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Jena, 20. Februar 2019 – Der Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs GynTect kann nun auch auf dem weit verbreiteten PCR-System cobas Z480 Analyzer von Roche Diagnostics durchgeführt werden. Das ermöglichte eine Erweiterung der CE IVD Zulassung (CE Kennzeichnung für In-vitro Diagnostika). Entwickler und Anbieter von GynTect ist das Biotech-Unternehmen oncgnostics GmbH.

GynTect klärt schnell und zuverlässig, ob bei einer Patientin mit einem auffälligen Befund beim Pap-Abstrich oder einer HPV-Infektion tatsächlich ein zu behandelnder Gebärmutterhalskrebs entsteht oder vorliegt. Im Abstrich der Patientin weist GynTect methylierte, also veränderte, DNA-Regionen nach. Die Methylierung der GynTect-Biomarker tritt speziell bei Gebärmutterhalskrebs auf.

Die Durchführung von GynTect mit dem Cobas Z480
Um GynTect durchzuführen sind zwei Schritte notwendig. Zuerst fixiert eine Bisulfitbehandlung die DNA-Methylierung im diagnostischen Material. Für die Detektion der Markerregionen ist eine PCR (Polymerase chain reaction) notwendig, wie sie beispielsweise mit dem PCR-System cobas Z480 Analyzer von Roche durchgeführt wird. Auf der Grundlage der daraus entstanden Daten werden dann im letzten Schritt die Ergebnisse des GynTect-Tests abgeleitet. Nur ursprünglich methylierte DNA Regionen werden bei der PCR amplifiziert. Das Verfahren nennt sich daher auch methylierungsspezifiische PCR (MSP).

Mehr Labore können GynTect durchführen
„Bisher konnte GynTect nur auf dem Abi 7500 Real-time PCR Gerät von Life Technologies durchgeführt werden. Durch die Erweiterung der CE IVD-Zulassung geht das nun auch auf dem PCR-System cobas Z480 von Roche Diagnostics. Durch die hohe Verbreitung des Gerätes haben nun viel mehr Labore ohne zusätzlichen Aufwand die Möglichkeit, GynTect durchzuführen”, sagte Alfred Hansel, Gründer und Geschäftsführer von oncgnostics.

Honorarfreies Pressematerial finden Sie hier:
www.oncgnostics.com/downloads
vimeo.com/243256803

Time to Change - Gute Vorsaetze fur 2019

Es steht uns wieder bevor: Weihnachten, Neujahr und damit die üblichen Vorsätze für ein gesünderes, sportlicheres, engagierteres Leben. Was zumeist mit viel Enthusiasmus beginnt und einige Zeit stringent angewendet wird, lässt nach ein paar Wochen stark nach und kommt schließlich zum Erliegen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und nicht gerade gut darin, sich „aufzuraffen“ oder sich Zeit für Dinge zu nehmen, ohne die er auch früher gut klargekommen ist.

Wenn Ausreden gefährlich werden

 

Gute Vorsaetze_2019

In vielen Fällen ist dieses „Einknicken“ ungefährlich und endet womöglich nur in einer höheren Zahl auf der Anzeige der Waage.

Aber wenn man relevante Themen wie Vorsorgeuntersuchungen aus ebensolchen Gründen immer wieder auf’s Neue verschiebt oder gar komplett ignoriert, kann es durchaus gefährlich werden.

Laut einer Statistik des HPV Information Centre aus dem Jahr 2017 nimmt nur knapp die Hälfte aller Frauen (52,8 Prozent) zwischen 20 und 69 Jahren regelmäßig an Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung bei ihrem Frauenarzt teil. Jährlich erkranken knapp 5.000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Davon sterben fast 1.600 Patientinnen. Häufig betroffen sind Frauen zwischen 15 und 44 Jahren, sodass in diesem Altersspektrum der Gebärmutterhalskrebs als dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland gelistet ist.

 

Neue Möglichkeiten für mehr Freiraum

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat bereits auf diese Zahlen reagiert und wird ab 2020 regelmäßig Schreiben versenden, die zu Früherkennungsuntersuchungen einladen. Außerdem soll es für Frauen ab 35 Jahren ein Co-Testing-Möglichkeit geben. Dabei wird bei der Frau zusätzlich zum regulären Pap-Abstrich ein HPV-Test durchgeführt. Dieser müsste sodann nur alle drei Jahre wiederholt werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Mit diesen beiden Neuerungen auf dem Gebiet der Früherkennung werden künftig auch diejenigen Frauen erreicht, die aus welchen Gründen auch immer keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahrnehmen.

Gute_Vorsaetze_2019

Regelmäßige Besuche bei der Früherkennung für Gebärmutterhalskrebs können Leben retten.

Beide Untersuchungen sind schmerzfrei. Beim jährlichen Abstrich (Pap-Test) wird eine Zellprobe des Gebärmutterhalses entnommen. Sollte es dabei zu Auffälligkeiten kommen, stehen weitere Untersuchungen an. An dieser Stelle bekommen viele Frauen Angst und wollen eine schnelle Gewissheit. Hier können Abklärungstests wie GynTect helfen, zügig klare und aussagekräftige Ergebnisse zu liefern und weitere Untersuchungen überflüssig zu machen.

