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Sehr vereinfacht ausgedrückt, betrachtet der Gynäkologe das Gewebe des Gebärmutterhalses mit Hilfe eines besonderen Mikroskops, dem Kolposkop. Kleinste Gewebeveränderungen werden dabei sichtbar. Diese können auf eine Krebserkrankung hinweisen. Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt und ist für die Frau nicht aufwendiger oder schmerzhafter als eine normale gynäkologische Untersuchung.

Die Kolposkopie

Natürlich läuft die Untersuchung etwas komplexer ab. Das Kolposkop ermöglicht dem Experten das Gewebe des Muttermundes mit einer bis zu 40-fachen Vergrößerung zu betrachten. Veränderungen können so bereits sichtbar werden. Zusätzlich trägt der Arzt fünf prozentige Essigsäure auf den Muttermund auf. Krankhafte Veränderungen färben sich nun weiß. Darüber hinaus wird manchmal eine Jodlösung auf den Muttermund aufgetragen. Auch hier kann der Experte anhand der braunen Färbung des Gewebes Veränderungen erkennen.

Für eine Kolposkopie überweist der Frauenarzt die betroffenen Frauen normalerweise an eine Spezial- oder Dysplasiesprechstunde.

Kolposkopie mit Biopsie   

Gebärmutterhals mit verändertem Zellgewebe

Werden bei einer Kolposkopie Veränderungen des Gewebes sichtbar, kann in der gleichen Untersuchung eine Gewebeprobe entnommen werden. Dazu benutzt der Gynäkologe eine Biopsiezange. Das Verfahren nennt sich kolposkopie-gesteuerte Biopsie und ist nicht schmerzhaft.

Wer es genau wissen möchte

Menschen, die wissen was auf sie zukommt, haben oft weniger Angst vor einer Untersuchung. Das Portal DocCheck stellt ein Lehrvideo zur Verfügung, das auch für den Laien verständlich und gut anzusehen ist. Die Patientin ist in diesem Fall ein Dummy.

Wann ist eine Kolposkopie ratsam?

In den meisten Fällen läuft die jährliche Krebsvorsorge wie folgt ab: Nach dem Pap-Test verabschieden sich die Patientinnen von ihrem Frauenarzt und sehen ihn meist erst nach einem Jahr wieder – zum nächsten Vorsorgetermin. Denn: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten.

Doch was passiert, wenn der Arzt anruft, da der Pap-Test auffällig war? Weitere Untersuchungen sind dann notwendig, wie beispielsweise die Kolposkopie. Dafür muss die Patientin meist auf einen Termin in einer Spezialsprechstunde warten.

Der Frauenarzt kann eine erste Abklärung aber auch selbst übernehmen. Zum Beispiel mit Hilfe eines Tests wie GynTect, dessen Methylierungsmarker Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses erkennen. Für die Durchführung des Tests ist nur eine weitere Abstrichprobe während der normalen Sprechstunde notwendig. Die Probe wird anschließend in einem Labor ausgewertet. Liefert der Abklärungstest ein positives Ergebnis, liegt sehr wahrscheinlich eine schwergradige Gewebeveränderung (CIN) vor und eine Kolposkopie mit Biopsie ist unumgänglich. Bei negativem Ergebnis muss die Frau nicht zur Kolposkopie und kann in einem Jahr wie gewohnt den Frauenarzt zur Vorsorge aufsuchen.

 

 

Jena, 20. Februar 2019 – Der Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs GynTect kann nun auch auf dem weit verbreiteten PCR-System cobas Z480 Analyzer von Roche Diagnostics durchgeführt werden. Das ermöglichte eine Erweiterung der CE IVD Zulassung (CE Kennzeichnung für In-vitro Diagnostika). Entwickler und Anbieter von GynTect ist das Biotech-Unternehmen oncgnostics GmbH.

GynTect klärt schnell und zuverlässig, ob bei einer Patientin mit einem auffälligen Befund beim Pap-Abstrich oder einer HPV-Infektion tatsächlich ein zu behandelnder Gebärmutterhalskrebs entsteht oder vorliegt. Im Abstrich der Patientin weist GynTect methylierte, also veränderte, DNA-Regionen nach. Die Methylierung der GynTect-Biomarker tritt speziell bei Gebärmutterhalskrebs auf.

Die Durchführung von GynTect mit dem Cobas Z480
Um GynTect durchzuführen sind zwei Schritte notwendig. Zuerst fixiert eine Bisulfitbehandlung die DNA-Methylierung im diagnostischen Material. Für die Detektion der Markerregionen ist eine PCR (Polymerase chain reaction) notwendig, wie sie beispielsweise mit dem PCR-System cobas Z480 Analyzer von Roche durchgeführt wird. Auf der Grundlage der daraus entstanden Daten werden dann im letzten Schritt die Ergebnisse des GynTect-Tests abgeleitet. Nur ursprünglich methylierte DNA Regionen werden bei der PCR amplifiziert. Das Verfahren nennt sich daher auch methylierungsspezifiische PCR (MSP).

Mehr Labore können GynTect durchführen
„Bisher konnte GynTect nur auf dem Abi 7500 Real-time PCR Gerät von Life Technologies durchgeführt werden. Durch die Erweiterung der CE IVD-Zulassung geht das nun auch auf dem PCR-System cobas Z480 von Roche Diagnostics. Durch die hohe Verbreitung des Gerätes haben nun viel mehr Labore ohne zusätzlichen Aufwand die Möglichkeit, GynTect durchzuführen”, sagte Alfred Hansel, Gründer und Geschäftsführer von oncgnostics.

