Der regelmäßige Vorsorgetermin beim Frauenarzt sollte eigentlich Standard für jede Frau sein. Ernsthafte Erkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs werden so frühzeitig erkannt und in vielen Fällen auch geheilt. Treten zwischenzeitlich trotzdem Beschwerden auf, sollten die betroffenen Frauen diese unbedingt abklären. Meist sind harmlose Infektionen die Ursache. Einige Symptome können jedoch auch auf Gebärmutterhalskrebs hindeuten.

Gebärmutterhalskrebs: Definition und Ursache

Die Gebärmutter besteht aus dem Gebärmutterkörper und am unteren Ende dem Gebärmutterhals, der in die Scheide mündet. Zellveränderungen, bzw. ein bösartiger Tumor am Gebärmutterhals, wird als Gebärmutterhalskrebs oder Zervixkarzinom bezeichnet.

Für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) verantwortlich. Nahezu jede Frau infiziert sich einmal in ihrem Leben auf sexuellem Weg mit dem Virus. In den meisten Fällen heilt die HPV-Infektion jedoch von alleine wieder aus. Die meisten Frauen bemerken von ihrer Erkrankung nichts, da sie ohne Symptome verläuft. In weniger als einer von 100 Fällen bleibt die HPV-Infektion jedoch über Jahre bestehen und entwickelt sich zu Gebärmutterhalskrebs.

Symptome Gebärmutterhalskrebs:

Da Gebärmutterhalskrebs über einen sehr langen Zeitraum und über Krebsvorstufen entsteht, verursacht er zu Beginn auch keine Symptome.  Entsprechend treten Beschwerden meist erst auf, wenn tatsächlich Krebs entstanden ist. Wer diese Symptome bei sich bemerkt, sollte unbedingt seinen Frauenarzt aufsuchen:

  • ungewöhnliche Blutungen, beispielsweise nach dem Geschlechtsverkehr
  • Zwischenblutungen, unabhängig von der Monatsblutung
  • Übelriechender Ausfluss
  • Schmerzen im Unterleib oder Bauch
  • Schmerzen beim Stuhl- oder Wasserlassen

Welche Untersuchungen auf Gebärmutterhalskrebs gibt es?

Beim Frauenarzt wird der Gynäkologe wahrscheinlich erstmal einen Pap-Abstrich vornehmen. Die daraus gewonnene Probe wird unter dem Mikroskop auf Zellveränderungen untersucht. Außerdem liefert ein HPV-Test weitere Hinweise auf eine Gebärmutterhalskrebserkrankung. Beide Tests sind übrigens seit Anfang 2020 Teil des Neuen Programms zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge. An der regelmäßigen Krebsvorsorge sollte jede Frau, unabhängig von vorliegenden Beschwerden, teilnehmen. Sowohl ein auffälliger Pap-Abstrich als auch ein positiver HPV-Test liefern jedoch noch keinen gesicherten Hinweis auf eine Krebserkrankung.

Zudem entsteht Gebärmutterhalskrebs über mehrere Jahre. Zellveränderungen oder eine HPV-Infektion können von allein ausheilen. Um das zu kontrollieren, wird der Frauenarzt gegebenenfalls die betroffene Frau nach einem bestimmten Zeitraum zur Wiederholung des Pap-Abstrichs und/oder des HPV-Tests einbestellen.

Möglicherweise sind auch weitere Untersuchungen notwendig, wie beispielsweise eine Kolposkopie mit Biopsie. Dabei wird, ganz vereinfacht gesagt, das Gewebe des Gebärmutterhalses unter einem speziellen Mikroskop angeschaut. Eine weitere Möglichkeit, die zur Diagnose von Gebärmutterhalskrebs hinzugezogen werden kann, ist ein molekularbiologischer Test, der die DNA der betroffenen Zellen auf krebstypische Veränderungen untersucht. Welche Methode die geeignete ist, bespricht die betroffene Frau mit ihrem Frauenarzt.

Wir von der oncgnostics GmbH forschen und entwickeln Krebstests auf molekularbiologischer Basis. Eines unserer Produkte ist GynTect, ein Test auf Gebärmutterhalskrebs. Er ist in der Lage, Gebärmutterhalskrebs bereits in seinen Vorstufen zu erkennen. Für seine Durchführung ist ein gynäkologischer Abstrich beim Frauenarzt ausreichend.

Fragen Sie den Arzt Ihres Vertrauens

Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens!

 

Titelbild: Duda Vasilii/Shutterstock.com

Ein festliches Essen gehört zur Weihnachtszeit einfach dazu – für Menschen mit Schluckstörung, bspw. durch einen Kopf-Hals-Tumor ausgelöst, kann das Festmahl mit der Familie zur Herausforderung werden. Foodbloggerin Claudia Braunstein kennt die Situation aus eigener Erfahrung und entwickelt köstliche Rezepte, die Menschen mit Schluckstörung genießen können. Für dieses Weihnachten schlägt die Österreicherin eine festliche Lachsterrine vor:

Liebe Leserinnen und Leser,

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Ein ganz und gar ungewöhnliches Jahr. Auch wenn der Dezember noch mit Einschränkungen aufwarten wird und heuer wahrscheinlich traditionelle Familienfeiern oder große Silvester Partys eher nicht stattfinden werden, so kann man auch im kleinen Rahmen die Feiertage mit lieben Menschen verbringen. Gutes Essen gehört da unweigerlich dazu. Natürlich wünschen sich auch Dysphagie Patienten besondere Gerichte. Terrinen sind da der richtige Tipp. Die Lachsterrine mutet fast ein wenig nostalgisch an, aber sie ist gerade für Menschen mit Schluckstörungen sehr gut geeignet. Lachsterrine kann man hübsch anrichten, ich mag auch gerne Lachskaviar dazu, auch Sahnemeerrettich passt gut. Die Terrine kann man ohne große Abänderung auch jedem Normalesser servieren.