Durch diese Tests können Krebsentwicklungen frühzeitig festgestellt und behandelt werden. Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich über viele Jahre hinweg und ist in einem frühen Stadium fast immer vollständig heilbar. Ein jährlicher Besuch beim Frauenarzt kann demnach Leben retten. Wieso sich also unnötig einer Gefahr aussetzen? Nur weil sich der Körper gesund anfühlt, muss er das nicht sein. Zellveränderungen sind nicht schmerzhaft, man spürt Dysplasien nicht. Aus genau diesem Grund ist es umso wichtiger, sich regelmäßig kontrollieren zu lassen.

Wer sich also noch keine konkreten Vorsätze gefasst und bislang regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ausgelassen hat, dem sei ein regelmäßiger Gang zum Frauenarzt hiermit als neuer Vorsatz ans Herz gelegt.

 

In diesem Sinne, einen guten Start ins Jahr 2019 wünscht das Team der oncgnostics GmbH!

In einer Studie verglichen wir GynTect® mit zwei weiteren Tests, die in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge bei auffälligen Befunden zur Abklärung verwendet werden: der cobas® HPV-Test, speziell in seiner Eigenschaft zur Typisierung der beiden häufigsten HPV-Typen, sowie CINtec® Plus, beide von der Firma Roche Diagnostics.

Studie

Wir führten GynTect® an 632 Patientenproben durch, die im Rahmen der normalen Krebsvorsorge zur Pap- und zur HPV-Befundung an CytoMol, unser Partnerlabor in Frankfurt, sowie an ZyDoLab, Dortmund, eingesendet worden waren. CytoMol führte an den Proben aus dem eigenen Labor neben Zytologie und cobas HPV-Test auch an einer Auswahl den Abklärungstest CINtec® Plus durch. Anschließend verglichen wir sämtliche Ergebnisse miteinander.

Ergebnis

Durch Cobas® HPV Test und CINtec® Plus wurden sowohl Krebsvorstufen als auch Karzinome gleichermaßen positiv getestet, ohne diese voneinander zu unterscheiden. Im Gegensatz dazu erkannte GynTect® zwar auch alle Krebsfälle, die Erkennungsrate bei den Krebsvorstufen jedoch nahm mit dem Schweregrad der Vorstufe zu.
Bei gesunden Frauen zeigen GynTect® und CINtec® Plus die gleiche sehr niedrige Erkennung, während der cobas® HPV Test mehr Frauen als positiv testete. Hier stößt die klinische Aussagekraft an ihre Grenzen, denn der cobas® HPV Test unterscheidet nicht zwischen einer HPV-Infektion und einer Krebserkrankung. Hier bedarf es in der Regel weitere Abklärungstests.

Zusammenfassung

Alle drei Tests erkennen zuverlässig bereits vorhandenen Krebs (Sensitivität=100%), jedoch unterscheidet GynTect® die unterschiedlichen Vorstufen besser (höhere Spezifität). Somit erhalten gesunde Frauen mit Hilfe von GynTect® schnelle Gewissheit, ohne sich unnötigen invasiven Maßnahmen oder Therapien unterziehen zu müssen. Die ideale Krebsvorsorge aus Sicht vieler klinischer Experten wäre daher ein HPV-Test zum Screening, mit Abklärung durch einen molekularbiologischen Test wie GynTect.
Die ausführliche Publikation zur Studie wurde im BMC Cancer veröffentlich und lässt sich hier herunterladen.

Hintergrund

Pap- und HPV-Test sind zentrale Bestandteile in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge. Denn eine Infektion mit HPV (Humane Papillomviren) kann noch Jahre später zu Gebärmutterhalskrebs führen. Mit Hilfe eines Pap-Tests wird nachgewiesen, ob auffällige Zellveränderungen im Bereich des Muttermundes und des Gebärmutterhalses vorliegen. Diese beiden Tests stellten einen Meilenstein in der Gebärmutterhalskrebsvorsorge dar. Doch haben diese Methoden ihre Schwächen. Denn nicht jede Frau mit einem auffälligen Pap-Test-Ergebnis und/oder einer HPV-Infektion entwickelt auch tatsächlich Gebärmutterhalskrebs. Auf die betroffenen Frauen kommen häufig unnötige invasive Eingriffe und eine lange, belastende Zeit der Ungewissheit zu. An dieser Stelle setzt unser Abklärungstest GynTect® an. Er klärt ab, ob bei auffälligem Pap-Befund oder positivem HPV-Testergebnis tatsächlich Gebärmutterhalskrebs vorliegt oder entstehen wird.