Honorarfreies Pressematerial finden Sie hier:
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Viele Kunden, Freunde und Wegbegleiter sprachen uns in den vergangenen Woche auf eine Studie englischer Kollegen an, die Ende Dezember 2018 durch die Medien ging. Überschriften wie „Neue Diagnostikmethode stellte Krebs erstmals mit hundertprozentiger Treffsicherheit fest“ (heilpraxisnet.de) sorgten für Irritationen. Schließlich versprechen wir mit unserem Abklärungstest GynTect® genau das und unser Test ist bereits seit 2015 auf dem Markt.

Wissenschaftler der Queen Mary University of London veröffentlichten eine Studie1, in der sie die Effektivität eines Gen-Tests (S5 Classifier) zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs untersuchten. Während die eigentliche Studie klar ihr Studienprotokoll darstellte, wurde dieses in der Berichterstattung verzerrt wiedergegeben.

Die Londonder Studie

Es wurde eine große Studie in Kanada anhand von über 15.000 Frauen durchgeführt, welche die Überlegenheit von HPV basiertem Screening gegenüber Zytologie basiertem Screening zeigen sollte, die sogenannte HPV FOCAL Studie. In dieser Studie wurde von allen Patientenproben ein Teil für spätere Fragestellungen eingefroren. In der hier beschriebenen Studie wurden aus dem HPV Screening Arm der HPV FOCAL Studie insgesamt 257 Patienten nach bestimmten Kriterien, aber dennoch randomisiert gewählt und untersucht. Die Ergebnisse wurden auf die Gesamtpopulation der Studie mathematisch projiziert und mit den in der Studie durchgeführten Methoden verglichen.

S5 Classifier und GynTect im Vergleich

Eine der Hauptaussagen (vor allem im Bericht unter heilpraxisnet.de) war die 100%ige Erkennung der Krebserkrankungen durch den S5 Classifier. Die Erkennung von Krebserkrankungen ist auch aus unserer Sicht eine elementare Eigenschaft eines solchen Tests, die unser GynTect Test ebenso zeigt, denn auch wir haben in sämtlichen Studien keine Krebsfälle übersehen. Der S5 Classifier kann durchaus Krebsfälle übersehen. Denn der S5 Classifier weist neben einem humanen Methylierungsmarker auch 4 HPV-basierte Methylierungsmarker nach: für HPV 16, 18, 31 und 33. Es gibt jedoch insgesamt 14 HPV, die Krebs verursachen. Somit werden die anderen, zwar seltener vorkommenden, aber natürlich dennoch gefährlichen 10 HPV Typen mit diesem Test nicht erkannt.

Darüber hinaus zeigt der S5 Classifier eine recht hohe Sensitivität bei CIN2 und CIN3 Fälle, welche sich potenziell zu Krebs entwickeln könnten. Hier erkennt GynTect nicht ganz so viele, wobei seit langen bekannt ist, dass sich auch nicht so viele CIN2 (hier ca 50%) bzw CIN3 (hier ca 60-70%) zu Krebs entwickeln. Der andere Teil heilt von allein aus und muss daher auch nicht zwingend durch die Tests erkannt werden. Hier muss aber noch für beide Tests, GynTect wie auch S5 Classifier, geklärt werden, ob die Tests eine Prognose abgeben können. Für GynTect haben wir aus vergangenen Studien Hinweise darauf und momentan läuft eine prospektive Studie (GynTect-PRO) zu genau dieser Fragestellung. Betrachtet man die Spezifität des S5 Classifiers, also die Erkennung der vermutlich gesunden Patienten, so schneidet hier GynTect deutlich besser ab: Der S5 Classifier wertet mehr Frauen fälschlicherweise als krebserkrankt wie GynTect.

Martina Schmitz, CSO oncgnostics GmbH

Weitere Informationen:

Studien zu GynTect®:

Alfred Hansel, Daniel Steinbach, Christiane Greinke, Martina Schmitz, Juliane Eiselt, Cornelia Scheungraber, Mieczyslaw Gajda, Heike Hoyer, Ingo B. Runnebaum, Matthias Dürst. 2014. A Promising DNA Methylation Signature for the Triage of High-Risk Human Papillomavirus DNA-Positive Women
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0091905

Martina Schmitz, Kristina Wunsch, Heike Hoyer, Cornelia Scheungraber, Ingo B. Runnebaum, Alfred Hansel, Matthias Dürst. 2017. Performance of a methylation specific real-time PCR assay (GynTect®) as a triage test for HPV-positive women.
https://clinicalepigeneticsjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13148-017-0419-2

Schmitz M., Eichelkraut K., Schmidt D., Zeiser I., Ikenberg H., Dürst M., Hansel A. 2018
Performance of a DNA methylation marker panel using liquid-based cervical scrapes to detect cervical cancer and its precancerous stages.
https://bmccancer.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12885-018-5125-8

Die Studie zum S5 Classifier:

1Darrel A. Cook, Mel Krajden, Adam R. Brentnall, Lovedeep Gondara, Tracy Chan, Jennifer H. Law, Laurie W. Smith, Dirk J. van Niekerk, Gina S. Ogilvie, Andrew J. Coldman, Rhian Warman, Caroline Reuter, Jack Cuzick, Attila T. Lorincz. Evaluation of a validated methylation triage signature for human papillomavirus positive women in the HPV FOCAL cervical cancer screening trial
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/ijc.31976

Time to Change - Gute Vorsaetze fur 2019

Es steht uns wieder bevor: Weihnachten, Neujahr und damit die üblichen Vorsätze für ein gesünderes, sportlicheres, engagierteres Leben. Was zumeist mit viel Enthusiasmus beginnt und einige Zeit stringent angewendet wird, lässt nach ein paar Wochen stark nach und kommt schließlich zum Erliegen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nicht gerade gut darin, sich „aufzuraffen“ oder sich Zeit für Dinge zu nehmen, ohne die er auch früher gut klargekommen ist.