Rezept: Lachsterrine für festliche Anlässe

  • 600 g frisches Lachsfilet
  • ¼ l Fischfond
  • Saft einer halben Limette
  • 200 ml Schlagobers (Sahne)
  • 80 g Crème fraîche
  • 9 Blatt Gelatine
  • 1 Zweig Dille fein gehackt
  • Salz
  • Pfeffer

 

Lachs in grobe Würfel schneiden. Fischfond mit 250 ml Wasser auffüllen und erhitzen. Anschließend den Lachs im Fond ca. 10 Minuten pochieren. Danach den Lachs aus dem Fond heben und mit Limettensaft und gehackter Dille fein pürieren. Schlagobers langsam hinzufügen und Crème fraîche unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gelatine im kalten Wasser einweichen, ausdrücken, in etwas Wasser kurz erwärmen und unter die Masse rühren. Form mit Klarsichtfolie auslegen und die Masse einfüllen. Über Nacht im Kühlschrank kaltstellen.

Ihre Claudia Braunstein!

Foto: Claudia Braunstein

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Wir von der oncgnostics GmbH forschen an der Diagnostik von unterschiedlichen Krebsarten, so auch im Bereich der Kopf-Hals-Tumoren. Mit Betroffenen, wie Claudia Braunstein im Austausch zu stehen ist uns ein wichtiges Anliegen. So lernen wir die Besonderheiten und Bedürfnisse der Menschen kennen.

Alle Gast-Rezepte von Claudia Braunstein finden Sie hier.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht in einer weltweit verstärkten Impfung gegen HPV-Infektionen eine große Chance im Kampf gegen verschiedene Krebsarten. Auf der Jahrestagung der Organisation erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, den HPV Impfstoff breiter einsetzen zu wollen. So soll vor allem gegen die global zunehmenden Fälle von Gebärmutterhalskrebs vorgegangen werden. Mit zusätzlichen Behandlungen und neuen Tests könnten bis zum Jahr 2050 fünf Millionen Todesfälle umgangen und somit viele Leben gerettet werden, so Ghebreyesus[1].

Was steckt hinter der WHO-Strategie? Im Folgenden betrachten wir genauer, welche Gefahren von Humanen Papillomaviren (HPV) ausgehen und besprechen die Chancen, die das Impfen gegen HPV bietet.

Was passiert bei einer HPV-Infektion?

 Die HPV Übertragungswege sind vor allem sexueller Art. Tatsächlich infizieren sich die meisten sexuell aktiven Menschen mindestens einmal im Leben mit dem Virus[2]. Dabei verlaufen die meisten HPV-Infektionen jedoch ohne erkennbare Symptome. Sie heilen von allein aus. Bereits nach ein bis zwei Jahren sind sie nicht mehr nachweisbar.

Unabhängig von dem unauffälligen Verlauf unterscheidet man zwischen Niedrigrisiko-Typen und Hochrisiko-Typen. Erstere sind z. B. für Genitalwarzen verantwortlich, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Wenn eine Infektion mit Hochrisiko-HPV-Typen nicht von selbst ausheilt, kann sie sich über verschiedene Vorstufen zu Krebs entwickeln. Dies dauert im Schnitt 10 bis 15 Jahre[3].

Laut des Zentrums für Krebsregisterdaten erkranken in Deutschland jährlich etwa 6.250 Frauen und ca. 1.600 Männer an HPV-bedingten Krebsarten[4].

Zu den Krebsarten, die durch HPV verursacht werden, zählen:

Vor welchen Krankheiten schützt die Impfung gegen HPV?

Seit einigen Jahren gibt es Impfstoffe gegen die wichtigsten Hochrisiko-HPV-Typen[5]. In Europa und den USA wird der HPV-Impfstoff seit 2006 eingesetzt. 2020 verdeutlichte eine erste Studie aus Schweden Erfolge beim Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs. Frauen, die bis zu ihrem 17. Lebensjahr gegen HPV geimpft wurden, hatten laut Studienergebnis ein um 88 Prozent geringeres Risiko für Gebärmutterhalskrebs, als ungeimpfte Frauen[6].

Der Impfstoff wird zudem als vorbeugende Maßnahme für Kopf-Hals-Tumoren eingesetzt. Anna-Bawany Hums ist als Molekularbiologin in der Abteilung für Forschung und Entwicklung bei der oncgnostics GmbH tätig: „Kopf-Hals-Tumoren die auf HPV zurückzuführen sind, entwickeln sich über noch längere Zeiträume als Gebärmutterhalskrebs. Daher gibt es bisher keine Studien, die die Effekte von HPV-Impfungen für diese Krebsarten belegen[6]. Umso wichtiger ist es, gleichzeitig die Diagnose für diese Krankheit zu verbessern. Wir von der oncgnostics GmbH erforschen, wie man Kopf-Hals-Tumoren schon in frühen Stadien mit nicht-invasiven Diagnoseverfahren erkennen kann. So wollen wir die Chance auf einen Therapieerfolg erhöhen. Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung für Betroffene“.