 

EUROGIN 2018

Für unsere langjährigen Mitarbeiter ist sie schon eine feste Institution, unsere Doktorandin Carolin Dippmann war zum ersten Mal mit dabei – die EUROGIN (European Research Organisation on Genital Infection and Neoplasia) ist ein internationaler und multidisziplinärer Kongress zu Infektionen mit HPV (humane Papillomviren) und dadurch ausgelöste Erkrankungen. Der Kongress findet jedes Jahr in einem anderen Land statt. In diesem Jahr zog es mehr als 2.000 Teilnehmer aus Klinik, Industrie und Forschung nach Lissabon.

Hier schildert Carolin Dippmann ihre Eindrücke von der EUROGIN.

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Ein beeindruckende Themenvielfalt

Müsste ich die Zeit in Lissabon bei der EUROGIN mit einem einzigen Wort beschreiben, würde ich „aufregend“ sagen.

Zu allererst war ich davon beeindruckt, wie gut der Kongress organisiert war. Zudem wurde ein sehr umfangreiches Programm geboten. Manchmal gab es vier bis fünf parallele Sessions (Vorträge) gleichzeitig. Da fiel es nicht leicht, sich für eine zu entscheiden. Auch die Ausstellung der Poster, auf denen Wissenschaftler ihre aktuellen Arbeiten vorstellten, war sehr beachtlich. Leider fand ich kaum Zeit, die einzelnen Poster ausführlich zu betrachten.

Sehr gut gefallen hat mir die Themenvielfalt, die in unterschiedlichen Formaten angeboten wurde: Impfstoffe, HPV Testung oder Molekulare Marker – um nur einige wenige zu nennen. Viele Kollegen stellten ihre aktuellen Veröffentlichungen vor. Besonders gefreut habe ich mich darüber, einige bekannte Autoren, von denen ich bisher nur gelesen hatte, persönlich zu erleben. Es ist schön, jetzt ein Gesicht vor Augen zu haben und die Stimmen zu kennen.

In den sogenannten Free Communication Sessions stellten (Nachwuchs-) Wissenschaftler ihre aktuellen Ergebnisse vor. Und in den Satelliten-Symposien überraschte mich eine besonders interaktive Vortragsform. Per kleine Votinggeräte konnte das Publikum, ähnlich wie bei einer Quizshow, beim Vortrag mitmachen und Fragen beantworten.

Der vierte Tag war dann mein großer Tag. In der Session „Methylation 2“ durfte ich ebenfalls einen Vortrag halten. Ich berichtete über meine Ergebnisse zum Vergleich unseres GynTect® Assays mit dem seh ähnlichen Test QIAsure von QIAGEN. Ich hatte den Vergleich im Labor an zervikalen Abstrichen einer Kohorte von 140 HPV-positiven Frauen durchgeführt. Zu Beginn war ich etwas nervös, schließlich war es das erste Mal, dass ich meine Ergebnisse vor so einem großen, internationalen Publikum vorstellte – und das auch noch auf Englisch. Doch es klappte alles reibungslos.

Mein Fazit – EUROGIN: Eine Chance, die man nicht alle Tage bekommt

An den vier Tagen auf dem EUROGIN Kongress konnte ich viel Neues lernen und mein vorhandenes Wissen in einen neuen Kontext bringen. Ich bin persönlich stolz darauf, mit meinem Vortrag Teil dieser internationalen wissenschaftlichen Gemeinde geworden zu sein.

Natürlich war die Tatsache, dass die EUROGIN in Portugal stattfand ein willkommener Nebeneffekt. Lissabon ist eine sehr schöne Stadt, die ihren ganz eigenen Charakter besitzt. Das spannende wissenschaftliche Programm ließ für die touristische Erkundung allerdings kaum Zeit.

Mein Fazit lautet daher eindeutig: Ich möchte diese Erfahrung um keinen Preis missen und bin sehr dankbar, dass ich diese Gelegenheit wahrnehmen durfte.

In Vorfreude auf den nächsten Kongress

Carolin Dippmann
Pharma-Biotechnologin und PhD Studentin bei oncgnostics

Jena, 17. Oktober 2018 – Das Life Sciences Unternehmen oncgnostics GmbH, Entwickler und Anbieter des Gebärmutterhalskrebstests „GynTect“, konnte nach der sehr schnellen erfolgreichen Beendigung seiner zweiten Crowdinvesting-Kampagne auf Seedmatch den investierten Betrag von 750.000 Euro noch einmal verdoppeln. Ein Kreis an Privatinvestoren investiert gemeinsam mit der beteiligungsmanagement thüringen GmbH (bm|t) in die oncgnostics. Das Unternehmen verwendet die Summe für weitere Forschung und Entwicklung, die Durchführung von Studien sowie die Intensivierung internationaler Marketingaktivitäten.

 

Für seinen Gebärmutterhalskrebstest GynTect startete oncgnostics im Dezember letzten Jahres bereits die zweite Crowdinvesting-Kampagne auf der Plattform Seedmatch. Innerhalb von drei Stunden war die Funding-Schwelle von 100.000 Euro überschritten und bereits nach 21 Tagen wurde das Ziel von 750.000 Euro erreicht: das schnellste Crowd-Investing im Bereich Life Sciences in Deutschland. Nun konnte der Betrag noch einmal verdoppelt werden: die Venture Capital Gesellschaft bm|t, die bereits an der oncgnostics GmbH beteiligt ist, investiert gemeinsam mit einem Kreis privater Investoren.