Wenn Ausreden gefährlich werden

 

Gute Vorsaetze_2019

In vielen Fällen ist dieses „Einknicken“ ungefährlich und endet womöglich nur in einer höheren Zahl auf der Anzeige der Waage.

Aber wenn man relevante Themen wie Vorsorgeuntersuchungen aus ebensolchen Gründen immer wieder auf’s Neue verschiebt oder gar komplett ignoriert, kann es durchaus gefährlich werden.

Laut einer Statistik des HPV Information Centre aus dem Jahr 2017 nimmt nur knapp die Hälfte aller Frauen (52,8 Prozent) zwischen 20 und 69 Jahren regelmäßig an Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung bei ihrem Frauenarzt teil. Jährlich erkranken knapp 5.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Davon sterben fast 1.600 Patientinnen. Häufig betroffen sind Frauen zwischen 15 und 44 Jahren, sodass in diesem Altersspektrum der Gebärmutterhalskrebs als dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland gelistet ist.

 

Neue Möglichkeiten für mehr Freiraum

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat bereits auf diese Zahlen reagiert und wird ab 2020 regelmäßig Schreiben versenden, die zu Früherkennungsuntersuchungen einladen. Außerdem soll es für Frauen ab 35 Jahren ein Co-Testing-Möglichkeit geben. Dabei wird bei der Frau zusätzlich zum regulären Pap-Abstrich ein HPV-Test durchgeführt. Dieser müsste sodann nur alle drei Jahre wiederholt werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Mit diesen beiden Neuerungen auf dem Gebiet der Früherkennung werden künftig auch diejenigen Frauen erreicht, die aus welchen Gründen auch immer keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahrnehmen.

Gute_Vorsaetze_2019

Regelmäßige Besuche bei der Früherkennung für Gebärmutterhalskrebs können Leben retten.

Beide Untersuchungen sind schmerzfrei. Beim jährlichen Abstrich (Pap-Test) wird eine Zellprobe des Gebärmutterhalses entnommen. Sollte es dabei zu Auffälligkeiten kommen, stehen weitere Untersuchungen an. An dieser Stelle bekommen viele Frauen Angst und wollen eine schnelle Gewissheit. Hier können Abklärungstests wie GynTect helfen, zügig klare und aussagekräftige Ergebnisse zu liefern und weitere Untersuchungen überflüssig zu machen.

Durch diese Tests können Krebsentwicklungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden. Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich über viele Jahre hinweg und ist in einem frühen Stadium fast immer vollständig heilbar. Ein jährlicher Besuch beim Frauenarzt kann demnach Leben retten. Wieso sich also unnötig einer Gefahr aussetzen? Nur weil sich der Körper gesund anfühlt, muss er das nicht sein. Zellveränderungen sind nicht schmerzhaft, man spürt Dysplasien nicht. Aus genau diesem Grund ist es umso wichtiger, sich regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Wer sich also noch keine konkreten Vorsätze gefasst und bislang regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ausgelassen hat, dem sei ein regelmäßiger Gang zum Frauenarzt hiermit als neuer Vorsatz ans Herz gelegt.

 

In diesem Sinne, einen guten Start ins Jahr 2019 wünscht das Team der oncgnostics GmbH!

In einer Studie verglichen wir GynTect® mit zwei weiteren Tests, die in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge bei auffälligen Befunden zur Abklärung verwendet werden: der cobas® HPV-Test, speziell in seiner Eigenschaft zur Typisierung der beiden häufigsten HPV-Typen, sowie CINtec® Plus, beide von der Firma Roche Diagnostics.

Studie

Wir führten GynTect® an 632 Patientenproben durch, die im Rahmen der normalen Krebsvorsorge zur Pap- und zur HPV-Befundung an CytoMol, unser Partnerlabor in Frankfurt, sowie an ZyDoLab, Dortmund, eingesendet worden waren. CytoMol führte an den Proben aus dem eigenen Labor neben Zytologie und cobas HPV-Test auch an einer Auswahl den Abklärungstest CINtec® Plus durch. Anschließend verglichen wir sämtliche Ergebnisse miteinander.

Ergebnis

Durch Cobas® HPV Test und CINtec® Plus wurden sowohl Krebsvorstufen als auch Karzinome gleichermaßen positiv getestet, ohne diese voneinander zu unterscheiden. Im Gegensatz dazu erkannte GynTect® zwar auch alle Krebsfälle, die Erkennungsrate bei den Krebsvorstufen jedoch nahm mit dem Schweregrad der Vorstufe zu.
Bei gesunden Frauen zeigen GynTect® und CINtec® Plus die gleiche sehr niedrige Erkennung, während der cobas® HPV Test mehr Frauen als positiv testete. Hier stößt die klinische Aussagekraft an ihre Grenzen, denn der cobas® HPV Test unterscheidet nicht zwischen einer HPV-Infektion und einer Krebserkrankung. Hier bedarf es in der Regel weitere Abklärungstests.

