Humane Papillomviren sind eine Gruppe von Viren, die weit verbreitet sind. In den meisten Fällen bemerken die Betroffenen von ihrer Infektion gar nichts. Bestimmte HPV-Typen sind jedoch für die Entstehung von Tumoren, wie Gebärmutterhalskrebs, verantwortlich.

Fast jeder Mensch infiziert sich irgendwann in seinem Leben mit HPV. Übertragen werden die HP-Viren hauptsächlich über Hautkontakt, aber auch durch Geschlechtsverkehr. Oft bleibt die Infektion unentdeckt, da keine Symptome bemerkt werden und die Infektion heilt von selbst wieder aus. Es können jedoch auch harmlose oder unangenehme Warzen, wie beispielsweise Genitalwarzen, entstehen. In wenigen Fällen und bei bestimmten HPV-Typen kommt es zu einer chronischen HPV-Infektion, die mehrere Jahre andauern kann. Dabei können bösartige Zellveränderungen entstehen. Krebsvorstufen oder Krebs können die Folge sein. HP-Viren sind insbesondere für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Aber auch Tumore im Mundbereich sowie an Scheide, Penis und im Analbereich sind auf Humane Papillomviren zurückzuführen.

HPV-Hochrisiko-Typen

Nicht alle HP-Viren verursachen Krebs. Bisher sind laut dem Robert Koch-Institut über 200 HPV-Typen vollständig identifiziert. Sie lassen sich in fünf verschiedene Arten einteilen: Alpha-, Beta-, Gamma-, Mu- und Nu-HPV. Nur die Gruppe der Alpha-HPV kann beim Menschen die Haut und Schleimhaut infizieren.

Generell lassen sich die Typen in Hochrisiko- und Niedrigrisikotypen einteilen. Die Niedrigrisikotypen („low-risk“ Viren) können zu Warzen im Genitalbereich führen. Eine lebensbedrohliche Erkrankung ist durch sie jedoch kaum zu befürchten. Hochrisikotypen (high-risk Viren) können bösartige Zellveränderungen, also Krebs, verursachen.

Schutz vor einer HPV-Infektion

Eine Impfung gegen HPV ist der wirksamste Schutz vor einer HPV-Infektion. Denn auch Kondome schützen beim Sex nicht ausreichend. Kinder ab neun Jahre können gegen bestimmte Hochrisiko-HPV-Typen geimpft werden. Generell gilt: Am besten sollte die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Das gilt sowohl für Jungen als auch für Mädchen. Denn die Impfung schützt nicht nur vor Gebärmutterhalskrebs. Auch andere Krebsarten stehen in Verbindung mit HPV. Zusätzlich zur Impfung sollten Frauen regelmäßig zu ihrem Frauenarzt zur Krebsvorsorge gehen.