 

„oncgnostics’ GynTect Test adressiert einen Milliardenmarkt. Dieses Investment ermöglicht dem Unternehmen, die gezielten Aufbau der Umsätze sowie Marketingmaßnahmen und somit einen besseren Zugang zu diesem attraktiven Markt. Darüber hinaus verfügt oncgnostics über eine attraktive Entwicklungspipeline, die mit diesem Kapital weiter vorangetrieben wird. Deshalb beteiligen wir uns gern an dieser Finanzierungsrunde“, so Kevin Reeder, Geschäftsführer der bm|t.

 

Bessere Chancen in der Früherkennung

GynTect klärt schnell und zuverlässig, ob bei einer Patientin tatsächlich ein zu behandelnder Gebärmutterhalskrebs entsteht oder vorliegt. Das erleichtert die Risikoeinschätzung bei der Gebärmutterhalskrebsvorsorge: Unnötige, vorschnelle Operationen können vermieden und die Chancen auf frühzeitige, erfolgreiche Therapiemaßnahmen erhöht werden. Patientinnen werden Ängste durch unklare Befunde aus der derzeitigen Früherkennung auf Gebärmutterhalskrebs genommen und schnelle Gewissheit gewährleistet.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir bestehende und neue Investoren von unserem Konzept der Nutzung epigenetischer Marker in der Krebsdiagnostik sowie den sehr guten Aussichten für die Vermarktung unseres GynTect-Tests überzeugen konnten. Somit haben wir die Möglichkeit, neben verstärktem internationalem Marketing auch durch weitere Produktentwicklungen unsere Marktchancen zu verbessern“, so Dr. Alfred Hansel, Geschäftsführer der oncgnostics GmbH.

 

 

Bisherige und zukünftige Entwicklungen

Durch eine exklusive Lizenz für GynTect in China sowie Marketing- und Vertriebspartnerschaften in Portugal, der Slowakei und Tschechien wurden erste erfolgreiche Schritte im internationalen Marketing unternommen. Weitere strategische Partnerschaften, u.a. in den USA, werden angestrebt. Im Dezember 2017 startete zudem eine auf drei Jahre angelegte Studie gemeinsam mit zehn Forschungszentren in ganz Deutschland, die das prognostische Potenzial des GynTect-Tests belegen soll. Eine weitere Studie zur psychischen Belastung von Frauen mit auffälligen Pap- oder HPV-Testergebnissen wurde gerade abgeschlossen. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht werden.

 

oncgnostics beschäftigt sich gemeinsam mit klinischen Partnern auch mit der Entwicklung von Tests bei anderen Krebserkrankungen. So arbeitet das Thüringer Unternehmen an der Validierung von Markern für Kopf-Hals-Tumore und möchte die Früherkennung auch bei Eierstockkrebs verbessern.

 

 

Honorarfreies Pressematerial finden Sie hier:
https://www.oncgnostics.com/downloads

https://tinyurl.com/oncgnostics

https://vimeo.com/243256803

Zurzeit werden in den Medien (z.B Tiroler Zeitung, Ärzteblatt1, Ärzteblatt2) Diskussionen um die Sinnhaftigkeit von Pap- im Vergleich zum HPV-Test geführt. Denn in der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung sind einige Neuerungen geplant. Wir wollen deshalb genauer erklären, was beide Tests eigentlich leisten.

 

Was ist der Pap-Test?

Der Pap-Test ist nach dem amerikanisch-griechischen Arzt Dr. George Papanicolaou benannt, der diesen mikroskopischen Test bereits 1928 entwickelt hat. Der Test wird vom Frauenarzt bei der jährlichen Untersuchung zur Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung durchgeführt. Der Arzt entnimmt hierfür einen Zellabstrich vom äußeren Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhalskanal. Im Labor wird dieser Abstrich eingefärbt und auf Zellveränderungen unter dem Mikroskop untersucht. Dabei wird nach Zellveränderungen gesucht, die Hinweise auf Erkrankungen geben können. Aufgrund des Zellbildes werden die Abstriche in Schweregrade von Pap I (= keine Auffälligkeit) bis hin zu Pap V (= Verdacht auf Gebärmutterhalskrebs), eingeteilt.

Werden Auffälligkeiten erkannt, meldet sich der Frauenarzt bei der Patientin und bespricht mit ihr das weitere Vorgehen.

Nachteil des Tests: Patientinnen mit auffälligen Pap-Befunden werden regelmäßig alle 3 – 6 Monate untersucht, um die Zellveränderungen zu beobachten. Die meisten Zellveränderungen sind nicht Besorgnis erregend, denn sie heilen von allein wieder aus. Und es dauert meist Jahre, bevor sich aus einigen der Gewebeveränderungen (sog. Dysplasien) Gebärmutterhalskrebs entwickeln kann.