Zusammenfassung

Alle drei Tests erkennen zuverlässig bereits vorhandenen Krebs (Sensitivität=100%), jedoch unterscheidet GynTect® die unterschiedlichen Vorstufen besser (höhere Spezifität). Somit erhalten gesunde Frauen mit Hilfe von GynTect® schnelle Gewissheit, ohne sich unnötigen invasiven Maßnahmen oder Therapien unterziehen zu müssen. Die ideale Krebsvorsorge aus Sicht vieler klinischer Experten wäre daher ein HPV-Test zum Screening, mit Abklärung durch einen molekularbiologischen Test wie GynTect.
Die ausführliche Publikation zur Studie wurde im BMC Cancer veröffentlich und lässt sich hier herunterladen.

Hintergrund

Pap- und HPV-Test sind zentrale Bestandteile in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge. Denn eine Infektion mit HPV (Humane Papillomviren) kann noch Jahre später zu Gebärmutterhalskrebs führen. Mit Hilfe eines Pap-Tests wird nachgewiesen, ob auffällige Zellveränderungen im Bereich des Muttermundes und des Gebärmutterhalses vorliegen. Diese beiden Tests stellten einen Meilenstein in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge dar. Doch haben diese Methoden ihre Schwächen. Denn nicht jede Frau mit einem auffälligen Pap-Test-Ergebnis und/oder einer HPV-Infektion entwickelt auch tatsächlich Gebärmutterhalskrebs. Auf die betroffenen Frauen kommen häufig unnötige invasive Eingriffe und eine lange, belastende Zeit der Ungewissheit zu. An dieser Stelle setzt unser Abklärungstest GynTect® an. Er klärt ab, ob bei auffälligem Pap-Befund oder positivem HPV-Testergebnis tatsächlich Gebärmutterhalskrebs vorliegt oder entstehen wird.

 

oncgnostics erhält Auszeichnung für Gebärmutterhalskrebs-Abklärungstest GynTect

Von der Wissenschaft in die Praxis:

Jena, 25. Oktober 2018 – Im Rahmen der diesjährigen Fachkonferenz bionection (24. – 25. Oktober 2018 in Dresden) erhielt das Life Sciences Unternehmen oncgnostics GmbH die Technology-Transfer-Trophy (Triple Trophy) verliehen. Mit diesem Preis werden Ideen ausgezeichnet, deren Überführung in die Kommerzialisierung erfolgreich abgeschlossen wurde. 

Die zweitägige Tagung bionection wird jährlich mit dem Ziel durchgeführt, transferfähige Projekte aus Forschung und Technologieangebote bzw. -gesuche für potenzielle Wirtschaftspartner sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang ist oncgnostics, gemeinsam mit dem infectoGnostics Forschungscampus, auch 2018 als Aussteller und Referent auf dem mitteldeutschen Branchentreffen für Biotechnologie und Medizintechnik vertreten. In diesem Jahr wurde das Jenaer Unternehmen zudem für seinen Abklärungstest für Gebärmutterhalskrebs GynTect mit der Technology-Transer-Trophy ausgezeichnet.

bionection - oncgnostics erhaelt Triple Trophy

bionection 2018 – Dr. Martina Schmitz für oncgnostics als Referentin

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Die bionection ist darüber hinaus jedes Jahr eine ideale Plattform, um sich über neueste Entwicklungen und zukunftsweisende Technologien auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Kooperationen aufzubauen“, so Martina Schmitz, Geschäftsführerin der oncgnostics GmbH. Die mit einem Geldpreis dotierte Transfer-Technology-Trophy ist eine Auszeichnung für besondere Ideen, die erfolgreich in die Kommerzialisierung überführt wurden.

Seit Januar 2015 ist oncgnostics erfolgreich mit GynTect am Markt vertreten und konnte seitdem zahlreiche Forschungs- und Vertriebspartner gewinnen. Jüngst konnte das Unternehmen eine zweite Finanzierungsrunde über insgesamt 1,5 Mio. Euro erfolgreich abschließen. Investiert haben neben den Seedmatchinvestoren die Venture Capital Gesellschaft bm|t und private Investoren.

Jena, 17. Oktober 2018 – Das Life Sciences Unternehmen oncgnostics GmbH, Entwickler und Anbieter des Gebärmutterhalskrebstests „GynTect“, konnte nach der sehr schnellen erfolgreichen Beendigung seiner zweiten Crowdinvesting-Kampagne auf Seedmatch den investierten Betrag von 750.000 Euro noch einmal verdoppeln. Ein Kreis an Privatinvestoren investiert gemeinsam mit der beteiligungsmanagement thüringen GmbH (bm|t) in die oncgnostics. Das Unternehmen verwendet die Summe für weitere Forschung und Entwicklung, die Durchführung von Studien sowie die Intensivierung internationaler Marketingaktivitäten.

 

Für seinen Gebärmutterhalskrebstest GynTect startete oncgnostics im Dezember letzten Jahres bereits die zweite Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform Seedmatch. Innerhalb von drei Stunden war die Funding-Schwelle von 100.000 Euro überschritten und bereits nach 21 Tagen wurde das Ziel von 750.000 Euro erreicht: das schnellste Crowd-Investing im Bereich Life Sciences in Deutschland. Nun konnte der Betrag noch einmal verdoppelt werden: die Venture Capital Gesellschaft bm|t, die bereits an der oncgnostics GmbH beteiligt ist, investiert gemeinsam mit einem Kreis privater Investoren.