Wer sollte geimpft werden?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, dass Eltern ihre Kinder, also sowohl Jungen als auch Mädchen, im Alter von 9 bis 14 Jahren gegen HPV impfen lassen. Das junge Alter, in dem man die Kinder impfen lässt, begründet sich unter anderem so:

  • Der Schutz gegen einzelne HPV-Typen kann nicht mehr hergestellt werden, wenn dazu bereits eine bleibende Infektion oder gar Krebsvorstufe vorliegt. Die Impfung gegen HPV wird daher idealerweise vor Aufnahme erster sexueller Kontakte durchgeführt. Versäumte Impfungen sollten möglichst zeitnah nachgeholt werden. Das kann bis zu einem Alter von 17 Jahren erfolgen.
  • Studien zeigen, dass jüngere Mädchen eine bessere Immunantwort auf die HPV-Impfung aufbauen als ältere. Entsprechend sind bei einer Impfung in jungem Alter auch nur zwei Impfdosen erforderlich.

Egal ob man geimpft ist oder nicht: Vorsorge ist zentral

 HPV-induzierte Krebserkrankungen entstehen über viele Jahre und Vorstufen hinweg. Auch nach erfolgter HPV-Impfung bleibt ein Restrisiko bestehen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb elementar. In Deutschland gilt seit 2020 ein neues Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs. Das Programm sieht unter anderem eine Co-Testung aus einem Pap- und HPV-Test für Frauen ab 35 Jahren vor.

Auf ihrer Jahrestagung forderte die WHO von den 194 Mitgliedsländern, dass mindestens 70 Prozent der Frauen bis zu ihrem 35. Lebensjahr auf Gebärmutterhalskrebs getestet werden. Zudem sollen bis 2030 mindestens 90 Prozent der Mädchen vollständig gegen HPV geimpft sein, bevor sie 15 Jahre alt werden.

Systematische Vorsorgeuntersuchungen für Kopf-Hals-Tumoren gibt es in Deutschland bisher nicht. Hier gilt es, auftretende Beschwerden im Mund- und Rachenbereich frühzeitig ärztlich abklären zu lassen.

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[1] WHO stellt Strategie zur Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs vor. In: Ärzteblatt, 17. November 2020. Online verfügbar: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118411/WHO-stellt-Strategie-zur-Bekaempfung-von-Gebaermutterhalskrebs-vor

[2] Robert Koch Institut (2020): HPV (Humane Papillomviren): Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Erreger und Impfung. Online verfügbar: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html;jsessionid=3F10B057E8CD109E0C8EF04167FB32E6.internet072?nn=2375548

[3] Bundesgesundheitsministerium (2020): Verbesserte Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs seit Januar 2020. Online verfügbar: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/frueherkennung-vorsorge/frueherkennung-von-gebaermutterhalskrebs.html

[4] Robert Koch Institut (2018): RKI-Ratgeber. Humane Papillomviren. Online verfügbar: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HPV.html

[5] Krebsinformationsdienst: Humane Papillomviren und Krebs. Online verfügbar: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv.php

[6] Robert Koch Institut (2020): HPV (Humane Papillomviren): Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Erreger und Impfung. Online verfügbar: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/HPV/FAQ-Liste_HPV_Impfen.html;jsessionid=3F10B057E8CD109E0C8EF04167FB32E6.internet072?nn=2375548

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Titelfoto: LookerStudio/www.shutterstock.com

Diesen Monat verrät uns Foodbloggerin Claudia Braunstein, wie Menschen mit Schluckstörung Rote Bete genießen können – oder Rote Rüben, wie die Österreicherin zur leckeren Wurzel sagt. Schluckstörungen, auch Dysphagie genannt, entstehen beispielsweise durch Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich.

Liebe Leser,

Sie sehen, ich komme aus Österreich. Da tragen viele Lebensmittel und Speisen andere Namen. Rote Rüben kennt man jenseits der Grenze als Rote Bete. Bei uns sagt man an manchen Orten auch Rohnen oder Randen. Je nachdem wo man sich gerade befindet. Oberskren? Das ist auch so ein Beispiel. Kren, das ist schlicht Meerrettich mit Sahne. Und Sulz? Das wäre hochdeutsch Sülze oder Aspik. Ja, ich finde es immer wieder spannend, wie verschieden die Bezeichnungen sind.
Übrigens: ich habe Rote Rüben als Kind gehasst. Auch noch als Jugendliche konnte man mich damit um die Häuser jagen. Das lag wohl daran, dass damals diese Rüben vorwiegend aus dem Glas oder der Dose kamen.

Das hat sich sehr verändert. Heute mag ich das violette Gemüse sehr gerne und gerade bei Schluckstörungen/Dysphagie kann man Rote Rüben vielfältig einsetzen. Suppen, Smoothies oder auch Hummus lassen sich schnell daraus zubereiten. Ich kaufe gerne vorgekochte Rüben am Bauernmarkt. Da erspart man sich viel Herumpatzerei, denn Rüben färben häufig ab.

Rote Rüben oder Rote Bete lassen sich sehr gut mit Oberskren/Meerrettichsahne kombinieren. Ein wunderbares Geschmackserlebnis. Darum habe ich ein feines Rezept für Sulz/Aspik mitgebracht. Das kann man ganz einfach zubereiten, vor allem wenn man gekochte Rüben und fertigen Oberskren verwendet.