Zellveränderungen können auch übersehen werden. Um dies zu kompensieren, wird hierzulande der Pap-Test jährlich durchgeführt. Dies soll die Chance erhöhen, bösartige Veränderungen rechtzeitig zu entdecken. Allerdings nimmt nur etwa die Hälfte der Frauen jährlich an der Untersuchung teil. Und trotz regelmäßiger Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen kommt es bei manchen Frauen zu Gewebeveränderungen bis hin zu Krebs. Fast die Hälfte aller Frauen, bei denen jährlich eine Krebserkrankung festgestellt wird, gibt an, regelmäßig an der Vorsorge teilzunehmen. Bei ihnen hat der Pap-Test dann mehrfach versagt.

Vorteil des Tests: neben Gewebeveränderungen bis hin zu Krebs können auch Entzündungen und Infektionen nachgewiesen werden, die nicht durch HPV ausgelöst werden und auch nicht zu Krebs führen.

Weitere Informationen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung und auch speziell zum Pap-Test finden Sie hier:

www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/gebaermutterhalskrebs/frueherkennung.php#inhalt3

 

 

Was ist der HPV-Test?

Zur Abklärung, ob sich Zell- und Gewebeveränderungen zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln können, wird häufig ein HPV-Test durchgeführt. Bei diesem wird getestet, ob eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) vorliegt. Diese Viren sind die Verursacher von Gebärmutterhalskrebs. Fällt der HPV-Test also negativ aus, muss sich die Patientin keine Sorgen machen, denn ohne Virusinfektion keine Krebserkrankung.

Vorteil des Tests: speziell ein negatives Testergebnis hat eine sehr hohe Aussagekraft. Denn im Falle eines negativen HPV-Tests ist das Risiko, eine Krebserkrankung zu entwickeln oder bereits zu haben, sehr gering. In einigen Ländern wird daher inzwischen statt des Pap-Tests ein HPV-Test als erster Test in der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge eingesetzt.

Nachteil des Tests: Ein positives HPV-Testergebnis weist eine vorliegende HPV Infektion nach. Die meisten dieser Infektionen heilen innerhalb von 1 – 2 Jahren aus, ohne dass die Frau etwas davon merkt. Nur ca. 10% aller HPV Infektionen verbleiben länger und können in der Folge zu Gewebeveränderungen (Dysplasien) führen. Letztendlich würde nur ca. 0,5 – 1% der infizierten Frauen bei nicht rechtzeitiger Behandlung Krebs entwickeln.

Weitere Infos zum HPV-Test erhalten Sie hier: www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/hpv2.php

 

Merke: Der Pap-Test klärt, ob Zellveränderungen vorhanden sind. Der HPV-Test klärt, ob eine Infektion mit Humanen Papillomviren vorliegt. Beide Tests haben ihre Vor- und Nachteile.

 

Veränderung in der Vorsorge: Kombination aus Pap- und HPV-Test

In der Gebärmutterhalskrebsvorsorge steht eine Veränderung bevor. Frauen ab 35 erhalten voraussichtlich künftig in Deutschland ein sog. Co-Testing aus Pap- und HPV-Test, das nur alle drei Jahre durchgeführt werden muss. Co-Testing heißt, es werden Pap- und HPV-Test gleichzeitig durchgeführt. Dadurch erhält man nicht nur den Hinweis, ob Zellveränderungen vorliegen (Pap-Test), sondern erfährt, ob gleichzeitig eine HPV-Infektion vorliegt (HPV-Test). Durch die Kombination sinkt das Risiko, dass Zellveränderungen beim Pap-Test übersehen werden, wenn der HPV-Test zeitgleich positiv ausfällt. Zugleich sinkt das Risiko einer Übertherapie für Patientinnen, bei denen eine HPV-Infektion nachgewiesen wird, obwohl (noch) keine Zellveränderungen feststellbar sind. Die deutlich höhere Sicherheit bei doppelt negativem Ergebnis rechtfertigt, dass die Co-Testung nur alle drei Jahre durchgeführt wird. Ist nur einer von beiden Tests auffälligen bzw. positiv, wird je nachdem der Pap-und HPV-Test in 12 Monaten wiederholt, bei auffälligem Pap-Test mit niedriger Stufe (Pap II) und negativem HPV-Test wird sogar keine zusätzliche Untersuchung gemacht. Gibt es schwerwiegende Auffälligkeiten mit beiden Testverfahren, schließen sich direkt weitere Untersuchungen in einer Spezialsprechstunde an.