 

„oncgnostics’ GynTect Test adressiert einen Milliardenmarkt. Dieses Investment ermöglicht dem Unternehmen, die gezielten Aufbau der Umsätze sowie Marketingmaßnahmen und somit einen besseren Zugang zu diesem attraktiven Markt. Darüber hinaus verfügt oncgnostics über eine attraktive Entwicklungspipeline, die mit diesem Kapital weiter vorangetrieben wird. Deshalb beteiligen wir uns gern an dieser Finanzierungsrunde“, so Kevin Reeder, Geschäftsführer der bm|t.

 

Bessere Chancen in der Früherkennung

GynTect klärt schnell und zuverlässig, ob bei einer Patientin tatsächlich ein zu behandelnder Gebärmutterhalskrebs entsteht oder vorliegt. Das erleichtert die Risikoeinschätzung bei der Gebärmutterhalskrebsvorsorge: Unnötige, vorschnelle Operationen können vermieden und die Chancen auf frühzeitige, erfolgreiche Therapiemaßnahmen erhöht werden. Patientinnen werden Ängste durch unklare Befunde aus der derzeitigen Früherkennung auf Gebärmutterhalskrebs genommen und schnelle Gewissheit gewährleistet.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir bestehende und neue Investoren von unserem Konzept der Nutzung epigenetischer Marker in der Krebsdiagnostik sowie den sehr guten Aussichten für die Vermarktung unseres GynTect-Tests überzeugen konnten. Somit haben wir die Möglichkeit, neben verstärktem internationalem Marketing auch durch weitere Produktentwicklungen unsere Marktchancen zu verbessern“, so Dr. Alfred Hansel, Geschäftsführer der oncgnostics GmbH.

 

 

Bisherige und zukünftige Entwicklungen

Durch eine exklusive Lizenz für GynTect in China sowie Marketing- und Vertriebspartnerschaften in Portugal, der Slowakei und Tschechien wurden erste erfolgreiche Schritte im internationalen Marketing unternommen. Weitere strategische Partnerschaften, u.a. in den USA, werden angestrebt. Im Dezember 2017 startete zudem eine auf drei Jahre angelegte Studie gemeinsam mit zehn Forschungszentren in ganz Deutschland, die das prognostische Potenzial des GynTect-Tests belegen soll. Eine weitere Studie zur psychischen Belastung von Frauen mit auffälligen Pap- oder HPV-Testergebnissen wurde gerade abgeschlossen. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht werden.

 

oncgnostics beschäftigt sich gemeinsam mit klinischen Partnern auch mit der Entwicklung von Tests bei anderen Krebserkrankungen. So arbeitet das Thüringer Unternehmen an der Validierung von Markern für Kopf-Hals-Tumore und möchte die Früherkennung auch bei Eierstockkrebs verbessern.

 

 

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Vor ein paar Monaten besuchte ich meine ursprüngliche Heimat, die USA. Hier habe ich meine ersten 16 Lebensjahre verbracht und ich fühle mich dem Land und den Leuten sehr verbunden. Ich besuchte meine Familie, für Urlaub war jedoch kaum Zeit, denn ich war in meiner Mission, dem Kampf gegen Krebs unterwegs, für meine Kampagne “Fuck Cancer” und für meine Serie “Voller Leben – Meine letzte Liste”.

 

Farrah Fawcett Foundation

Ich hatte dabei die Gelegenheit, die Farrah Fawcett Foundation, die sehr engagiert ist im Bereich HPV-bezogener Krebs, zu besuchen. Farrah Fawcett war eine US-amerikanische Schauspielerin, vielen Älteren noch bekannt als einer der „Drei Engel für Charlie“, einer amerikanischen Krimiserie, die auch in Deutschland sehr erfolgreich lief. 2006 wurde bei ihr ein Analtumor festgestellt. Analtumore werden überwiegend durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht, dieselben Viren, die auch Gebärmutterhalskrebs, Peniskarzinome oder Hals-Rachen-Karzinome verursachen können. Mit der Diagnose begann Farrahs Kampf gegen Krebs. Sie gründete 2007 die Farrah Fawcett Foundation mit dem Ziel, eine Heilung für ihren Krebs zu finden. Bereits 2009 erlag Farrah allerdings ihrem Leiden, doch die Stiftung kämpft bis heute in ihrem Sinne weiter. Sie unterstützt Spitzenforschung im Bereich HPV-basierter Krankheiten und organisiert und unterstützt Präventionsprogramme. Und sie hilft Betroffenen, die selbst nicht die finanziellen Mittel für eine Behandlung haben.

Ich habe die Foundation besucht, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren und Ihnen meine Arbeit für eine Kooperation “über den großen Teich” vorzustellen. Dabei habe ich auch oncgnostics und den Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, “GynTect“, vorgestellt.

 

Besuch bei den McCartneys

Den Kontakt zur Farrah Fawcett Foundation habe ich über Ruth McCartney erhalten, der Halbschwester von Paul McCartney, die ich 2015 kennengelernt habe. Seitdem bin ich mit ihr und ihrer Mutter Angie befreundet. Angie betreibt einen Handel mit organischen Tees. Ein Teil des Erlöses geht an das Linda McCartney Brustkrebs-Center. Auch die beiden habe ich besucht. Angie veröffentlicht regelmäßig Facebook-Videos zu Themen, die sie bewegen und ich habe mich sehr gefreut, dass sie mich als Gast einlud und mir die Gelegenheit gab, ihren Followern von meiner Kampagne gegen Krebs zu erzählen. Das Video ist hier zu sehen.