Rezept: Rote Rüben Sulz

  • 400 g Rote Rüben/Rote Bete, vorgekocht
  • 6 Blatt Gelatine
  • 250 ml klare Gemüsebrühe
  • Salz und etwas Zucker
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Msp gemahlenen Anis

Rote Rüben/Rote Bete in Würfel schneiden und in einem Topf mit der Gemüsebrühe weichkochen. Mit einem Mixstab sehr fein pürieren. Mit den Gewürzen abschmecken. Gelatine nach Anleitung anrichten und unter die Masse rühren. In kleine Gläser füllen und kaltstellen.
Wenn die Masse fest ist mit Oberskren/Sahnemeerrettich garnieren.

Wenn man Oberskren/Sahnemeerrettich selbst herstellen möchte, dann schlägt man Obers/Sahne fest auf und mischt ein wenig frisch geriebenen Kren/Meerrettich darunter. Mit etwas Zitrone abschmecken.

Ihre Claudia Braunstein!

Foto: Claudia Braunstein

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Wir von der oncgnostics GmbH forschen an der Diagnostik von unterschiedlichen Krebsarten, so auch im Bereich der Kopf-Hals-Tumoren. Mit Betroffenen, wie Claudia Braunstein im Austausch zu stehen ist uns ein wichtiges Anliegen. So lernen wir die Besonderheiten und Bedürfnisse der Menschen kennen.

Alle Gast-Rezepte von Claudia Braunstein finden Sie hier.

Nach der Behandlung seiner Krebserkrankung begann Dirk Rohde alias Don auf Facebook seine Erlebnisse niederzuschreiben. Was erst als persönliche Verarbeitung für sich und sein Umfeld startete, entwickelte sich schnell zu einem gefragten Krebsblog. Mittlerweile gilt der Motorradpolizist als geheilt, sitzt beruflich wieder fest im Sattel. Nebenbei widmet er den Großteil seiner Freizeit der ehrenamtlichen Patientenbetreuung für das Kopf-Hals-M.U.N.D.-Netzwerk, ist isPO-Onkolotse, leitet eine Selbsthilfegruppe in Köln und engagiert sich in der Kinderkrebshilfe. Wir haben nachgefragt, warum er Krebspatienten so gut helfen kann.

Herr Rohde, Sie hatten selbst Krebs und sind nun für andere Krebspatienten da. Was können Sie diesen Menschen geben?

“Als Betroffener ist das Gespräch mit anderen Betroffenen ein Gespräch auf Augenhöhe. Ich kenne selbst die Auswirkungen von Chemo- und Strahlentherapie. Denn ich hatte einen Kopf-Hals-Mund-Tumor, genauer einen Tumor am Zungengrund. Die Therapie von malignen Tumoren im Mund und Rachen ist sehr schmerzhaft und wird von teils heftigen Nebenwirkungen begleitet. Deshalb kann ich Tipps zu vielen Hilfsmitteln geben oder zu der Frage, wie ernähre ich mich.”

Sie sind beispielsweise als Patientenbetreuer oder Onkoloste unterwegs. Wie kommt der Kontakt zwischen Ihnen und den Krebspatienten zu Stande?

“Ich gehe nie von mir aus auf Patienten zu. Die Tür muss offen sein. Oft sind es die Patienten oder Angehörige selbst, die sich an mich wenden. Das geschieht über Facebook oder über eine der Organisationen, denen ich angehöre.”

Sie haben selbst keine medizinische oder psychologische Ausbildung. Wie können Sie für Krebspatienten da sein?

“Zum einen setze ich das durch die selbst gemachte Erfahrung um, zum anderen habe ich aber auch eine Schulung als isPO Onkolotse absolviert und bin hier zertifiziert. Die Gespräche mache ich einfach mit Empathie, manchmal höre ich auch einfach nur zu. Aber grundsätzlich ist eine Säule, nach der ich arbeite, die Psycho-Onkologie und da bin ich im Bereich der Peer-to-Peer-Beratung unterwegs. Das ist die Beratung von Betroffenen mit gleichgelagerter Erkrankung. Ich kann Tipps geben, beispielsweise zur Ernährung. Dass die Betroffenen mit jemandem reden können, der das überlebt hat, das hat eine positive Auswirkung auf die Krebspatienten. Und wenn diese positiv eingestellt sind, hilft ihnen das, besser durch die Behandlung durchzukommen und die Absprachen mit den Ärzten besser umzusetzen.”

Sie gelten heute als geheilt. Ist es für Sie nicht psychisch sehr belastend, sich immer wieder mit dem Thema Krebs auseinanderzusetzen?

“Viele Betroffene wollen tatsächlich die Krankheit einfach hinter sich lassen und lehnen es ab, sich weiter damit zu beschäftigen. Ich habe mich dagegen entschieden. Wenn ich merke, dass ich seelisch abbaue, suche ich für eine Zeit lang den Abstand. Es gibt aber auch viele Erlebnisse aus denen ich wieder Kraft ziehe. Einmal wurde ich zu einem Patienten gerufen, der nach einer Operation eine für ihn induzierte Strahlentherapie ablehnte. Hierdurch war in seinem Fall die Gefahr, dass der Krebs zurückkehrt, sehr hoch. Ich führte ein intensives Gespräch mit dem Patienten und erzählte ihm von meinem eigenen Weg und dass ich heute ein Leben mit Lebensqualität führe. Ich klärte ihn auf und informierte ihn, nahm mir auch Zeit für seine Fragen. Im Ergebnis bot er mir am Ende des Gesprächs das “Du” an und willigte in die dringend notwendige Behandlung ein. Heute gilt auch er als geheilt. Ihm geht es gut und einmal im Monat kommt er zu mir in die Selbsthilfegruppe. Als Selbstbetroffener war ich für ihn authentisch und drang zu ihm durch.”