Weitere Informationen zu den Neuregelungen in der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung finden Sie hier:

www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/iblatt-gebaermutterhalskrebs-frueherkennung.pdf

Weisen bei positivem HPV-Testergebnis die Auffälligkeiten im Pap-Test nicht direkt auf eine schwergradige Gewebeveränderung hin (z.B. Pap II, Pap IIID) kann z.B. auch der GynTect-Test von oncgnostics zur Abklärung eingesetzt werden. GynTect klärt, ob bei einer vorliegenden Infektion mit HPV und/oder einer unklaren Zellveränderung Gebärmutterhalskrebs entstehen wird oder bereits vorliegt. Bei negativem GynTect-Testergebnis ist das Risiko, trotz positivem HPV-Test und Auffälligkeit im Pap-Test eine ernsthafte Erkrankung zu haben, sehr gering.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.oncgnostics.com/gyntect-gebaermutterhalskrebs

Bei Gebärmutterhalskrebs wird oft eine Konisation durchgeführt - Gebärmutterkrebs ist in der Gebärmutter selbst lokalisiert.

Zwar entstehen beide Krebsarten nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, jedoch ist der große Unterschied in der Ursache der Erkrankung zu suchen. Deshalb sind die Forschungsfelder und die Behandlung ebenfalls grundverschieden. Die Unterschiede wollen wir zur besseren Einordnung in diesem Artikel erklären.

Zunächst zur Anatomie, um die Entstehungsorte beider Krebsarten besser einordnen zu können: Die Gebärmutter besteht aus dem Gebärmutterhals (Cervix), der am unteren Ende im Muttermund endet. Am oberen Ende schließt der Gebärmutterkörper (Corpus) an. Gebärmutterhalskrebs entsteht also im gleichnamigen Gebärmutterhals, nur wenige Zentimeter entfernt von der Gebärmutter, in der Gebärmutter(-körper-) krebs entsteht.

 

Gebärmutterkrebs – Faktoren, Auftreten und Symptome

Gebärmutterkrebs (lat. Endometriumkarzinom, Uteruskarzinom oder Korpuskarzinom) geht meist von den Zellen der Gebärmutterschleimhaut aus. Es gibt den sehr verbreiteten östrogenabhängigen Typ I und den seltenen östrogenunabhängigen Typ II. Begünstigt wird Gebärmutterkrebs durch erbliche Faktoren genauso wie durch Übergewicht, Diabetes und einem langen Östrogeneinfluss (meist hervorgerufen durch hormonelle Störungen). Diese Krebsart tritt meist im hohen Alter auf. Das Durchschnittsalter liegt bei 69 Jahren und es gibt keine geregelte Vorsorge, da kein kostengünstiges und zuverlässiges Verfahren zur Früherkennung existiert.

Während beim Gebärmutterhalskrebs nicht unbedingt Symptome auftreten oder diese erst sehr spät in Erscheinung treten, gibt es beim Gebärmutterkörperkrebs meist frühzeitig ungewöhnliche Blutungen. Sucht die Patientin gleich den Arzt auf und handelt es sich bei den Blutungen tatsächlich um Symptome des Gebärmutterkrebses, gibt es gute Aussichten auf Heilung. Durch einen operativen Eingriff werden die Gebärmutter, die Eileiter und Eierstöcke entfernt. Ist der Krebs weiter fortgeschritten, sind weitere Behandlungen notwendig.

 

 

Gebärmutterhalskrebs – Ursache, Vorsorge, Behandlung

Ganz anders sind die Bedingungen bei Gebärmutterhalskrebs: diese Krankheit entsteht über viele Jahre infolge einer Ansteckung mit bestimmten Stämmen von Humanen Papillomviren (HPV). Durch die regelmäßige Vorsorge können Vorstufen, sogenannte Dysplasien, erkannt und eine Behandlung geplant werden. Vorstufen müssen nicht zum Ausbruch von Gebärmutterhalskrebs führen. Es kann sein, dass sie sich auch wieder zurückbilden. In jedem Fall müssen sie jedoch beobachtet werden. Ist ein Eingriff notwendig, handelt es sich hierbei meist um eine sogenannte Konisation, bei der das Karzinom mit einem kegelförmigen Schnitt entfernt werden kann. Da es sich bei den Patientinnen häufig um Frauen im gebärfähigen Alter handelt, ist es wichtig, möglichst wenig des Gebärmutterhalses abzutragen, um Komplikationen bei eventuellen späteren Schwangerschaften zu vermeiden.

Die Vorsorge wird vom Gynäkologen durchgeführt. Im Moment haben Frauen ab 20 Jahren Anspruch auf eine jährliche Untersuchung durch den Frauenarzt. Diese Regelung ändert sich aber bald für Frauen ab 35 Jahren. Sie werden nur noch alle drei Jahre in einer sogenannten Co-Testung nicht nur mit dem Pap-Test sondern auch mit dem HPV-Test auf HPV untersucht.

Außerdem gibt es die Möglichkeit einer HPV-Impfung, die den Großteil der HP-Virenstämme abdeckt und somit das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken oder ebenfalls durch HPV ausgelöste Genitalwarzen zu bekommen, erheblich einschränkt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung für Mädchen noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr, da hier die Schutzwirkung am höchsten ist.

Obwohl Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) nur wenige Zentimeter voneinander entfernt entstehen können, sind es doch zwei völlig verschiedene Krebsarten mit unterschiedlichen Verläufen, Symptomen und Behandlungsarten. Gerade Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar: Wer regelmäßig zur Vorsorge geht und sich impfen lässt, hat ein sehr geringes Risiko, daran zu erkranken.