 

Vergleich Deutschland – USA

Generell ist es für mich spannend, immer wieder neue Menschen kennenzulernen und dabei die Unterschiede zwischen den beiden Ländern festzustellen. In den USA wird dir viel offener und mit Freundlichkeit begegnet. Die Aufklärung zu HPV ist in Amerika gut, aber definitiv ausbaufähig. Die Kinder werden in den USA in der Schule über HPV aufgeklärt. Das ist in Deutschland weniger der Fall.

Beim Umgang mit Gebärmutterhalskrebs gibt es gravierende Unterschiede zwischen Deutschland und den USA: Amerikaner sind offener dem Thema gegenüber. Sie sprechen offen darüber, wenn sie daran erkrankt sind. Unterschiede gibt es v.a. in der Vorsorge durch die unterschiedlichen Gesundheitssysteme. Nicht jeder US-Amerikaner kann sich die Vorsorge leisten, v.a. in den Subkulturen und von Migranten wird sie nicht in Anspruch genommen.

Die Ernsthaftigkeit des Themas Gebärmutterhalskrebs ist in den USA noch nicht so richtig angekommen, aber der Umgang damit ist deutlich offener als in Deutschland. Die US-Amerikaner nehmen nicht alles so hin. Davon können die Deutschen lernen. Außerdem werden neue Therapiemethoden und Medikamente in den USA viel bekannter als in Deutschland, weil sie dort beworben werden dürfen. Auch für die Impfungen gibt es dort Werbung. Die HPV-Impfquote ist in den USA höher als in Deutschland. Das liegt daran, dass in den USA eine generell höhere Bereitschaft zur Impfung besteht. Wenn Kinder nicht gegen die klassischen ansteckenden Krankheiten geimpft sind, dann dürfen sie nicht in die Schule gehen.

Egal, ob man in Deutschland oder den USA lebt: das Bewusstsein für Krebs ist in beiden Ländern zu gering. Gerade im Bereich Gebärmutterhalskrebs gibt es Vorsorgemaßnahmen, die in Deutschland jede Frau wahrnehmen kann, denn die Kosten werden ja von den Krankenkassen übernommen. Also:

Lasst euch und eure Kinder gegen HPV impfen und geht regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen!

 

 

Über Myriam von M

Myriam von M ist Deutschlands bekannteste Krebsaktivistin. Seit 16 Jahren kämpft die Deutsch-Amerikanerin selbst gegen den Krebs an. Zuerst erhielt sie die Diagnose Vulvakrebs, drei Jahre später erkrankte sie an Gebärmutterhalskrebs. Unzählige Operationen und Therapien hat sie hinter sich. 2014 startete sie die Aufklärungskampagne “FUCK CANCER”, mit der sie bundesweit große Erfolge feierte. Wöchentlich erreicht sie auf Facebook 19 Millionen Menschen. Myriam von M begleitet Menschen während ihres Sterbeprozesses und ist für sie da.

Myriam interessiert sich nicht nur für die Linderung der Folgen von Krebs, sondern auch für die Prävention. Sie besuchte oncgnostics mehrere Male und informierte sich über die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Außerdem ließ sie den GynTect Test bei sich durchführen und bei oncgnostics im Labor auswerten.

Myriam auf Facebook

Myriams Webseite

Zurzeit werden in den Medien (z.B Tiroler Zeitung, Ärzteblatt1, Ärzteblatt2) Diskussionen um die Sinnhaftigkeit von Pap- im Vergleich zum HPV-Test geführt. Denn in der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung sind einige Neuerungen geplant. Wir wollen deshalb genauer erklären, was beide Tests eigentlich leisten.

 

Was ist der Pap-Test?

Der Pap-Test ist nach dem amerikanisch-griechischen Arzt Dr. George Papanicolaou benannt, der diesen mikroskopischen Test bereits 1928 entwickelt hat. Der Test wird vom Frauenarzt bei der jährlichen Untersuchung zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung durchgeführt. Der Arzt entnimmt hierfür einen Zellabstrich vom äußeren Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhalskanal. Im Labor wird dieser Abstrich eingefärbt und auf Zellveränderungen unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wird nach Zellveränderungen gesucht, die Hinweise auf Erkrankungen geben können. Aufgrund des Zellbildes werden die Abstriche in Schweregrade von Pap I (= keine Auffälligkeit) bis hin zu Pap V (= Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs), eingeteilt.

Werden Auffälligkeiten erkannt, meldet sich der Frauenarzt bei der Patientin und bespricht mit ihr das weitere Vorgehen.

Nachteil des Tests: Patientinnen mit auffälligen Pap-Befunden werden regelmäßig alle 3 – 6 Monate untersucht, um die Zellveränderungen zu beobachten. Die meisten Zellveränderungen sind nicht Besorgnis erregend, denn sie heilen von allein wieder aus. Und es dauert meist Jahre, bevor sich aus einigen der Gewebeveränderungen (sog. Dysplasien) Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.

Zellveränderungen können auch übersehen werden. Um dies zu kompensieren, wird hierzulande der Pap-Test jährlich durchgeführt. Dies soll die Chance erhöhen, bösartige Veränderungen rechtzeitig zu entdecken. Allerdings nimmt nur etwa die Hälfte der Frauen jährlich an der Untersuchung teil. Und trotz regelmäßiger Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen kommt es bei manchen Frauen zu Gewebeveränderungen bis hin zu Krebs. Fast die Hälfte aller Frauen, bei denen jährlich eine Krebserkrankung festgestellt wird, gibt an, regelmäßig an der Vorsorge teilzunehmen. Bei ihnen hat der Pap-Test dann mehrfach versagt.