Wann kommen Betroffene in der Regel in eine Selbsthilfegruppe?

“In eine Selbsthilfegruppe kommen Krebspatienten in der Regel erst nach Abschluss der Behandlung. Sie können auch psychoonkologische Hilfe und Gesprächstherapien in Anspruch nehmen. Die psychische Belastung kommt oft erst nach der Krebsbehandlung. Während der Behandlung entwickeln viele einen Tunnelblick und sind darauf fokussiert die Behandlung durchzuhalten. Ich selbst hätte während meiner Behandlung keine Hilfe von außen annehmen können. Nach der Behandlung kommt oft ein seelisches Tief und das Warten beginnt, ob der Krebs hoffentlich nicht erneut zurückkehrt.”

Sie engagieren sich außerdem in der Kinderkrebshilfe. Was können Sie den kleinen Patienten geben?

“Über meinen Blog fragen mich oft Eltern von krebskranken Kindern, ob ich diese nicht in meiner Polizeiuniform besuchen könnte. Das finden die Kinder natürlich toll. Oft habe ich auch einen kleinen Polizeiteddy mit dabei. Ich schenke den Kindern unbeschwerte Momente. Manchmal lade ich auch krebskranke Kinder zu mir auf die Polizeiwache ein und erkläre ihnen ein wenig das Polizeimotorrad und einen Streifenwagen. Ich habe sie auch schon einen kleinen “Fall” lösen lassen.”

Herr Rohde, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute für Sie und Ihre Arbeit.

Lesen Sie hier, wie Dirk Rohde zum Krebsblogger wurde.

Titelfoto: Nana – recover your smile

Nahezu die Hälfte der Menschheit besitzt dieses Organ, jeder Mensch startet sein Leben darin: Die Gebärmutter. Spätestens mit der ersten Menstruation wird jede Frau ihrer eigenen Gebärmutter gewahr. Doch wie sieht das weibliche Geschlechtsorgan eigentlich genau aus und welche Funktionen erfüllt es?

Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, zählt zu den inneren weiblichen Geschlechtsorgangen. Sie besteht aus Muskeln, deren Form an eine umgedrehte hohle Birne erinnert und befindet sich leicht oberhalb des Schambeins. Bei einer erwachsenen Frau ist der Uterus 7-10 cm groß und 50-60 g schwer. Er wird durch die Muskulatur des Beckenbodens gestützt.

Die Gebärmutter besteht aus zwei Abschnitten

Gebärmutter/Uterus

Gebärmutter

Der obere, dickere Abschnitt der Gebärmutter wird als Gebärmutterkörper (Corpus Uteri) bezeichnet, während der untere, schmalere Teil den Gebärmutterhals (Zervix) bildet.

Im oberen Teil des Gebärmutterkörpers münden zu beiden Seiten die Eileiter. Diese transportieren die reife Eizelle in die Gebärmutterhöhle. Dort kann sich eine befruchtete Eizelle einnisten und sich zu einem Embryo, bzw. Baby entwickeln. Dazu ist allerdings eine gut aufgebaute Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) notwendig. Hormonell bedingt baut sich die Gebärmutterschleimhaut zyklisch auf. Liegt keine Schwangerschaft vor, wird sie wieder abgestoßen und es kommt zur Regelblutung.

Die Verbindung zwischen Gebärmutter und der Vagina ist der Gebärmutterhals. Während der Zervixkanal in der Gebärmutter mündet, ragt der äußere Muttermund in die Scheide hinein.

Die Gebärmutter während der Schwangerschaft

Wächst ein Kind in der Gebärmutter heran, leistet das Organ Erstaunliches. Der Uterus wächst, dehnt und verdickt sich, damit in ihm das größer werdende Baby, der Mutterkuchen und Fruchtwasser Platz finden. Während einer Schwangerschaft kann allein die Gebärmutter etwa ein Kilo wiegen. Unter der Geburt ziehen sich die Muskeln der Gebärmutter zusammen, unterschiedliche Wehen helfen schließlich dabei, das Kind auszutreiben.

Erkrankungen des Uterus

Bei einem schwachen Beckenboden kann es zu einer Gebärmuttersenkung kommen. Auch können sich gutartige Knoten in der Muskulatur des Uterus, sogenannte Myome bilden. Eine sehr häufige Frauenkrankheit ist die Endometriose. Dabei lagert sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Organs ab, was für die Frauen sehr schmerzhaft sein kann und häufig auch eine Ursache für unerfüllten Kinderwunsch darstellt.

Gebärmutterkrebs betrifft den Gebärmutterkörper und tritt meist hormonell bedingt, manchmal aber auch durch erbliche Veranlagung auf. Ungewöhnliche Blutungen können einen Hinweis auf eine Krebserkrankung sein und sollten abgeklärt werden.