 

Zusammenfassend zeigt eine Tabelle beide Krebsarten im Überblick:

Gebärmutterhalskrebs

(Zervixkarzinom)

Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom)
HäufigkeitCa. 5000 Neuerkrankungen pro Jahr in DeutschlandCa. 11000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland
Durchschnittsalter der Patientinnen34 Jahre (bei Karzinomen im Frühstadium)

53 Jahre (bei Karzinomen, die fortgeschritten und bereits in weiteres Gewebe vorgedrungen sind)

69 Jahre
Hauptursache/ AuslöserHumane Papillomviren (HPV)Genetische Faktoren, Übergewicht, Diabetes, hormonelle Störungen
SymptomeNicht zwingend, es können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Ausfluss oder Blutungen auftreten (im späten Stadium der Krankheit)Blutungen (treten frühzeitig auf), weitere Symptome treten in späteren Stadien der Krankheit auf
VorbeugungHPV-Impfung, Teilnahme am ScreeningGesunde Lebensweise
FrüherkennungGesetzlich geregeltKeine geregelte Früherkennung, Untersuchung (Ultraschall oder Gebärmutterspiegelung) kann als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) durchgeführt werden
Dauer der EntstehungÜber Jahre hinweg
BehandlungBei Vorstufen Beobachtung und Testung, bei Krebs Konisation (Operativer Eingriff, bei dem ein kegelförmiges Stück des Gebärmutterhalses entfernt wird)Operativer Eingriff (Entfernung der Gebärmutter, der Eileiter und Eierstöcke), bei fortgeschrittener Erkrankung ergänzende Behandlungen

Detaillierte Informationen zu beiden Krankheiten erhalten Sie durch den Krebsinformationsdienst.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat vor kurzem eine neue Impfempfehlung veröffentlicht: Jungen im Alter von neun bis vierzehn Jahren sollen künftig eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) erhalten. Bisher galt die Empfehlung nur für Mädchen in diesem Alter.

 

Warum sollen nun auch Jungen geimpft werden?

Die Impfung gegen HPV ist in erster Linie als “Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs” bekannt. Deswegen verwundert es evtl. etwas, dass die STIKO nun eine Impfempfehlung für Jungen ausgegeben hat. Doch verursacht HPV weit mehr Krankheiten als Gebärmutterhalskrebs.

 

HPV-Impfung – Das ist drin

Der am häufigsten verwendete Impfstoff heißt Gardasil und ist mittlerweile als neunfache Impfung auf dem Markt. Er schützt vor sieben sogenannten Hochrisiko-HPV. Diese verursachen nicht nur Gebärmutterhalskrebs, sondern sind auch für einen Teil von Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sowie Mund- und Rachenkarzinome verantwortlich. Das heißt, auch Jungs können mit der Impfung vor entsprechenden Krebserkrankungen geschützt werden.

Außerdem schützt Gardasil gegen zwei sogenannte Niedrigrisiko-HPV, HPV 6 und HPV 11. Diese verursachen keine Karzinome, können aber unangenehme Auswirkungen haben: Sie sind Hauptverursacher von sogenannten Feigwarzen, also Genitalwarzen, die aber auch in anderen Bereichen auftreten können. Eine Behandlung dieser Warzen ist aufwendig und zieht sich über einen längeren Zeitraum.

 

Impfschutz für Jungen = höherer Schutz für die Gesamtbevölkerung

Neben dem direkten Nutzen für die Jungen gibt es noch ein wesentliches Argument für die Impfung: die sogenannte Herdenimmunität. Die Viren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Durch die Impfung der Jungen wird es daher allgemein einen höheren Schutz in der Bevölkerung geben. Eine Modellrechnung zeigte, dass durch die Impfung der Jungen pro Jahr tausende Krebsfälle verhindert werden können.[1]

Nobelpreisträger Harald zur Hausen, der herausfand, dass HPV Gebärmutterhalskrebs verursachen, äußerte sich anlässlich der neuen Impfempfehlung: “‘Männer haben im Alter zwischen 15 und 40 Jahren mehr sexuelle Partner als Frauen im gleichen Alter, weltweit. Deswegen gelten sie als Hauptüberträger der Infektionen’. Wenn man diese Krankheiten in einer absehbaren Zeit wirkungsvoll bekämpfen wolle, müsste man daher beide Geschlechter rechtzeitig impfen.”[2]

 

Welche Auswirkungen hat die Impfempfehlung?

In den nächsten Monaten entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), ob die Impfempfehlung der STIKO zur Pflichtleistung für Krankenkassen ernannt wird. Die Zeichen stehen gut: der GBA folgt fast immer der Empfehlung der STIKO. Bereits jetzt übernehmen viele Krankenkassen die HPV-Impfung auch für Jungen.

 

Wie steht es um die Impfrate?