Vorteil des Tests: neben Gewebeveränderungen bis hin zu Krebs können auch Entzündungen und Infektionen nachgewiesen werden, die nicht durch HPV ausgelöst werden und auch nicht zu Krebs führen.

Weitere Informationen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung und auch speziell zum Pap-Test finden Sie hier:

www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/frueherkennung.php#inhalt3

 

 

Was ist der HPV-Test?

Zur Abklärung, ob sich Zell- und Gewebeveränderungen zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können, wird häufig ein HPV-Test durchgeführt. Bei diesem wird getestet, ob eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) vorliegt. Diese Viren sind die Verursacher von Gebärmutterhalskrebs. Fällt der HPV-Test also negativ aus, muss sich die Patientin keine Sorgen machen, denn ohne Virusinfektion keine Krebserkrankung.

Vorteil des Tests: speziell ein negatives Testergebnis hat eine sehr hohe Aussagekraft. Denn im Falle eines negativen HPV-Tests ist das Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln oder bereits zu haben, sehr gering. In einigen Ländern wird daher inzwischen statt des Pap-Tests ein HPV-Test als erster Test in der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge eingesetzt.

Nachteil des Tests: Ein positives HPV-Testergebnis weist eine vorliegende HPV Infektion nach. Die meisten dieser Infektionen heilen innerhalb von 1 – 2 Jahren aus, ohne dass die Frau etwas davon merkt. Nur ca. 10% aller HPV Infektionen verbleiben länger und können in der Folge zu Gewebeveränderungen (Dysplasien) führen. Letztendlich würde nur ca. 0,5 – 1% der infizierten Frauen bei nicht rechtzeitiger Behandlung Krebs entwickeln.

Weitere Infos zum HPV-Test erhalten Sie hier: www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv2.php

 

Merke: Der Pap-Test klärt, ob Zellveränderungen vorhanden sind. Der HPV-Test klärt, ob eine Infektion mit Humanen Papillomviren vorliegt. Beide Tests haben ihre Vor- und Nachteile.

 

Veränderung in der Vorsorge: Kombination aus Pap- und HPV-Test

In der Gebärmutterhalskrebsvorsorge steht eine Veränderung bevor. Frauen ab 35 erhalten voraussichtlich künftig in Deutschland ein sog. Co-Testing aus Pap- und HPV-Test, das nur alle drei Jahre durchgeführt werden muss. Co-Testing heißt, es werden Pap- und HPV-Test gleichzeitig durchgeführt. Dadurch erhält man nicht nur den Hinweis, ob Zellveränderungen vorliegen (Pap-Test), sondern erfährt, ob gleichzeitig eine HPV-Infektion vorliegt (HPV-Test). Durch die Kombination sinkt das Risiko, dass Zellveränderungen beim Pap-Test übersehen werden, wenn der HPV-Test zeitgleich positiv ausfällt. Zugleich sinkt das Risiko einer Übertherapie für Patientinnen, bei denen eine HPV-Infektion nachgewiesen wird, obwohl (noch) keine Zellveränderungen feststellbar sind. Die deutlich höhere Sicherheit bei doppelt negativem Ergebnis rechtfertigt, dass die Co-Testung nur alle drei Jahre durchgeführt wird. Ist nur einer von beiden Tests auffälligen bzw. positiv, wird je nachdem der Pap-und HPV-Test in 12 Monaten wiederholt, bei auffälligem Pap-Test mit niedriger Stufe (Pap II) und negativem HPV-Test wird sogar keine zusätzliche Untersuchung gemacht. Gibt es schwerwiegende Auffälligkeiten mit beiden Testverfahren, schließen sich direkt weitere Untersuchungen in einer Spezialsprechstunde an.

Weitere Informationen zu den Neuregelungen in der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung finden Sie hier:

www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/iblatt-gebaermutterhalskrebs-frueherkennung.pdf

Weisen bei positivem HPV-Testergebnis die Auffälligkeiten im Pap-Test nicht direkt auf eine schwergradige Gewebeveränderung hin (z.B. Pap II, Pap IIID) kann z.B. auch der GynTect-Test von oncgnostics zur Abklärung eingesetzt werden. GynTect klärt, ob bei einer vorliegenden Infektion mit HPV und/oder einer unklaren Zellveränderung Gebärmutterhalskrebs entstehen wird oder bereits vorliegt. Bei negativem GynTect-Testergebnis ist das Risiko, trotz positivem HPV-Test und Auffälligkeit im Pap-Test eine ernsthafte Erkrankung zu haben, sehr gering.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.oncgnostics.com/gyntect-gebaermutterhalskrebs

Bei Gebärmutterhalskrebs wird oft eine Konisation durchgeführt - Gebärmutterkrebs ist in der Gebärmutter selbst lokalisiert.

Zwar entstehen beide Krebsarten nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, jedoch ist der große Unterschied in der Ursache der Erkrankung zu suchen. Deshalb sind die Forschungsfelder und die Behandlung ebenfalls grundverschieden. Die Unterschiede wollen wir zur besseren Einordnung in diesem Artikel erklären.

Zunächst zur Anatomie, um die Entstehungsorte beider Krebsarten besser einordnen zu können: Die Gebärmutter besteht aus dem Gebärmutterhals (Cervix), der am unteren Ende im Muttermund endet. Am oberen Ende schließt der Gebärmutterkörper (Corpus) an. Gebärmutterhalskrebs entsteht also im gleichnamigen Gebärmutterhals, nur wenige Zentimeter entfernt von der Gebärmutter, in der Gebärmutter(-körper-) krebs entsteht.