Infiziert sich eine Frau beispielsweise beim Geschlechtsverkehr mit HPV (Humanen Papillomviren), bemerkt sie in der Regel davon nichts. In den meisten Fällen heilt die HPV-Infektion von allein aus. Selten jedoch hält die Infektion an und verändert das Gewebe am Gebärmutterhals. Auch diese Veränderungen (Dysplasien) können sich wieder zurückbilden – es können sich jedoch auch Krebsvorstufen bis hin zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig zur Krebsvorsorge beim Frauenarzt zu gehen, um Gebärmutterhalskrebs früh, möglichst bereits in seinen Vorstufen zu entdecken.

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Titelbild:  GoodStudio/Shutterstock.com

Schluckstörungen, auch Dysphagie genannt, können Betroffenen den Genuss beim Essen vermiesen. Sie entstehen unter anderem durch Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich. Die österreichische Foodbloggerin Claudia Braunstein kennt das Problem aus eigener Erfahrung und teilt auf ihrem Blog köstliche Rezepte. Heute verrät sie uns ihr Kürbiskuchen-Rezept:

Liebe Leserinnen und Leser, 

Kuchen sind für Menschen, die an Dysphagie/Schluckstörungen leiden, ein besonders heikles Thema. Vor allem, wenn der Grund eine Tumorerkrankung im Mund war und durch die Entfernung von Gewebeteilen, in meinem Fall ein Teil der Zunge, eine funktionelle Einschränkung besteht. Da ist es oft sehr schwierig, trockene und bröselige Speisen zu schlucken. Wenn ich unterwegs bin, helfe ich mir, indem ich feste Teigböden einfach meiner Begleitung überlasse und nur die weiche Füllung esse.

Kürbiskuchen auch mit Schluckstörung ein Genuss

Ich mag Kürbis in allen Variationen, früher gerne auch den bekannten Pumpkin Pie, der ja einen Mürbteigboden hat. Das geht leider gar nicht. Wenn man die Füllmasse etwas modifiziert, dann lässt sich ganz einfach ein Kürbiskuchen ohne Boden herstellen. Natürlich lässt sich die Kürbis-Topfen-Masse auch mit Teigboden backen.

Wir ÖstereicherInnen sagen zu Quark übrigens Topfen.

Rezept: Kürbiskuchen ohne Boden

  • 500 g Magertopfen/Magerquark
  • 350 g Frischkäse
  • 3 Eier
  • 200 g Feinkristallzucker
  • 3 EL Mehl
  • 250 g Kürbis, Hokkaido
  • ½ TL Zimt, gemahlen
  • ¼ TL Kurkuma, gemahlen
  • ½ TL Vanillezucker
  • ¼ TL Muskat
  • etwas Butter
  • 1 Springform mit 21 cm

Den Springform-Boden mit einem Backpapier-Kreis auslegen und den Rand mit Butter einfetten. Dann den Backofen mit Ober/Unterhitze auf 170 Grad vorwärmen.

Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen, schälen und in Würfel schneiden. Anschließend die Kürbiswürfel in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und weichkochen. Das Wasser abgießen und den Kürbis fein pürieren, danach zur Seite stellen und auskühlen lassen.

Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. In einer anderen Schüssel alle weiteren Zutaten aufschlagen. Erst dann das steife Eiweiß unterheben. Die Masse in die Springform füllen und bei 170 Grad ca. 90 Minuten backen. Auskühlen lassen und am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Ihre Claudia Braunstein!

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Wir von der oncgnostics GmbH forschen an der Diagnostik von unterschiedlichen Krebsarten, so auch im Bereich der Kopf-Hals-Tumoren. Mit Betroffenen, wie Claudia Braunstein im Austausch zu stehen ist uns ein wichtiges Anliegen. So lernen wir die Besonderheiten und Bedürfnisse der Menschen kennen.

Alle Gast-Rezepte von Claudia Braunstein finden Sie hier.

Erfahrungsberichte von Frauen in der Familienplanung, bei denen in der Krebsvorsorge ein auffälliger Befund gestellt wurde, sind häufig von Unsicherheit und Frust geprägt. Nach einem gemeinsamen Aufruf mit der Anti-Krebs-Aktivistin Myriam von M. erzählten uns viele Frauen ihre Geschichte. Einige erlebten nach einer durchgeführten Konisation Risikoschwangerschaften oder sogar Fehlgeburten. Sie berichteten von Schuldgefühlen und der Angst vor einer erneuten Schwangerschaft, obwohl sie gern ein (weiteres) Kind bekommen würden.

Auffälliger Befund: Auswirkungen auf die Familienplanung

Treten Auffälligkeiten in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge auf, wie beispielsweise ein auffälliger Pap-Befund oder ein positiver HPV-Test, kann dies zu psychologischen Belastungen führen. Dies zeigt eine neue Studie [1], für die 3.753 Frauen befragt wurden.

  • Danach ist nahezu jede zweite Frau psychologisch stark von den Risiken einer Konisation belastet.
  • Bei knapp einem Drittel der Befragten hat die Überlegung, eine Konisation durchführen zu lassen, starken Einfluss auf die Familienplanung.

Die Unsicherheit der Frauen ist unter anderem auf die Methode des „Kontrollierten Zuwartens“ zurückzuführen. Festgestellte Auffälligkeiten am Gewebe heilen häufig von alleine wieder aus. Daher werden sie oft über einen langen Zeitraum mit wiederholten Tests beobachtet. Bei Frauen, die noch nicht mit der Familienplanung abgeschlossen haben, kann sich so das Gefühl einstellen, dass ihnen wertvolle Zeit verloren geht. Auch das Wissen darum, dass sich Gebärmutterhalskrebs über viele Jahre entwickelt, kann die Frauen mit Kinderwunsch unter Zeitdruck setzen. So kann es sein, dass die Frau so schnell wie möglich schwanger werden möchte, bevor der vermeintlich schlechte Befund des Gebärmutterhalsabstriches noch weiter fortschreitet.

