhause aus durchführbar sein können.

Ablauf der Pilotstudie

Für die Studie nahmen 87 Patientinnen der Hannoveraner Kolposkopie-Klinik jeweils einen Abstrich bei sich selbst. Eine gynäkologische Fachkraft nahm anschließend einen weiteren Abstrich. Im ersten Schritt wurden die Proben auf vorliegende HPV-Infektionen getestet. Der Gebärmutterhalskrebstest GynTect von oncgnostics kam im zweiten Schritt bei allen Proben zum Einsatz. Dieser klärt ab, ob die vorliegende HPV-Infektion von allein ausheilt oder sich zu Krebs weiterentwickeln kann. Dafür ist kein weiterer Abstrich notwendig. Der Test wird mit der vorliegenden Probe im Labor durchgeführt.

Bei 95,5 Prozent der Selbstabstriche stimmte das Ergebnis der HPV-Tests mit denen der Proben überein, die von den Ärztinnen und Ärzten entnommen wurden. Das wird als gutes Zeichen dafür gewertet, dass Frauen für diesen Test zukünftig selbst die Proben nehmen könnten. Für den GynTect-Test war die Übereinstimmung zwischen den Selbsttests und den ärztlichen Proben niedriger.

Nachweise mit eigenständig entnommenen Proben können funktionieren

„GynTect funktioniert über spezifische Biomarker. Er untersucht die DNA der Zellen eines Abstrichs und schlägt Alarm, wenn krebstypische Veränderungen vorliegen. Die Studie legt nahe, dass Krebsvorstufen sowie -erkrankungen auch mit eigenständig genommenen Proben gut nachgewiesen werden können. Natürlich muss die Methode weiter optimiert werden, um die Trefferquote zu erhöhen. Zurzeit arbeiten wir außerdem daran, die Marker in Urinproben nachweisen zu können. Dabei erhalten wir vielversprechende erste Ergebnisse. Zudem sind Urinproben für die Patientin deutlich einfacher zu nehmen als Abstriche“, erklärt Martina Schmitz, Geschäftsführerin der oncgnostics GmbH und Co-Autorin der Studie.

Großangelegte Studie „HaSCo“ folgt

Für die weitere Forschung und Entwicklung zu den Selbsttests kooperiert das Biotechnologieunternehmen aus Jena weiter mit der Medizinischen Hochschule Hannover. Aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse der Pilotstudie wird GynTect in der folgenden, großangelegten Studie „HaSCo“ als Abklärungstest bei HPV positiven Selbsttest eingesetzt1. Die Studie wird noch in diesem Jahr starten und über 20.000 Probanden einschließen. Zudem kooperiert die oncgnostics GmbH mit zwei Forschungseinrichtungen in den Niederlanden und Belgien.

Fast jeder Erwachsene infiziert sich irgendwann im Leben mit HPV, ohne es zu merken. Schätzungen zufolge sind in Deutschland jährlich sechs Millionen Frauen mit HPV infiziert. Jedes Jahr werden bei mehreren Hunderttausend von ihnen Auffälligkeiten diagnostiziert. Bei etwa 4.300 Personen entwickelt sich eine Krebserkrankung, an der wiederum etwa 1.600 Betroffene sterben2.

 

Quellen

[1] Medizinische Hochschule Hannover (2021): Klinische Studien. Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Online unter: www.mhh.de/fileadmin/mhh/frauenheilkunde-geburtshilfe/downloads/Broschueren_Flyer/Klinische_Studien.pdf

[2] Robert Koch-Institut (2017): Zentrum für Krebsregisterdaten. Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Online unter: www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Gebaermutterhalskrebs/gebaermutterhalskrebs_node.html

 

Titelbild: MIA Studio / Shutterstock.com

Pressemitteilung
Pilotstudie der oncgnostics GmbH und Medizinische Hochschule Hannover:
Krebsvorsorge von Zuhause ist möglich

Das Biotechnologie-Unternehmen oncgnostics GmbH forscht gemeinsam mit der klinischen Abteilung für allgemeine HNO der Medizinischen Universität Graz im Rahmen der Studie „OroCa-Graz“ an einem Verfahren zur Diagnostik von Kopf-Hals-Tumoren. 550.000 Menschen erkranken weltweit jährlich an Karzinomen dieser Art. Da oft erst fortgeschrittene Tumorstadien diagnostiziert werden, sterben über 300.000 der Betroffenen pro Jahr. Die Studie möchte nachweisen, dass das entwickelte Diagnostikverfahren für Kopf-Hals-Tumoren und speziell Mund-Rachenkrebs (= Oropharynxkarzinom) anhand von nicht-invasiven Speichelproben bösartige Tumoren frühzeitig und sicher erkennen kann.

Übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum zählen zu den Hauptrisikofaktoren für Kopf-Hals-Tumoren. Daneben wurden in den letzten Jahren verstärkt Karzinomfälle im Mund-Rachen-Bereich verzeichnet, bei denen eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) vorlag. Die Rate an diesen HPV-assoziierten Karzinomen steigt jährlich um 2,1 Prozent. Nicht-HPV-assoziierte Kopf-Hals-Karzinome sanken im gleichen Zeitraum leicht um 0,4 Prozent[1]. In Deutschland wird von einem derzeitigen Anteil von 40 Prozent HPV-induzierter Erkrankungen ausgegangen, Tendenz steigend[2].

Die Studienleitung der „OroCa-Graz“-Studie liegt bei Prof. Dr. Dietmar Thurnher, Abteilungsleiter der Allgemeinen HNO der Medizinischen Universität Graz. Er erklärt: „Trotz zunehmender Fälle erzielte die Therapie von Kopf-Hals-Tumoren in den letzten 20 Jahren keine wesentlichen Fortschritte. Zusätzlich zu den Neuerkrankungen kehrt bei der Hälfte der Patientinnen und Patienten in den zwei Jahren nach Therapieabschluss der Krebs als sogenanntes Tumorrezidiv zurück. Zudem ist für Kopf-Hals-Tumoren bislang keine Frühdiagnostik etabliert. Das wollen wir ändern. Indem wir Oropharynxkarzinome, HPV-Infektionen und DNA-Methylierungsmarker in ihrer Beziehung zueinander untersuchen, entstehen neue Wege der Frühdiagnostik sowie der Sekundär- und Tertiär-Prävention.“

Die Sekundärprävention richtet sich an Personen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko, zum Beispiel RaucherInnen. Mit Vorsorgeuntersuchungen, Abklärungs- und Screeningtests könnten bösartige Erkrankungen besonders in Risikogruppen frühzeitig diagnostiziert oder Auffälligkeiten abgeklärt werden. Bislang wird dabei der Rachen nur inspiziert, wenn bereits Beschwerden auftreten. Maßnahmen der Tertiärprävention richten sich an TumorpatientInnen, die sich nach einer Therapie in regelmäßiger klinischer Nachsorge befinden.

„OroCa-Graz“: Studienablauf

Im Rahmen der „OroCa-Graz“-Studie werden Gewebe- und Speichelproben von PatientInnen mit einem Oropharynxkarzinom vergleichend untersucht. Über die Abgabe einer einfachen Speichelprobe sollen Beschwerden im Kopf-Hals-Bereich später abgeklärt werden können. Der Nachweis einer bösartigen Erkrankung erfolgt über die Detektion von tumorspezifischen DNA-Methylierungsmarkern, die von oncgnostics entwickelt wurden. Zudem wird der HPV-Status aller Proben bestimmt. Anhand dieser Ergebnisse analysieren die WissenschaftlerInnen, wie sensitiv die Tumorerkennung durch die Methylierungsmarker ist und ob ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Tumormarker und einer HPV-Infektion besteht.

Weitere Speichelproben werden während der Nachsorge entnommen. Die Idee ist, dass Tumormarker, die bereits im Primärtumor nachgewiesen wurden bei der Entstehung von Rezidiven erneut auftreten. Werden die Tumormarker in der Nachsorge nachgewiesen, kann entsprechend frühzeitig eingeschritten werden.

Forschung an DNA-Methylierungsmarkern seit 2012

Die oncgnostics GmbH beschäftigt sich seit ihrer Gründung 2012 speziell mit der Suche nach DNA-Methylierungsmarkern, auch für Kopf-Hals-Tumoren. Bisher wurde für die Erkrankung ein Set an potentiellen Tumormarkern anhand von Gewebe- und Abstrichproben etabliert. Einer dieser Tumormarker findet bereits Anwendung in der Diagnostik von Gebärmutterhalskrebs im Test GynTect®.

„Änderungen im DNA-Methylierungsmuster entstehen frühzeitig in der Tumorentwicklung. Über den Nachweis unserer krebsspezifischen Biomarker können wir daher beispielsweise prüfen, ob Krebsvorstufen vorliegen. Die Anwendung könnte zukünftig ein leistungsstarkes Werkzeug für die frühzeitige Erkennung im Rahmen einer Krebsvorsorge darstellen sowie als Teil der Nachsorgeuntersuchung bei Oropharynxkarzinomen gelten“, so Dr. Martina Schmitz, Geschäftsführerin der oncgnostics GmbH.

[1] Universität Leipzig (2020): Oropharynxkarzinom: Gute Prognose – aber nicht für alle Patienten. Online unter: https://www.quintessence-publishing.com/deu/de/news/nachrichten/bunte-welt/oropharynxkarzinom-gute-prognose-aber-nicht-fuer-alle-patienten

[2] Wagner S. et al. (2018): Das HPV-getriebene Oropharynxkarzinom – Inzidenz, Trends, Diagnose und Therapie. In: Der Urologe 57:1457–1463. Online unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28713770/

 

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Studie zu Kopf-Hals-Tumoren:
oncgnostics GmbH und Medizinische Universität Graz kooperieren