 

Gebärmutterkrebs – Faktoren, Auftreten und Symptome

Gebärmutterkrebs (lat. Endometriumkarzinom, Uteruskarzinom oder Korpuskarzinom) geht meist von den Zellen der Gebärmutterschleimhaut aus. Es gibt den sehr verbreiteten östrogenabhängigen Typ I und den seltenen östrogenunabhängigen Typ II. Begünstigt wird Gebärmutterkrebs durch erbliche Faktoren genauso wie durch Übergewicht, Diabetes und einem langen Östrogeneinfluss (meist hervorgerufen durch hormonelle Störungen). Diese Krebsart tritt meist im hohen Alter auf. Das Durchschnittsalter liegt bei 69 Jahren und es gibt keine geregelte Vorsorge, da kein kostengünstiges und zuverlässiges Verfahren zur Früherkennung existiert.

Während beim Gebärmutterhalskrebs nicht unbedingt Symptome auftreten oder diese erst sehr spät in Erscheinung treten, gibt es beim Gebärmutterkörperkrebs meist frühzeitig ungewöhnliche Blutungen. Sucht die Patientin gleich den Arzt auf und handelt es sich bei den Blutungen tatsächlich um Symptome des Gebärmutterkrebses, gibt es gute Aussichten auf Heilung. Durch einen operativen Eingriff werden die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke entfernt. Ist der Krebs weiter fortgeschritten, sind weitere Behandlungen notwendig.

 

 

Gebärmutterhalskrebs – Ursache, Vorsorge, Behandlung

Ganz anders sind die Bedingungen bei Gebärmutterhalskrebs: diese Krankheit entsteht über viele Jahre infolge einer Ansteckung mit bestimmten Stämmen von Humanen Papillomviren (HPV). Durch die regelmäßige Vorsorge können Vorstufen, sogenannte Dysplasien, erkannt und eine Behandlung geplant werden. Vorstufen müssen nicht zum Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs führen. Es kann sein, dass sie sich auch wieder zurückbilden. In jedem Fall müssen sie jedoch beobachtet werden. Ist ein Eingriff notwendig, handelt es sich hierbei meist um eine sogenannte Konisation, bei der das Karzinom mit einem kegelförmigen Schnitt entfernt werden kann. Da es sich bei den Patientinnen häufig um Frauen im gebärfähigen Alter handelt, ist es wichtig, möglichst wenig des Gebärmutterhalses abzutragen, um Komplikationen bei eventuellen späteren Schwangerschaften zu vermeiden.

Die Vorsorge wird vom Gynäkologen durchgeführt. Im Moment haben Frauen ab 20 Jahren Anspruch auf eine jährliche Untersuchung durch den Frauenarzt. Diese Regelung ändert sich aber bald für Frauen ab 35 Jahren. Sie werden nur noch alle drei Jahre in einer sogenannten Co-Testung nicht nur mit dem Pap-Test sondern auch mit dem HPV-Test auf HPV untersucht.

Außerdem gibt es die Möglichkeit einer HPV-Impfung, die den Großteil der HP-Virenstämme abdeckt und somit das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken oder ebenfalls durch HPV ausgelöste Genitalwarzen zu bekommen, erheblich einschränkt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung für Mädchen noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr, da hier die Schutzwirkung am höchsten ist.

Obwohl Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) nur wenige Zentimeter voneinander entfernt entstehen können, sind es doch zwei völlig verschiedene Krebsarten mit unterschiedlichen Verläufen, Symptomen und Behandlungsarten. Gerade Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar: Wer regelmäßig zur Vorsorge geht und sich impfen lässt, hat ein sehr geringes Risiko, daran zu erkranken.

 

Zusammenfassend zeigt eine Tabelle beide Krebsarten im Überblick:

Gebärmutterhalskrebs

(Zervixkarzinom)

Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)
HäufigkeitCa. 5000 Neuerkrankungen pro Jahr in DeutschlandCa. 11000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland
Durchschnittsalter der Patientinnen34 Jahre (bei Karzinomen im Frühstadium)

53 Jahre (bei Karzinomen, die fortgeschritten und bereits in weiteres Gewebe vorgedrungen sind)

69 Jahre
Hauptursache/ AuslöserHumane Papillomviren (HPV)Genetische Faktoren, Übergewicht, Diabetes, hormonelle Störungen
SymptomeNicht zwingend, es können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Ausfluss oder Blutungen auftreten (im späten Stadium der Krankheit)Blutungen (treten frühzeitig auf), weitere Symptome treten in späteren Stadien der Krankheit auf
VorbeugungHPV-Impfung, Teilnahme am ScreeningGesunde Lebensweise
FrüherkennungGesetzlich geregeltKeine geregelte Früherkennung, Untersuchung (Ultraschall oder Gebärmutterspiegelung) kann als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) durchgeführt werden
Dauer der EntstehungÜber Jahre hinweg
BehandlungBei Vorstufen Beobachtung und Testung, bei Krebs Konisation (Operativer Eingriff, bei dem ein kegelförmiges Stück des Gebärmutterhalses entfernt wird)Operativer Eingriff (Entfernung der Gebärmutter, der Eileiter und Eierstöcke), bei fortgeschrittener Erkrankung ergänzende Behandlungen

Detaillierte Informationen zu beiden Krankheiten erhalten Sie durch den Krebsinformationsdienst.