Gibt es einen Zusammenhang von Konisation und Frühgeburt?

Bleiben die Untersuchungsergebnisse auffällig oder verschlechtert sich der Befund, verdichten sich somit die Anzeichen für eine Krebserkrankung. In dem Fall kann vom Arzt eine Konisation empfohlen und durchgeführt werden. Dabei wird der Gebärmutterhals kegelförmig ausgeschnitten [2].

Es ist umstritten, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen einem solchen Eingriff und späteren Frühgeburten gibt. Verschiedene wissenschaftliche Studien legen jedoch nahe, dass das Risiko für eine Frühgeburt nach einer durchgeführten Konisation zunimmt.

Beispielsweise zeigen Studienergebnisse von 2010 [3]:

  • Jede dritte Frau, bei der zwei solcher Eingriffe durchgeführt wurden, erlebten eine Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche. Von den Frauen mit einer Konisation passierte dies elf Prozent, ohne Konisation vier Prozent.
  • Extreme Frühgeburten vor der 28. Schwangerschaftswoche kamen bei drei Prozent der Frauen vor, die zwei Konisationen durchführen ließen. Von den Frauen mit einer Konisation war es ein Prozent, von denen ohne einen Eingriff 0,3 Prozent.

Entsprechend nachvollziehbar ist es, dass betroffene Frauen beunruhigt sind, wenn sie eine erste oder weitere Schwangerschaft planen.

Anzeichen von Gebärmutterhalskrebs: Schwangerschaft nicht unmöglich

An dieser Stelle ist es wichtig festzuhalten, dass Auffälligkeiten in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge dem geplanten Familienzuwachs nicht grundsätzlich im Weg stehen. Hier gilt es, die Anzeichen genau zu deuten. Eine Infektion mit Humane Papillomaviren (HPV) kann Krebs auslösen, das muss jedoch nicht geschehen. Ein Großteil der Frauen hat in ihrem Leben eine HPV-Infektion, die meist völlig unbemerkt von allein wieder ausheilt. Ein zusätzlicher auffälliger Pap-Befund kann sich zudem nicht nur verschlechtern, sondern auch verbessern. Nur selten entsteht wirklich Krebs. Gebärmutterhalskrebs entsteht über verschiedene Vorstufen. Er kann bereits in einem frühen Stadium entdeckt werden. In diesem Fall ist die Krebserkrankung fast immer heilbar. Die Gebärmutter selbst bleibt erhalten und nimmt keinen Schaden.

Deutlich wird, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt während der Familienplanung bereits vor einer Schwangerschaft dazugehören. Bei auffälligen Pap-Befunden oder HPV-Infektionen können molekularbiologische Verfahren dabei unterstützen, herauszufinden, ob diese Auffälligkeiten tatsächlich auf eine zu behandelnde Krebsvorstufe oder bestehende Krebserkrankung zurückzuführen sind. Die Zeit der engmaschigen Kontrolle beim Frauenarzt kann somit deutlich verkürzt und klare Vorgehensweisen schnell beschlossen werden. Auch können so im Einzelfall operative Eingriffe wie eine Konisation verhindert werden.

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[1] Jentschke et al. (2020): Psychological distress in cervical cancer screening: results from a German online survey, in: Archives of Gynecology and Obstetrics 302:699–705.

[2] https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/leben-mit-krebs/kinderwunsch-und-krebs/erhalt-der-fruchtbarkeit.html

[3] Ørtoft et al. (2010): After conisation of the cervix, the perinatal mortality as a result of preterm delivery increases in subsequent pregnancy, in: BJOG 117:258–267.

 

Titelfoto: Africa Studio/Shutterstock.com

Von einem Moment auf den anderen wurde aus dem aktiven, leidenschaftlichen Polizisten Dirk Rohde ein Krebspatient, der um sein Leben kämpft. Inzwischen hat er diesen Kampf gewonnen und eine neue Leidenschaft entdeckt. Mit Leib und Seele ist der Krebsblogger alias Don nun für andere Krebspatienten da. Doch wie entwickelt sich aus einem persönlichen Schock so eine produktive Energie? Wir haben nachgefragt.

Herr Rohde, Ihr Blog auf Facebook heißt „Schockdiagnose Krebs. Plötzlich ist alles anders.“, auf Instagram sind sie als don.ro unterwegs. War es für Sie nach ihrer Diagnose sofort klar, dass Sie Ihr Erlebtes mit der Öffentlichkeit teilen wollen?