Bereits seit 2007 besteht die HPV-Impfempfehlung für Mädchen. Doch in Deutschland gibt es noch immer starke Vorbehalte gegen die Impfung, obwohl sie als sicher und gut verträglich eingestuft wird. Weniger als die Hälfte der 17-jährigen Mädchen ist geimpft (Stand 2015). Ein weiterer Grund könnte sein, dass im Alter zwischen neun und vierzehn Jahren üblicherweise keine Impfungen durchgeführt werden: die Grundimmunisierungen haben die Kinder bereits erhalten und viele Kinderärzte haben die HPV-Impfung nicht auf dem Schirm. Ein Besuch beim Gynäkologen findet in diesem Alter bei den allermeisten Mädchen noch nicht statt. Für viele Eltern ist es befremdlich, schon in diesem Alter an eine Ansteckung mit HPV zu denken. Jedoch hat die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr die größte Wirkung.

Quelle: Robert Koch Institut

Quelle: Robert Koch Institut

 

 

 

 

 

 

Früherkennung ist und bleibt wichtig

Immer wieder liest man, dass man durch die Impfung vor HPV-assoziierten Krankheiten geschützt sei. Das stimmt aber nicht, weil der Impfstoff vor den gefährlichsten bzw. verbreitetesten, aber nicht allen HPV schützt. Deshalb ist es für Mädchen und Frauen wichtig, dass sie regelmäßig zur Vorsorge gehen. Trotzdem zeigen erste Langzeitstudien, dass die Zahlen der Krebsfälle unter den Geimpften deutlich niedriger ist als in der Gruppe der Nichtgeimpften. Eine Impfung lohnt sich auch nach dem 18. Lebensjahr. Die Kosten müssen dann jedoch in der Regel selbst getragen werden.

 

[1]https://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2018/07_2018.html;jsessionid=4C71518374BF87F8DF0F28CC1C3A588A.2_cid290, abgerufen am 13.07.2018

[2] https://www.deutschlandfunk.de/hpv-impfstoff-gegen-krebs-beide-geschlechter-muessen.709.de.html?dram:article_id=401789

 

Symposium Kopf-Hals-Tumore

Etwa 200 Experten aus Naturwissenschaften und Medizin trafen sich vom 25. bis 27. Januar am Universitätsklinikum Essen, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kopf-Hals-Tumorforschung zu präsentieren.

 

Anlässlich des 2nd International Symposium on Tumor-Host Interaction in Head and Neck Cancer wurden die neuesten Studienergebnisse vorgestellt und der Einsatz innovativer Therapiestrategien debattiert. Die Vorträge beinhalteten zudem die Frage, in welchem Maße eine Infektion mit dem humanen Papillomvirus (HPV) den Krankheitsverlauf bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren beeinflusst.

 

Unsere Mitarbeiterin Anna-Bawany Hums stellte den aktuellen Stand unseres Pipelineprojektes zur Erkennung von Kopf-Hals-Tumoren einem internationalen Fachpublikum vor.

 

Hals-Kopf Tumore können derzeit erst diagnostiziert werden, wenn sie makroskopisch sichtbar sind. Zu diesem Zeitpunkt sind die Heilungschancen jedoch bereits begrenzt. Oncgnostics arbeitet derzeit an einem Früherkennungstest, der auf dem gleichen Biomarker-Prinzip wie GynTect® (Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs) funktionieren wird.

 

Der Früherkennungstest soll die Entstehung von Tumoren zuverlässig anzeigen, bevor sie makroskopisch nachweisbar sind. Auf diese Weise soll dazu beigetragen werden, die Heilungschancen von Kopf-Hals-Tumoren zu erhöhen.

Weltkrebstag 2018

Auch in diesem Jahr möchten wir den Weltkrebstag am 4. Februar dazu nutzen, um auf Krebs aufmerksam zu machen und vor allem darauf, dass er oft vermeidbar ist. Zudem können viele Krebserkrankungen bei rechtzeitiger Erkennung erfolgreich behandelt werden.

Vorsorge rettet Leben

Nur etwas über 50% der Frauen in Deutschland nehmen an der jährlichen Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt teil. Dabei ist das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, noch immer allgegenwärtig. Wird die Krankheit spät entdeckt, muss eine Konisation (Entnahme des betroffenen Gewebes) durchgeführt werden, die bei späteren Schwangerschaften zu Komplikationen führen kann.

HPV-Impfung noch immer wenig wahrgenommen

Gerade bei Gebärmutterhalskrebs gibt es noch eine weitere Vorsorgemethode: die HPV-Impfung. Auch diese nehmen nur wenige junge Menschen wahr. Dabei bietet die Impfung einen langjährigen Schutz gegen die gefährlichsten HPV-Typen, aber nicht gegen alle HP-Viren. Deshalb ist eine weitere regelmäßige Vorsorge beim Frauenarzt unbedingt zu empfehlen.

 

Wir haben durch unseren Früherkennungstest GynTect dem Gebärmutterhalskrebs schon lange den Kampf angesagt. Wir möchten aber auch darauf aufmerksam machen, dass die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen wichtig ist, um später böse Überraschungen zu vermeiden.