“Die Krebsdiagnose war für mich tatsächlich ein Schock. Ich bin mit einer Delle am Hals zum Arzt, der Verdacht einer Zyste stand im Raum. Dann stellte sich plötzlich heraus, dass ich einen Kopf-Hals-Mund-Tumor, genauer einen Tumor am Zungengrund habe. Das bedeutet: sehr komplizierte Operationen, begleitet von Strahlen- und Chemotherapie. Meine Prognose war zunächst nicht sehr gut. Die Therapie war für mich sehr qualvoll. Für die Behandlung habe ich einen Tunnelblick entwickelt. In dieser Situation hätte ich selbst kaum Hilfe annehmen, geschweige denn einen Blog schreiben können. Nach so einer Behandlung sind viele Patienten seelisch angeschlagen. Ich hatte das Bedürfnis, mir das Erlebte von der Seele zu schreiben. Damit habe ich erst Monate danach angefangen. Erst war der Blog nur für mich und Freunde gedacht, um das Erlebte zu verarbeiten. Dass ich damit so eine öffentliche Wirkung erzielen würde und Krebsblogger werden würde, war überhaupt nicht beabsichtigt.”

Sie haben aktuell rund 18 000 Abonnenten auf Facebook – Tendenz steigend. Wie fanden die alle zu Ihnen?

“Als ich in der akuten Situation war, hatte ich niemanden, mit dem ich über die Krankheit reden konnte. Ich habe gegoogelt, aber irgendwann war ich es leid nur noch zu lesen, wie schlecht meine Aussichten sind. Mein Blog ist da anders. Ich war vor der Krebserkrankung Polizist und habe den Wiedereinstieg in den Beruf geschafft. Ich bin wieder als Motorradpolizist unterwegs. Das zeige ich auf meinem Blog. Hoffnung ist ein ganz wichtiger Bestandteil, denn ich bin ein Betroffener, der als geheilt gilt.”

Sie stehen wieder fest im Berufsleben. Nebenbei engagieren Sie sich ehrenamtlich stark für Krebspatienten, beispielsweise leiten sie eine Krebsselbsthilfegruppe in Köln. Wie kam das?

“Das baute sich alles langsam über Monate auf. Ich hatte mich beim Patientennetzwerk Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V.  angemeldet. Dann wurde ich gefragt, ob ich nicht eine Selbsthilfegruppe in Köln gründen wolle. Ich wusste noch gar nicht, wie man eine Gruppe führt und sagte trotzdem zu. Außerdem erreichen mich über meinen Blog immer wieder Anfragen von Krebspatienten oder deren Angehörige. Mittlerweile bin ich ehrenamtlich Patientenbetreuer, isPO -Onkolotse, leite eine Selbsthilfegruppe und engagiere mich in der Kinderkrebshilfe.”

Herr Rohde, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin alles Gute für Ihre Arbeit!

Fotos: privat: Dirk Rohde

Umgangssprachlich wird eine Sepsis auch als Blutvergiftung bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Infektion, die den ganzen Körper betrifft. Das Gefährliche daran: Im Kampf gegen die Infektion greift das Immunsystem auch körpereigene Organe an. Die schlimmste Folge kann ein lebensbedrohliches Multiorganversagen sein. Umso wichtiger ist es, die Ursachen und Symptome einer Sepsis zu kennen. 

Eine Sepsis ist nicht immer leicht zu diagnostizieren. Jährlich treten in Deutschland rund 280 000 Sepsisfälle auf. Rund ein Drittel enden tödlich. Bei einer Infektion gelingt es dem Immunsystem normalerweise den Entzündungsherd örtlich zu begrenzen. Tritt eine Sepsis auf, konnten die Erreger die lokale Begrenzung allerdings durchbrechen und breiten sich im gesamten Blutkreislauf aus.

Sepsis: Ursachen einer Sepsis

Grundsätzlich kann jede Infektion, ob mit Bakterien, Viren oder Pilzen, eine Blutvergiftung auslösen. Wenn die Krankheitserreger eines lokal begrenzten Infektionsherds in den gesamten Blutkreislauf gelangen, entsteht eine Sepsis. Entgegen der weit verbreiteten Meinung muss diese nicht durch eine äußere, sichtbare und infizierte Wunde entstehen. Infektionen wie eine Lungenentzündung oder ein entzündeter Zahn können ebenso zu einer Sepsis führen, wie offene Wunden durch Verletzungen. Eine Sepsis kann jedoch auch die Folge einer Komplikation nach einem chirurgischen Eingriff sein.

Symptome einer Sepsis

Tritt eine Sepsis auf, zählt oft jede Minute. Leider ist es jedoch nicht immer einfach, diese zu erkennen. Sehr hohes Fieber, Schüttelfrost, aber auch Untertemperatur können auf eine Sepsis hindeuten. Auch Herzrasen oder eine beschleunigte Atmung können Symptome einer Blutvergiftung sein. Oft ähneln die Symptome einem normalen grippalen Infekt, bis sich der Zustand des Patienten schlagartig verschlechtert. Betroffene sollten unverzüglich ein Krankenhaus aufsuchen. Für Ärzte ist es nicht sofort vorher zu sehen, ob sich aus einer scheinbar harmlosen Infektion eine lebensbedrohliche Sepsis entwickeln wird.

Das Immunsystem spielt eine große Rolle

Besonders gefährdet sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Das Risiko für eine Blutvergiftung steigt beispielsweise bei der Einnahme bestimmter Medikamente, Diabetes mellitus, einer Krebserkrankung oder nach einer Operation. Es besteht allerdings auch eine Annahme, dass manche Menschen durch eine Sepsis eine unvorhersehbare Immunschwäche ausbilden und somit für lebensbedrohliche Folgeinfektionen anfällig sind. Aus diesem Grund forschen wir als Teil eines EU-Konsortiums Diagnosemöglichkeiten, um herauszufinden, welche Patienten besonders gefährdet sind, eine solche Immunschwäche auszubilden.